PfadnavigationHomePolitikDeutschlandDGB-Chefin Fahimi„Es war nicht klug von Merz, den Menschen vor den Latz zu knallen: Ihr habt Mathe nicht verstanden“Stand: 07:36 UhrLesedauer: 3 MinutenDGB-Chefin Yasmin FahimiQuelle: Fabian Sommer/dpaDGB-Chefin Fahimi greift während der Debatte um die Rente Bundeskanzler Merz frontal an. Sie nennt seinen Hinweis auf „Demografie und Mathematik“ einen „ganz schön frechen Ausspruch“ und spricht von einer „Legende, um den Leuten Angst zu machen“.Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, findet die Pfiffe und Buhrufe gegen Bundeskanzler Friedrich Merz beim DGB-Kongress im Mai nachvollziehbar. Es sei nicht klug von Merz gewesen, den Menschen „einfach nur vor den Latz zu knallen: ‚Es wird zukünftig weniger geben und das ist ein Naturgesetz und ihr habt Mathematik nicht verstanden‘“, sagte die frühere SPD-Politikerin im Podcast „Ronzheimer“. Die Einlassung des Kanzlers sei „ehrlich gesagt auch ein ganz schön frecher Ausspruch, wo man sich dann nicht wundern muss, wenn es mal zwischendurch eine Reaktion aus dem Publikum gibt“.Merz hatte am 12. Mai in der ersten Rede eines CDU-Kanzlers auf einem DGB-Bundeskongress seit acht Jahren für tiefgreifende Sozialreformen geworben und Pfiffe und Buhrufe aus den Reihen der Delegierten kassiert.Lesen Sie auchDie im Sommer bevorstehende Rentenreform bezeichnete er als das „härteste Brett“ der schwarz-roten Koalition. „Das alles ist keine Bösartigkeit von mir oder von der Bundesregierung“, betonte er. „Das ist Demografie und Mathematik. Es übersteigt ganz einfach die Kräfte von zwei Beitragszahlern, wenn sie in Zukunft eine Person in der Rente finanzieren sollen.“Fahimi zur Rente: „Das halte ich für einen Fehler. Weil es nicht gerecht ist“ Kurz vor der Übergabe der Expertenvorschläge zur Rentenreform an die Regierung stellt sich DGB-Chefin Fahimi gegen zentrale Empfehlungen der Kommission. Im Podcast „Ronzheimer“ kritisierte sie die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 und die Erhöhung des Renteneintrittsalters. Zu sagen, dass die Menschen länger arbeiten müssten, weil die Rente sonst nicht finanzierbar sei, bezeichnete Fahimi als „eine Legende, um den Leuten Angst zu machen“.Über die von der Rentenkommission empfohlene Abschaffung eines abschlagsfreien Renteneintritts für besonders langjährig Versicherte sagte die Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes: „Das halte ich für einen Fehler. Weil es nicht gerecht ist.“ Bereits heute sei es so, „dass diejenigen, die das in Anspruch nehmen, nicht nur 45, sondern im Durchschnitt 47 Jahre Beiträge gezahlt haben“.Lesen Sie auchÜber eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung sagte Fahimi, sie finde die „Diskussion um das Renteneintrittsalter nicht sachdienlich“. Je höher das Renteneintrittsalter werde, „desto größer wird die Gruppe werden, die es nicht schafft“. Es müsse vielmehr nach Wegen gesucht werden, „wie wir die Leute eben überhaupt gesund oder jedenfalls einigermaßen arbeitsfähig in die Rente bringen“.Lesen Sie auchDie Expertenkommission zur Rentenreform übergibt am Dienstag im Kanzleramt ihre Empfehlungen an die Bundesregierung und will diese dann öffentlich vorstellen. Wegen des zunehmenden Anteils älterer Menschen in Deutschland wird die Finanzierung des gesetzlichen Rentensystems immer schwieriger.Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission hat deshalb 33 Empfehlungen für eine tiefgreifende Reform erarbeitet. Das Rentenalter soll dabei in den kommenden Jahrzehnten langsam steigen, die abschlagsfreie Frühverrentung nach 45 Beitragsjahren abgeschafft und zudem eine verpflichtende Kapitalrente eingeführt werden. Die schwarz-rote Koalition muss nach der Vorstellung des Berichts entscheiden, ob sie die Empfehlungen umsetzt.dpa/AFP/ll
Rente: „Es war nicht klug von Merz, den Menschen vor den Latz zu knallen: Ihr habt Mathe nicht verstanden“ - WELT
DGB-Chefin Fahimi greift während der Debatte um die Rente Bundeskanzler Merz frontal an. Sie nennt seinen Hinweis auf „Demografie und Mathematik“ einen „ganz schön frechen Ausspruch“ und spricht von einer „Legende, um den Leuten Angst zu machen“.
Expertenkommission empfiehlt Rentenreform: höheres Renteneintrittsalter, Abschaffung der Frühverrentung und Kapitalrente. Merz rechtfertigt die Reformen mit Demografie; DGB-Chefin Fahimi nennt sie 'Legenden zur Angsterzeugung' und signalisiert politischen Widerstand.









