Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa und SID.Hier geht es zum Spielplan, hier zum deutschen Kader, hier zu einer Übersicht über die Spielorte und Stadien, hier zu einem Überblick über alle WM-Teilnehmer und hier zur Schwerpunktseite zur WM mit allen Texten der SZ.Alle Nachrichten und SZ-Geschichten zur WM erhalten Sie auch zweimal täglich mit unseren Newslettern „SZ am Morgen“ und „SZ am Abend“. Hier können Sie sich dafür anmelden.Wichtige Updates"Kein Schlechter" – Klose gratuliert MessiUS-Schiedsrichterin Penso leitet Deutschland gegen EcuadorDie „Hand Gottes“ – auf dem Bauch von Maximiliano GalloSchlotterbeck fällt für den Rest der WM ausDie Kapverden haben es schon wieder getan – das war die NachtUnwetter in Philadelphia – kann Frankreich gegen Irak stattfinden? Das Wetter in Philadelphia hat die Abläufe rund um das WM-Spiel des Topfavoriten Frankreich gegen den Irak durcheinander gewirbelt. Der drei Stunden vor dem Anpfiff angesetzte Einlassstart für die Zuschauer wurde verschoben. „Ein heftiges Gewitter nähert sich“, stand auf der Anzeigetafel des Stadions: „Bitte verlassen Sie den offenen Sitzplatzbereich. Suchen Sie Schutz gemäß der Anweisungen des Stadionpersonals.“ Das Heimatstadion des NFL-Teams Philadelphia Eagles hat für die Zuschauer kein Dach.Erst mit rund 40 Minuten Verspätung wurden die Tore der Arena geöffnet, doch endgültige Entwarnung gab es ob der Wetterlage nicht. Der Weltverband Fifa zeigte sich aber gegenüber Medienvertretern vorsichtig optimistisch, dass die für 23 Uhr deutscher Zeit angesetzte Partie wie geplant starten kann. Für den Zeitraum des Spiels seien die Prognosen der Wetterdienste eher positiv, man gehe deshalb von einer regulären Austragung der Partie aus. "Kein Schlechter" – Klose gratuliert MessiMiroslav Klose gratuliert Lionel Messi zum Torrekord bei der Fußball-Weltmeisterschaft. „Ich habe doch immer gesagt, der Messi ist kein Schlechter“, sagte Klose, 48, der Süddeutschen Zeitung am Montag. „Lionel Messi ist für mich der beste Fußballer aller Zeiten! Glückwunsch, Champion!“ Klose war bisher mit 16 Toren der Spieler mit den meisten WM-Treffern. Messi gelangen am Montag beim 2:0 in der Vorrundenpartie Argentiniens gegen Österreich seine Treffer 17 und 18 bei Weltmeisterschaften. Er rechne damit, dass sein Rekord in diesem Turnier falle, hatte Klose schon unmittelbar vor Turnierbeginn der SZ in einem Interview gesagt. „Das ist auch völlig okay, der Rekord wird sowieso irgendwann geknackt werden, und dann darf das gerne Messi machen. Ich bin ein großer Fan von Messi, schon immer gewesen“, so Klose. Messi sei „ein Genie“. Bei Punktgleichheit rückt der direkte Vergleich in den FokusIn den abschließenden Vorrundenspielen droht Langeweile, wegen eines Eingriffs der Fifa in den Modus. Warum das ein Problem ist, hat SZ-Sportchef Claudio Catuogno hier beschrieben und er kommt zu einem eindeutigen Urteil: US-Schiedsrichterin Penso leitet Deutschland gegen EcuadorDie US-amerikanische Schiedsrichterin Tori Penso pfeift das letzte WM-Gruppenspiel Deutschlands gegen Ecuador. Dies teilte die Fifa mit. Für die 39-Jährige ist die Partie am Donnerstag (22 Uhr/ARD und MagentaTV) in East Rutherford der zweite Einsatz bei diesem Turnier. Sie hatte zuvor Tschechien gegen Südafrika (1:1) geleitet.Penso ist erst die zweite Frau in der Geschichte der Männer-WM, die bei einem Spiel zum Einsatz kam. Vor vier Jahren in Katar war die Französin Stéphanie Frappart die Unparteiische bei der Partie von Deutschland gegen Costa Rica. Bei dieser WM ist neben Penso auch die Mexikanerin Katia García im Aufgebot der Referees, kam bislang aber nicht zum Einsatz.Die „Hand Gottes“ – auf dem Bauch von Maximiliano GalloGenau 40 Jahre ist es her, dass Diego Maradona im Viertelfinale der WM 1986 gegen England zwei Tore erzielte: das verruchteste und das schillerndste der WM-Geschichte. Das zweite, ein spektakuläres Solo, bezeichnet der Autor Andrés Burgo in seinem Buch „El Partido“ als „die Nuklearbombe unter den Toren“. Aber im Legendenschatz des Fußballs verewigt hat sich vor allem das erste: Maradona, wie er den Ball mit der Hand über den englischen Torwart hinüber stupst, ohne dass es auf den ersten Blick wie ein Handspiel aussieht. Muss also die „Hand Gottes“ gewesen sein … Mein Kollege Javier Cáceres hat sich zum Jahrestag noch mal auf die Spuren dieses Spiels begeben, durch das Diego Maradona zur Legende wurde. Er hat dafür Maximiliano Gallo getroffen, der einst Maradonas Assistent war. Und der irgendwann, „2010 oder 2011, so genau weiß ich das nicht mehr“, die Idee hatte, Maradona zu bitten, seine linke Hand in Tinte zu tauchen und sie ihm auf den Bauch zu drücken, um sie sich als Tattoo stechen zu lassen. Nun hat er sie immer bei sich.Die Geschichte empfehle ich Ihnen sehr. Unter anderem auch deshalb, weil sie rekonstruiert, dass es gar nicht Maradona selbst war, der hinterher von der „Hand Gottes“ sprach …Schlotterbeck fällt für den Rest der WM ausBittere Diagnose für Nico Schlotterbeck und die deutsche Nationalmannschaft: Der Innenverteidiger hat beim 2:1 im WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste am Samstag eine Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk erlitten. Er falle „mehrere Monate“ und damit auch für den Rest des Turniers aus. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag bekannt.„Schlotti wird uns auf dem Platz als herausragender Verteidiger sehr fehlen, vor allem auch sein exzellenter Spielaufbau“, sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann und fügte bedauernd hinzu: „Es hätte seine WM werden können.“ Man habe gemeinsam „versucht, ihn aufzubauen – zum Glück ist er ein sehr positiver Typ, der schon wieder vorausblickt“. Dass Schlotterbeck zunächst bei der Mannschaft in den USA bleiben werde, wertete Nagelsmann als „ein schönes Zeichen, denn er hat auch neben dem Platz Einfluss. Trotz seines Ausfalls sind wir in der Innenverteidigung (...) weiterhin sehr gut aufgestellt.“ Eine Nachnominierung ist nicht mehr möglich. Schlotterbeck war in Toronto zur Pause ausgewechselt worden. Der 26-Jährige hatte sich in einem Zweikampf mit Amad Diallo verletzt. Gegen die Elfenbeinküste kam Antonio Rüdiger für Schlotterbeck ins Spiel. Jetzt wird der Profi von Real Madrid wohl in die Startelf rücken.Schlotterbeck ist schon der dritte Spieler, der dem Bundestrainer bei der Endrunde verletzungsbedingt fehlt. Serge Gnabry hatte bereits im Vorfeld passen müssen, Lennart Karl musste nach einer Verletzung im Training vor Turnierbeginn aus den USA abreisen. Außerdem war Stürmer Tim Kleindienst nicht rechtzeitig voll fit geworden. SZ-Reporter Philipp Selldorf erlebte in der vergangenen Woche den „entspanntesten Antonio Rüdiger, den es je gab“. Sein Text:Frauenfußball am Flughafen JFKHeute ist die WM wieder in New York / New Jersey zu Gast, zum Spiel zwischen Frankreich und Irak. Wer zu diesem Zweck am Flughafen JFK ankommt, wird von einer besonderen Fußballspielerin empfangen. Vielleicht auch eine kleine Erinnerung daran, dass in den USA Megan Rapinoe, Hope Solo oder Alex Morgan schon Stars waren, lange bevor das Land wirklich zur Kenntnis nahm, dass Fußball übrigens auch von Männern gespielt wird …Norwegen-Trikots machen Probleme So mancher Fernsehzuschauer reibt sich bei den WM-Spielen der norwegischen Fußball-Nationalmannschaft bisweilen verwundert die Augen. Die Nachnamen von Erling Haaland und Co. auf den Rückseiten der Trikots sind wie die Nummern Runen nachempfunden, den Schriftzeichen der alten Germanen und Wikinger, aber leider nicht für alle gut lesbar.