In der Debatte um den auf dem Fußballplatz ausgelebten Glauben von Felix Nmecha geht DFB-Präsident Bernd Neuendorf nicht davon aus, dass der Nationalspieler homophobe und transfeindliche Einstellungen hat. „Wir haben seinerzeit diese Berichterstattung im DFB auch verfolgt, wir haben seine Einlassungen dazu gehört. Er hat das zurechtgerückt, auch sich klar positioniert und distanziert von solchen Vorwürfen der Homophobie“, sagte Neuendorf in einem Interview von RTL/ntv.Neuendorf beteuerte auf Nachfrage, dass er dem 25 Jahre alten Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund aus voller Überzeugung glaube. „Ja, das würde ich schon so sagen. So wie ich ihn kenne oder erlebe, das sehe ich so.“ In der Vergangenheit hatten Social-Media-Posts von Nmecha mehrfach auch Kritik ausgelöst.Einige BVB-Anhänger hatten sich 2023 gegen eine Verpflichtung Nmechas ausgesprochen, weil der damalige Wolfsburger in den sozialen Medien Inhalte geteilt hatte, die als homophob und queerfeindlich ausgelegt worden waren. Der bekennende Christ hatte sich gegen die Vorwürfe gewehrt und betont, dass er weder homophob noch transphob sei.Nach dem 7:1 beim deutschen WM-Auftakt gegen Curaçao hatten Nmecha, Tah und einige Gegenspieler auf Initiative Nmechas einen Gebetskreis auf dem Platz gebildet. Die Szene in Houston hatte für Aufsehen gesorgt. Bei Instagram schrieb Nmecha nach dem Auftaktsieg zu Bildern vom Spiel: „Thank you Jesus!“ Der DFB-Spieler spricht öffentlich oft über seinen christlichen Glauben und persönliche Ansichten.„Ich glaube auch, was hier stattfindet, sozusagen das Bekenntnis zu Gott, dieser Glaube, den er hier verkörpert und zum Ausdruck bringt – übrigens ja auch mit anderen Spielern zusammen, aus anderen Mannschaften, aber auch mit Jonathan Tah zusammen – das ist vielleicht in einer säkularisierten Welt für einige Menschen auch etwas ungewöhnlich, dass man das tut“, sagte Neuendorf.Er gehe davon aus, dass Nmecha mit seinem Glauben eine positive Intention verfolge und für Menschlichkeit sowie Respekt stehe. „Das nehme ich ihm hundertprozentig ab. Er ist wirklich, glaube ich, ein sehr sensibler Mensch und steht für diese christlichen Werte. Das ist ja zunächst mal etwas Positives“, sagte der DFB-Präsident. (dpa)
Liveblog zur Fußball-WM 2026: DFB-Präsident Neuendorf verteidigt Nmecha | FAZ
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DFB-Präsident Neuendorf verteidigt Nmecha gegen Omotransfobia-Vorwürfe und bestätigt sein Vertrauen in die christlichen Werte des 25-Jährigen. Nmechas öffentlich gelebter Glaube – Gebetskreise im Stadion, Social-Media-Posts – wird vom Verband als Ausdruck von Menschlichkeit und Respekt verteidigt.











