Vorsicht bei der Suche nach Abkühlung: Bei einem Badeunfall in einem See in Kleve ist ein Mann ums Leben gekommen. Feuerwehr und DLRG suchten den See am Sonntag nach Polizeiangaben mit Hilfe von Tauchern und einer Drohne nach dem vermissten 53-Jährigen ab, bis dieser schließlich gefunden wurde. Ein Rettungsversuch sei erfolglos verlaufen, hieß es in einer Mitteilung. Der Mann aus Kleve war laut Polizei in dem nicht zum Baden freigegebenen Baggersee gemeinsam mit einem Bekannten schwimmen gegangen. Nach dessen Angaben habe der 53-Jährige um Hilfe gerufen und sei untergegangen. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor den Risiken beim Baden in ehemaligen Abbaugebieten. An einigen Stellen sei das Wasser möglicherweise zwar nur hüfttief, einen Meter weiter könnte es aber bereits bis zu zehn oder zwölf Meter tief sein. Zudem seien die Temperaturunterschiede oft hoch und könnten auch geübte Schwimmer an ihre Grenzen bringen. Guten Morgen aus Frankfurt! Die angenehmsten Stunden des Tages sind schon fast wieder vorbei. Die Sommerhitze hat Deutschland und weite Teile Europas nach wie vor fest im Griff. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt zu Wochenbeginn vor starker, gebietsweise sogar extremer Wärmebelastung im Südwesten des Landes. Zugleich könnte es demnach markante Gewitter geben, die im Tagesverlauf vom Thüringischen Schiefergebirge und vom Untermain weiter nach Süden ziehen könnten. Bereits am Sonntag hatten die Wetter-Experten des DWD mitgeteilt, dass sich die Hitze in der Wochenmitte auch wieder auf Norddeutschland ausdehne und im Südwesten lokal die 40-Grad-Marke erreicht werden könne. Das sei allerdings noch unsicher. Hinweise auf eine Abkühlung lieferten die Wettermodelle „nach aktuellem Stand frühestens ab kommendem Wochenende“, hieß es weiter. Hanna MasaGewitter in Berlin sorgt für 160 Feuerwehreinsätze und Event-AusfälleNach einem sehr warmen Vormittag war gegen Mittag eine Gewitterfront von Westen kommend über Berlin gezogen und hatte rund 160 zusätzliche Einsätze der Feuerwehr ausgelöst. Es gab heftige Windböen und Platzregen. Auch mehrere Veranstaltungen mussten unterbrochen werden. Gründe für die Einsätze der Feuerwehr waren laut dem Sprecher meist Keller, die mit Wasser voll gelaufen waren, die übergelaufene Kanalisation an Straßen und Kreuzungen sowie Bäume und Äste, die von den Sturmböen beschädigt wurden, so dass die Gefahr bestand, dass sie herabstürzten. Die Feuerwehr erließ vorübergehend den Ausnahmezustand Wetter, in dem die Einsätze nicht mehr chronologisch, sondern nach der Dringlichkeit abgearbeitet werden. Auch die Freiwilligen Feuerwehren wurden alarmiert. An einigen Orten in Berlin wurden Verkaufsstände von Sommerfesten durch Windböen beschädigt. Auch einige der 300 Bühnen für die Konzerte zur Fête de la Musique am heutigen längsten Tag des Jahres waren betroffen. Auf dem Hansaplatz in Mitte soll ein Mensch bei einer Veranstaltung einen Stromschlag erlitten haben, weil Wasser an Stromkabel kam. Auch einige Freibäder mussten wegen der Sturmböen und Gefahr durch Blitze aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen werden. Das Profi-Tennisturnier der Damen in Grunewald wurde unterbrochen. Beim Bürgerfest zum zweiten Veteranentag im Regierungsviertel am Reichstagsgebäude suchten die zahlreichen Besucher Schutz vor dem Platzregen. Freiluftbereiche beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung waren ebenfalls betroffen.Gewitter und noch steigende Temperaturen in HessenOffenbach. Dunkelviolett zeigt die Karte des Deutschen Wetterdienstes für Hessen, auf der dieser die aktuellen Hitzewarnungen vermerkt. Es herrscht die höchste Warnstufe, und so wird es den Prognosen zufolge auch in den nächsten Tagen sein.Heftiges Gewitter legt S-Bahn-Strecken in Berlin lahmDurch ein heftiges Gewitter ist der Berliner S-Bahn-Verkehr auf einigen Strecken kurzzeitig unterbrochen worden. Die Bahn sprach am Mittag auf der Onlineplattform X von witterungsbedingten Beeinträchtigungen und bat um Verständnis.Betroffen waren unter anderem die Hauptstrecke zwischen Friedrichstraße und Tiergarten, wo es keinen Zugverkehr mehr gab, sowie die Strecken zwischen Gesundbrunnen und Hauptbahnhof und zwischen Wedding und Gesundbrunnen. Auf den Anzeigetafeln stand: „Nutzen Sie alternative Verkehrsmittel.