PfadnavigationHomeRegionalesSachsen-AnhaltVon Angern will Pantisano an Aussagen messenStand: 12:22 UhrLesedauer: 2 MinutenHat klar Position bezogen: Linken-Politikerin Eva von Angern. (Archivbild)Quelle: Michael Bahlo/dpaNach scharfer Kritik an der CDU steht der neue Linken-Chef Pantisano direkt unter Druck. Auch aus der eigenen Partei werden klare Erwartungen formuliert.Die sachsen-anhaltische Linken-Fraktionsvorsitzende Eva von Angern will den frisch gewählten Linken-Chef Luigi Pantisano an seinen Aussagen messen. Pantisano habe gesagt, dass er versuche, Vertrauen zurückzugewinnen. «Da nehme ich ihn ernst und daran werden wir ihn auch als Landesverband Sachsen-Anhalt messen», sagte von Angern in Magdeburg. Dessen Aussage zur CDU sei nicht nur unglücklich, sondern inakzeptabel.Pantisano hatte am Wochenende in einem «Bild»-Interview die CDU scharf angegriffen. «Letztlich gibt es auch gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst», sagte Pantisano wenige Stunden vor seiner Wahl zum Parteivorsitzenden. Der Linken-Politiker stellte auf Nachfrage klar, dass er die Formulierung für unglücklich hält.Von Angern betonte, dass diese Einschätzung mit der Realität in Sachsen-Anhalt nichts zu tun habe. «Die CDU ist eine demokratische Partei», sagte sie.Günther legt Pantisano Rückzug naheDer sachsen-anhaltische CDU-Fraktionschef Guido Heuer bezeichnete die Aussage Pantisanos als «Unding». «Also welches Demokratieverständnis dieser Mann hat, das wollen wir dann in Zukunft mal sehen», sagte Heuer. Er habe großen Respekt vor Eva von Angern, dass sie klar Position gegen Pantisano bezogen habe.Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther legte Pantisano einen Rückzug aus der Politik nahe. «Wer die CDU mit Faschisten und der AfD gleichsetzt, hat sich für jeden ernsthaften demokratischen Austausch disqualifiziert», sagte Günther der Deutschen Presse-Agentur, ohne Pantisano namentlich zu nennen. Das sei geschichtsvergessen und verharmlose den tatsächlichen Rechtsextremismus im Land. «So jemand kann für Demokratinnen und Demokraten kein Ansprechpartner sein und sollte sich schnellstmöglich aus der Politik verabschieden.»dpa-infocom GmbH