PfadnavigationHomePolitikAuslandNahostKatar meldet 13 Tote nach Explosion in GasanlageStand: 16:42 UhrLesedauer: 2 MinutenDie Anlage Ras Laffan befindet sich in der Nähe von DohaQuelle: Tim Brakemeier/dpaIn einer Gasanlage in der Nähe von Doha sind bei einer Explosion mehrere Menschen getötet worden. Der Unfall könnte die unter Druck geratenen Energiemärkte weiter belasten.Bei einer Explosion in einem Gasexportterminal in Katar sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. 66 weitere wurden nach Angaben des Innenministeriums verletzt, 18 Personen werden noch vermisst.Katar war ebenso wie andere Golfstaaten seit Beginn des Iran-Kriegs zur Zielscheibe iranischer Luftangriffe geworden, ins Visier geriet dabei insbesondere die Energieinfrastruktur. Die Explosion in Ras Laffan wurde aber auf einen technischen Defekt zurückgeführt.Dem staatlichen Energiekonzern Qatar Energy zufolge ereignete sich die Explosion am Sonntagabend „während der Inbetriebnahme von Anlagen im Industriegebiet Ras Laffan“. In der Folge sei es zu einer Explosion und einem Brand in der lokalen Gasversorgungsanlage Barsan gekommen. Die Feuerwehr brachte den Brand bis zum späten Abend unter Kontrolle.Die Explosion an der Gasanlage Ras Laffan könnte die im Zuge des Iran-Kriegs unter Druck geratenen Energiemärkte weiter belasten. Die Anlage war im Krieg vom Iran angegriffen worden und danach für mehrere Wochen außer Betrieb.USA setzen Sanktionen gegen iranisches Öl aus – Friedensabkommen beschlossenDas US-Finanzministerium hat derweil bekannt gegeben, im Zuge des Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Kriegs eine 60-tägige Ausnahme von Sanktionen gegen iranisches Öl zu erteilen. Wie am Montag bekannt wurde, erlaubt die Lizenz die Förderung, Lieferung und den Verkauf iranischen Öls und gilt bis zum 21. August. Lesen Sie auchZuvor hatte US-Vizepräsident J.D. Vance erklärt, sich mit dem Iran auf einen Fahrplan für ein Friedensabkommen in der Region geeinigt zu haben. Die als Vermittler agierenden Staaten Katar und Pakistan teilten mit, dass der Fahrplan binnen 60 Tagen zu einer endgültigen Vereinbarung führen solle. Zu der heiklen Frage des iranischen Atomprogramms gab es indes unterschiedliche Äußerungen.Lesen Sie auch„Wir haben eine sehr gute Grundlage für eine erfolgreiche endgültige Einigung geschaffen“, sagte US-Vizepräsident Vance im Schweizer Luxusresort Bürgenstock, wo die Gespräche stattgefunden hatten. Auch Irans Außenminister Abbas Araghtschi lobte „bedeutende Fortschritte“.Den Vermittlerstaaten Katar und Pakistan zufolge vereinbarten die USA und der Iran auch, einen Kommunikationskanal für die Straße von Hormus und einen Konfliktlösungsstab für den Libanon einzurichten. Mit dem Kanal sollten „Vorfälle und Kommunikationspannen“ verhindert und eine „sichere“ Handelsschifffahrt in der Meerenge ermöglicht werden, die der Iran nach Beginn des Krieges weitgehend gesperrt hatte. Die Meerenge ist für den globalen Handel mit Öl und Flüssiggas von großer Bedeutung.AP/AFP/shem