Tausende Baustellen gibt es pro Jahr in Berlin, mehrere hundert davon auf Straßen und Wegen gleichzeitig, ihre genaue Zahl weiß niemand. Die BVG erneuert Tramgleise, die Wasserbetriebe, Gasversorger und Telekommunikationsanbieter verlegen Rohre und Kabel unter Straßen und Bürgersteigen. Und ist eine Straße gerade frisch asphaltiert, kommt ein Betrieb und reißt sie wieder auf. Schon in den Neunzigern redete man in Berlin von der Einrichtung einer „zentralen Baustellenkoordination“. Doch erst jetzt, nach gut 30 Jahren, hat es der Senat geschafft: Seit dem 1. Februar gibt es einen zentralen Koordinator. Der „Baustellen-Beauftragte des Landes Berlin“ ist angesiedelt bei der Senatsverwaltung für Verkehr und soll Bauarbeiten im Berliner Verkehrsnetz besser abstimmen, Beeinträchtigungen verringern.Da hat er sich viel vorgenommen – zumal er nur im Ehrenamt arbeitet. Denn auf Berlins Straßen und Wegen verwirklichen sich unzählige Bauherren. Berlin hat zudem zwölf Bezirke. Zwölf Bezirke, die von einem „politischen Bezirksamt“ beherrscht werden. Damit sind wir bei einem generellen Problem, an dem diese inzwischen dysfunktionale Stadt leidet. Die Baustellen sind nur eines von vielen Beispielen.
Rettet Berlin! Warum seine zwölf Bezirke abgeschafft werden müssen
Den Bezirken muss die Entscheidungshoheit entzogen werden. Die Angst in diesen Fürstentümern ist verständlich: Es geht um Posten und gut bezahlte Stellen. Ein Kommentar.