„Viele von uns können die Nummern und die Namen nicht erkennen“, sagte Terje Andre Olsen vom norwegischen Blinden- und Sehbehindertenverband. Das sei ansonsten bei Fußballspielen in der Regel anders, betonte er, „der Kontrast ist meist gut.“ Die „schwer lesbare“ Schriftart auf den norwegischen WM-Trikots aber sei „für niemanden ein Pluspunkt“. Auch die Spieler hätten sich erst an die Shirts von Ausrüster Nike gewöhnen müssen, sagte der frühere Frankfurter Jens Petter Hauge dem norwegischen Rundfunk NRK. Jetzt aber fänden die Spieler die Trikots „verdammt cool“. Die Kapverden haben es schon wieder getan – das war die NachtWarum mit einer Sensation aufhören? Nach dem 0:0 im Auftaktspiel gegen Europameister Spanien hat es auch der zweimalige Weltmeister Uruguay nicht geschafft, die Kapverden zu bezwingen. In diesem Spiel musste Torhüter Vozinha, dessen Mutter diesmal im Stadion dabei war, zwar zweimal den Ball aus dem Netz holen, allerdings traf der drittkleinste WM-Teilnehmer der Geschichte auch zweimal selbst. Dass Uruguays Torhüter Fernando Muslera beide Male nicht gut aussah? Geschenkt. Trainer Bubista hat nun das nächste Ziel des bisher ungeschlagenen Außenseiters ausgerufen: das Erreichen der K.-o.-Runde.Kurz vor einer Überraschung stand eine weitere Inselnation, allerdings eine etwas südlichere. Neuseeland führte von der 15. bis zur 58. Minute mit 1:0 gegen Ägypten, dann drehte das Team um Mo Salah unter anderem durch ein Tor des Stürmers die Partie und gewann 3:1. In Los Angeles spielte Iran sein zweites Gruppenspiel. Das 0:0 gegen Belgien ist für das Team ein Erfolg und für die Europäer eine Enttäuschung. Aber wie bei allen Spielen Irans ist das Sportliche nur ein Teil der Geschichte. Unser Autor Jürgen Schmieder war im Stadion.Und zum Schluss noch eine besondere Leseempfehlung. Vor genau 40 Jahren fand das WM-Viertelfinale zwischen Argentinien und England in Mexiko statt. Für einige ist es das legendärste Weltmeisterschaftsspiel überhaupt. Einerseits wegen der Vorgeschichte des Falklandkrieges. Vor allem aber wegen Diego Maradona, der in diesem Spiel gleich zwei der berühmtesten Tore der Fußballgeschichte erzielte. Javier Cáceres hat aus Anlass des Jahrestages das Spiel noch mal rekonstruiert – und erklärt unter anderem, warum der Begriff „Hand Gottes“ gar nicht von Maradona stammt.Ein Messi – 26 Meter hochBesondere Ehre für Lionel Messi: Die Kleinstadt Cultral Có hat dem Weltmeister eine riesige Statue in seiner Heimat Argentinien gewidmet. Das Monument, das während der laufenden Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada feierlich eingeweiht wurde, ist 26 Meter hoch und wiegt 70 Tonnen.Die vom einheimischen Künstler Aldo Beroisa geschaffene Skulptur befindet sich an der Nationalstraße 22, einer der Hauptzufahrtstraßen in die Provinz Neuquén im Südwesten Argentiniens. Cultral Có hat etwa 35 000 Einwohner und eine tiefe Verbundenheit zur Ölindustrie. Die Statue, die Volksheld Messi auf Knien mit dem WM-Pokal 2022 zwischen den Beinen zeigt, soll den Tourismus ankurbeln.Die bislang größte Messi-Statue im indischen Kalkutta (Foto unten), die der Superstar im Dezember 2025 selbst feierlich enthüllt hatte, musste Anfang Juni aufgrund von Sicherheitsbedenken wieder abgebaut werden. Über einen neuen Standort des 21 Meter hohen Monuments muss erst noch entschieden werden.Hoeneß lobt NagelsmannDer zuletzt