Die Taten lösten große Empörung aus: „Kältebus angezündet“ lautete die Schlagzeile. Im Dezember waren zwei Kältebusse der Berliner Stadtmission in Flammen aufgegangen. Am Nachmittag des Neujahrstages brannte in der Lehrter Straße in Berlin-Mitte dann wieder ein Kältebus.Dessen Fahrzeugfront geriet vollständig in Brand. Es entstand ein Totalschaden in Höhe von 70.000 Euro. Dieses Mal aber konnten Zeugen den mutmaßlichen Täter bis zum Eintreffen der Polizei festhalten: einen betrunkenen Mann, selbst obdachlos. Er soll mit einem Feuerzeug und Brandbeschleuniger das Feuer gelegt haben. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.
Die Berliner Staatsanwaltschaft will den mittlerweile 41-Jährigen nun dauerhaft in der geschlossenen Psychiatrie unterbringen lassen und hat beim Landgericht Berlin I ein Sicherungsverfahren beantragt, wie die Anklagebehörde mitteilte. Nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft würden „Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass er aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung bei der Tatbegehung schuldunfähig“ war.Die Brandermittler des Landeskriminalamtes und die Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass der Mann auch die anderen beiden Kältebusse angezündet hat. Der 41-Jährige schweigt zu den Vorwürfen.