“Nach einem sehr warmen Vormittag zog gegen Mittag eine Gewitterfront von Westen kommend über Berlin. Es gab heftige Windböen und Platzregen. Einige Freibäder schlossen aus Sicherheitsgründen vorübergehend. Hitzewelle in Europa: WM-Fanzone in Madrid bleibt Sonntag geschlossenWegen der derzeitigen Hitzewelle bleibt die WM-Fanzone in der spanischen Hauptstadt Madrid am Sonntag geschlossen. Der spanische Fußballverband RFEF erklärte am Samstag, das Public Viewing des Spiels zwischen Spanien und Saudi-Arabien sei aus „Sicherheitsgründen und zum Schutz der öffentlichen Gesundheit“ abgesagt worden. Fans sollten sich die auf 18.00 Uhr angesetzte Partie in klimatisierten Räumen anschauen und Hitze meiden.Spanien leidet derzeit wie andere europäische Länder unter einer Hitzewelle. In Madrid werden am Sonntag Temperaturen von 39 Grad Celsius erwartet. Europameister Spanien hatte bei seinem ersten WM-Spiel gegen Kap Verde nur ein 0–0 Unentschieden erreicht und steht jetzt gegen Saudi-Arabien unter Zugzwang. Bis zu 39 Grad im Südwesten – Hitzerekord in SichtDer Südwesten steuert auf den bislang heißesten Tag des Jahres zu. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) werden für Montag bis zu 39 Grad erwartet. Damit könnte sogar der bisherige Temperaturrekord in Baden-Württemberg für einen Juni wackeln. Dieser liegt bei 38,9 Grad – gemessen am 30. Juni 2019 in Mannheim.Schon heute – das ist der längste Tag des Jahres – werden laut DWD verbreitet 31 bis 36 Grad erwartet. Im Breisgau könnten sogar bis zu 38 Grad erreicht werden. Dazu kommen schwülwarme Luft und die Gefahr von Schauern und Gewittern.Vielerorts bleibt es auch nachts warm, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte: Die Temperaturen sinken nicht immer unter 20 Grad. Laut Wetterdienst gibt es auch am Dienstag wenig Wetteränderung. Der DWD warnt deswegen vor Hitze: Voraussichtlich bis zum kommenden Wochenende soll die starke Wärmebelastung anhalten. Als Schwellenwert bei Hitzewarnungen gilt für eine starke Wärmebelastung, dass die gefühlte Temperatur über etwa 32 Grad liegt und es nachts nur eine geringe Abkühlung gibt. Von extremer Wärmebelastung spricht der DWD, wenn die gefühlte Temperatur über 38 Grad liegt. Irem Yildirim35 Départements betroffen: Frankreich schränkt Alkoholkonsum einFrankreich verbietet ​wegen einer extremen Hitzewelle den Alkoholkonsum ⁠in der Öffentlichkeit während des landesweiten Musikfestes „Fête de la Musique“ ‌in besonders betroffenen Regionen. Das Verbot gelte am 21. Juni in allen ‌Départements, für ‌die ab Sonntagmittag die höchste Hitzewarnstufe ausgerufen werde, teilte das Büro ​von Ministerüräsident Sebastien ⁠Lecornu am Samstag nach einer Krisensitzung mit. Die örtlichen ​Präfekten würden entsprechende Verordnungen für ⁠den öffentlichen Raum ‌erlassen. Zudem werde bei allen staatlich organisierten Veranstaltungen kein Alkohol ausgeschenkt.Der ⁠Wetterdienst Meteo ⁠France hat für Sonntag in ⁠35 Départements ​eine ⁠Hitzewarnung der Stufe „rot“ ​ausgegeben, darunter auch für die ‌Hauptstadt Paris. Frankreich muss Kernkraftwerke drosselnIn Frankreich sorgt die Hitzewelle für Probleme in den Kernkraftwerken. Im Land werden ab Montag Temperaturen von bis zu 40 Grad erwartet. Der französische Staatskonzern EDF warnt deshalb, dass drei Kraftwerke an den Flüssen Rhône und Garonne mit Produktionskürzungen rechnen müssen. Die dortige Erzeugung von Atomstrom war in diesem Jahr ‌bislang relativ konstant; sie hatte sich eigentlich von den Tiefständen von vor einigen Jahren erholt.Betreiber EDF drosselt allerdings die Produktion, wenn sich die Wassertemperaturen einem Schwellenwert nähern, der je nach Kernkraftwerk variiert. Flachere, langsamere Flüsse sind stärker