Abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten zeigt sich rund um das Hotel Noucha ein anderes Paris. Alexis Narodetski Im und rund um das Boutiquehotel Noucha im 16. Arrondissement erlebt man den Pariser Alltag mit Blick auf den Eiffelturm.Wussten Sie, dass Paris über fünf Freiheitsstatuen verfügt? Die wohl bekannteste von ihnen steht auf der Île aux Cygnes nahe dem Pont de Grenelle. Es ist die kleine Schwester der Freiheitsstatue in New York, welche die Franzosen einst den Amerikanern schenkten, und eine der wenigen Sehenswürdigkeiten, die Besucher in diese Gegend locken.Dabei ist das 16. Arrondissement wunderbar authentisch und offenbart das Pariser Alltagsleben: Es gibt kleine, etwas weniger eng bestuhlte Cafés und Bistros, Blumenläden, die mit ihren bunten, duftenden Sträussen die Gehwege aufhübschen, und Gebäude, die mit Art-déco-Verzierungen zum Innehalten und Entdecken einladen. Die Freiheitsstatue wirkt mit ihren 11,5 Metern winzig im Vergleich mit dem 330 Meter hohen Eiffelturm. Getty Images Die Kopfsteinpflasterstrassen zeugen von einer noblen Vergangenheit: Die Ursprünge des heutigen Stadtviertels Auteuil reichen bis ins 7. Jahrhundert zurück. Damals war es ein idyllischer Rückzugsort, da es nahe am Rouvray-Wald lag, dem heutigen Bois de Boulogne. Seine Flora sowie die kleinen Seen, Weiher und Bäche machen ihn heute zu einem beliebten Naherholungsgebiet zum Joggen, Velofahren und Spazieren.Das 16. Arrondissement ist als Wohnviertel für Familien und mit seiner Parknähe seiner Bourgeoisie treu geblieben. Es ist kein Viertel, durch das Touristenströme ziehen, die Stimmung ist entspannt, man trifft auf Locals, die beim Bäcker um die Ecke anstehen, um ihr Pain au Chocolat oder ihr Baguette zu holen, Eltern, die ihre Kinder zur Schule begleiten, oder Rollerfahrer, die sich auf dem Weg zur Arbeit hastig durch den Verkehr schlängeln. Mit seinen 846 Hektaren gilt der Bois de Boulogne als grüne Lunge von Paris. Getty Images Echtes Quartierleben in ParisDie Nachbarschaft prägt auch den Charakter des Hotels Noucha. Im Design muten die Zimmer klassisch französisch an, wobei Tapeten und Teppiche reduzierter und grafischer ausfallen als üblich. Dadurch wirken die Räume zugleich gemütlich und modern.Hinzu kommen unterschiedliche Grundrisse, die den Zimmern einen eigenen Charakter verleihen. So erstreckt sich eines der Zimmer über zwei Etagen und verfügt über ein Wohnzimmer sowie eine Terrasse. Einige weitere Zimmer besitzen einen kleinen Stadtbalkon, zudem steht allen Gästen eine Dachterrasse zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung. Alexis Narodetski Das Design der Zimmer verbindet klassische französische Elemente mit einer reduzierten, zeitgemässen Gestaltung. Zwar übernachten die Locals nicht hier, doch viele kommen ins «Noucha» auch nur zum Frühstück – sei es, weil die Schlange in der Bäckerei zu lang ist oder weil sie den Tag gemütlich beginnen möchten. Auch mittags und abends trifft im Bistro die Nachbarschaft auf Reisende. Dadurch fühlt man sich etwas weniger als Touristin und mehr wie eine frisch Zugezogene. Alexis Narodetski In einem schönen, renovierten Stadthaus des 16. Arrondissements befindet sich das Hotel Noucha. Isst man hier, versteht man sofort, warum die Quartierbewohnerinnen und -bewohner gerne herkommen: Der Raum, der Frühstücksraum, Bistro, Bar und Rezeption in einem ist, ist stilvoll eingerichtet, gemütlich und lebhaft. Es herrscht ein Kommen und Gehen, das nicht stört, sondern zu spontanen Begegnungen und Gesprächen führt. Gegessen wird an kleinen, engen Bistrotischen, wobei man die Wahl zwischen Stuhl, gepolstertem Sessel oder Sitzbank hat. Alexis Narodetski Gegessen wird an den typischen kreisrunden Pariser Bistrotischen. Die Menukarte wechselt saisonal, die Küche orientiert sich am Stil eines Neo-Bistros. Zur Auswahl stehen fünf Vorspeisen und fünf Hauptgänge, die sich mit verschiedenen Beilagen kombinieren lassen. Wer den Abend gemütlich beginnen möchte, bestellt den Noucha’s Aperitif und geniesst einige Snacks zum Cocktail oder Glas Schaumwein. Die Gerichte sind gut zubereitet, die Zutaten sind hochwertig und geschmacklich aufeinander abgestimmt. Für den Abschluss stehen hausgemachte Desserts oder eine kleine, aber gut sortierte Käseplatte zur Auswahl.Die kulinarische Welt wird hier nicht neu erfunden; bei vielen Gerichten finden sich Referenzen zu Klassikern, die jedoch zeitgemäss interpretiert und handwerklich überzeugend umgesetzt werden. Fazit: ein Hotelrestaurant, das man mit gutem Gewissen ausprobieren kann. Beim Frühstück stehen À-la-carte-Gerichte sowie ein feines, überschaubares Buffet zur Auswahl. Alexis Narodetski Es lässt sich gut etwas Zeit im und ums Hotel verbringen. In der Gegend gibt es einige Museen, wie das Musée d’Art Moderne, das Musée Galliera, das Musée Baccarat oder die Stiftungen von Louis Vuitton und Yves Saint Laurent. Für Reisende mit Kindern ist der Jardin d’Acclimatation ein Ausflugstipp mit Natur, Tieren und einem kleinen Freizeitpark. Das «Noucha» ist zudem gut gelegen für Sportfans: Im Parc des Princes lassen sich Fussballmatches schauen, auch das Tennisstadion Roland-Garros ist in der Nähe.Das 16. Arrondissement bietet also doch mehr als die Freiheitsstatue auf der Île aux Cygnes. Und wer das überfüllte Paris doch noch erleben möchte, spaziert mit Blick auf den Eiffelturm der Seine entlang, bis die Strassen voller werden.Auf einen Blick Publikum Romantiker und Wahl-Pariserinnen, Sport-Fans.Gastronomie Neo-Bistro mit saisonaler Ausrichtung.Design Französisch in modern: abstrakte, geometrische Tapeten, gemusterte Teppiche, bunte Fliesarrpen.Adresse Noucha Hôtel, 66 rue Jean-de-La-Fontaine, Paris. Dieser Besuch wurde vom Hotel unterstützt. Newsletter Die besten Artikel aus «NZZ Bellevue», einmal pro Woche von der Redaktion für Sie zusammengestellt.
Hotel Noucha: Pariser Alltag mit Blick auf den Eiffelturm erleben
Im und um das Hotel Noucha im 16. Arrondissement erlebt man echtes Pariser Stadtleben mit Blick auf den Eiffelturm und nahe der grünen Lunge der Stadt.