kritische Ehrenpräsident des FC Bayern, Uli Hoeneß, hat Bundestrainer Julian Nagelsmann für dessen taktische Entscheidungen bei der Fußball-WM gelobt. Die DFB-Auswahl habe beim 2:1 am Samstag gegen die Elfenbeinküste, das letztlich den Gruppensieg brachte, „kämpferisch Unglaubliches geleistet“, sagte Hoeneß am Rande des Basketballfinales der Bayern gegen Alba Berlin beim Streamingdienst Dyn.Zwar sei der Weg zum Titel noch weit, weil „noch schwere Brocken“ warteten. „Wenn sie allerdings so zu einer Mannschaft zusammenwachsen, und der Trainer immer so gut austauscht wie gestern, dann könnte es etwas werden“, sagte Hoeneß. Die beiden Treffer zum Sieg hatte der von Nagelsmann eingewechselte Deniz Undav erzielt.Hoeneß hatte Nagelsmann im Mai in mehreren Interviews unter anderem vorgehalten, dass er bei dem früheren Bayern-Coach „die Bereitschaft“ vermisse, zuzuhören und etwas anzunehmen. Nagelsmann hatte darauf im ZDF-„Sportstudio“ unter anderem mit dem Satz reagiert: „Uli darf immer etwas zu mir sagen. Ich habe großen Respekt vor seinem Lebenswerk.“ Kapverden, wo ist das?Wie unscheinbar die Partie auch auf den ersten Blick wirken mag: Das privat organisierte Public Viewing auf Granville Island inmitten von Vancouver ist konsequent gut gefüllt. Ecuador-Curacao am Samstagnachmittag? Große Menschenmenge! Belgien-Iran am Sonntag? Wegen Überfüllung kein Einlass mehr. Uruguay-Kapverde am Sonntag? Nur noch Restsitze frei. Die Kanadier haben ihr Fußballturnier schon ins Herz geschlossen, die Stimmung zählt hier wohlgemerkt mehr als die Nationen, die im Fernsehen auf dem Feld stehen. Passend dazu fragen zwei junge Kanadier Mitte der ersten Halbzeit, wer da überhaupt spiele. Auf die Auskunft "Das sind die Kapverden" folgt als Antwort: "Where the f*** is that?". Woraufhin einem nichts übrig bleibt als eine kleine Geografiestunde zum Thema Westafrika und seine Inselstaaten zu geben. Erleichterung folgt beim Reporter allerdings, als die beiden immerhin Deutschland kennen.Nach WM-Fiasko: Tunesischer Spieler rechnet mit Verband abNach zwei völlig verkorksten Auftritten und dem vorzeitigen WM-Aus hat Tunesiens Abwehrspieler Ali Abdi seinem Verband Vorwürfe gemacht. „Wir reisen zu einer Weltmeisterschaft mit Spielern, die noch nie zusammen gespielt haben.“ Man könne sich nicht auf eine Weltmeisterschaft vorbereiten, indem man nur ein paar Spiele gegen Gegner bestreite, die sich jahrelang vorbereitet haben, sagte Abdi im Interview mit dem Sender Bein Sports Mena.Auf das 1:5-Fiasko im Auftaktspiel gegen Schweden folgte ein ebenso enttäuschendes 0:4 gegen Japan. „Wenn man sich die japanischen Spieler ansieht, sind sie dieselbe Mannschaft wie 2022, während wir unsere Mannschaft bei jedem Turnier ausgetauscht haben“, sagte der Verteidiger. Mehrfach wischte sich Abdi Tränen aus dem Gesicht.Tunesien war mit großen Ambitionen angereist und wollte erstmals in seiner Geschichte die K.o.-Phase erreichen, nun hat das Team nach zwei Spielen null Punkte und 1:9 Tore. „Ich entschuldige mich bei den tunesischen Fans“, sagte Abdi. Der tunesische Verband hatte sich nach dem ersten Spiel von Sabri Lamouchi getrennt und kurzfristig Hervé Renard als Coach verpflichtet.TOPSKILLS SPORTS UK on Instagram: "🚨💣 Tunisia defender Ali Abdi broke down in tears while denouncing the national association after the team’s elimination.
WM 2026: Unwetter in Philadelphia – kann Frankreich gegen Irak stattfinden?
Das Wetter in Philadelphia hat die Abläufe rund um das WM-Spiel des Topfavoriten Frankreich gegen den Irak durcheinander gewirbelt. Noch ist offen, ob die Partie starten kann.
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