Puttgarden (dpa/lno) - Wie es mit dem Bau des Fehmarnbelttunnels weitergeht, soll laut Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder im Herbst geklärt werden. „Ich gehe davon aus, dass wir uns im Oktober etwa dann wieder auf Regierungsseite zusammentun werden, um dann klar zu kommunizieren, wie der weitere Ablauf auch und gerade in zeitlicher Hinsicht aussehen wird“, sagte der CDU-Politiker beim Besuch der Baustelle in Puttgarden mit der dänischen Verkehrsministerin Signe Munk und dem schleswig-holsteinischen Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU). Bereits in der Vergangenheit gab es bei der deutschen Schieneneinbindung sowie beim Bau des Tunnels auf dänischer Seite Verzögerungen im Bau. „Wir arbeiten eng miteinander zusammen, damit wir die Ziele hier auch in zeitlicher Hinsicht verwirklichen können“, erklärte Schnieder. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir hier gut weiterkommen.“Der geplante Bau sei nicht nur eine wichtige Verbindung für Dänemark und Deutschland – sondern für ganz Europa. „Es ist ja Bestandteil auch eines transeuropäischen Korridors, der große Bedeutung hat für Skandinavien insgesamt und die EU als Ganzes“, führte der Bundesverkehrsminister aus. Daher soll dieses Projekt „möglichst schnell und zügig“ umgesetzt werden. Nur Straßenverbindung in der ZeitDen Planungen zufolge soll der Fehmarnbelttunnel ab 2029 die deutsche Ostseeinsel Fehmarn und die dänische Insel Lolland verbinden. Der Bau des 18 Kilometer langen Eisenbahn- und Autotunnels läuft bereits. Doch dieser liegt laut Projektgesellschaft mindestens zwei Jahre hinter dem Zeitplan. Auch Deutschland rechnet damit, dass sich der Bau der Hinterlandanbindung über 2029 hinaus verzögern wird. Nur die Straßenverbindung auf Deutscher Seite wird vermutlich schneller fertig – laut einem Mitarbeiter der Projektgesellschaft Deges im Jahr 2028. Zunächst rolle der Verkehr dann weiter über die Fehmarnsundbrücke; nach Fertigstellung des Tunnels zwischen der Insel und dem Festland werde dann die neue Verbindung genutzt.© dpa-infocom, dpa:260622-930-262780/1