von Störungen bedroht. Das Unternehmen gab Produktionswarnungen für die Kernkraftwerke Golfech und Blayais an der Garonne im Südwesten und Bugey an der Rhône im Osten heraus. Auch das Kernkraftwerk Saint-Alban an der Rhône soll voraussichtlich ab dem 23. Juni betroffen sein.Die Einschränkungen könnten auch Auswirkungen auf die französischen Stromexporte haben. Befürworter einer Rückkehr der Atomkraftnutzung in Deutschland verweisen darauf, dass Frankreich in den vergangenen Jahren einen Exportüberschuss verzeichnen konnte, während Deutschland Strom importierte. Allerdings warnen Kritiker der Atomkraft davor, dass ‌Frankreich mit dem Klimawandel und den steigenden Temperaturen in den kommenden Jahren Probleme bei der Erzeugung bekommen könnte.Ein Wochenende in Bayern zwischen Hitze und GewitterEs bleibt heiß in Bayern, allerdings könnten Gewitter für Abkühlung sorgen – bevor es dann erneut warm wird. Die Höchstwerte sollten nach der Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bei 37 Grad liegen. Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) wies auf die Gefahren durch Hitze hin, insbesondere für Senioren, Schwangere und Kleinkinder. „Bei älteren Menschen ist die Gefahr der Dehydrierung besonders groß, da das Durstgefühl verringert sein kann und ein Flüssigkeitsmangel oft nicht bemerkt wird. Darauf sollten pflegende Angehörige achten“, sagte die Ministerin. Kühler blieb es am Samstag auf dem Großen Arber im Bayerischen Wald mit 25 Grad. Auch im südlichen Bayern verschaffte ein Ausflug auf einen Berg ein wenig Abkühlung, auf 2.000 Metern sollten es nur 18 Grad werden.Für die Nacht zum Sonntag rechnet der DWD mit gelegentlichem Regen. Es soll auf 21 bis 14 Grad abkühlen. Auch am Sonntag gibt es zunächst viel Sonne, ab Mittag sind einzelne Gewitter möglich, wie der DWD mitteilt.DWD gibt Unwetterwarnung für Cottbus und Landkreise herausDer Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Unwettergefahren wegen schwerer Gewitter am Nachmittag im Süden und Osten Brandenburgs. Die Unwetterwarnung gelte bis voraussichtlich 15.00 Uhr, teilte der DWD am Nachmittag kurzfristig mit.Betroffene Gebiete seien die Stadt Cottbus sowie die Landkreise Dahme-Spreewald, Oder-Spree und Spree-Neiße. Es bestehe die Gefahr von schweren Gewittern. Der DWD listet auch einige Gefahren auf: Dazu zählen unter anderem Blitzschlag, umstürzende Bäume und Gerüste, herabfallende Äste und Dachziegel, Überflutungen und Hagelschlag. Hitze legt Server der Kölner Verkehrs-Betriebe lahm Die Hitze schlägt nicht nur uns Menschen aufs Gemüt, sondern hat auch zu technischen Störungen bei den Servern der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) geführt. Das Unwetter und die große Hitzewelle legten am Freitagabend die Datenversorgung der KVB lahm, wie das Unternehmen mitteilte. Auf den Anzeigen an den Haltestellen, in der KVB-App und auf der Website könnten derzeit keine aktuellen Fahrplandaten und keine Störungen angezeigt werden, teilte die KVB mit. Der Ticketverkauf über die KVB-App und an den Automaten sei dagegen möglich. Der Fahrbetrieb sei gewährleistet, betonte die KVB. In ganz NRW kam es wegen des Unwetters am Freitagabend zu zahlreichen Einsätzen. Besonders betroffen war Bergheim (Rhein-Erft-Kreis): Hier musste die Feuerwehr zu über 100 Einsätzen ausrücken. Die Einsatzkräfte wurden insbesondere wegen vollgelaufener Keller, umgestürzter Bäume und größerer Ästen auf Fahrbahnen alarmiert. Verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand. Strom zu verschenkenZumindest der Strompreis profitiert von dem sonnigen Wetter: Im Großhandel ist er an diesem Samstag zwischen 11 und 15.15 Uhr für 0 Euro je Megawattstunde zu haben. Das liegt daran, dass sehr viele Solaranlagen (mit einer Leistung von insgesamt etwa 48 Gigawatt) gleichzeitig in das Netz einspeisen und am Wochenende oft weniger Strom verbraucht wird als an Werktagen. Auch am Sonntag ist Strom zwischen 10.45 und 15.30 Uhr zu verschenken.Unmittelbar profitieren davon Verbraucher nur mit dynamischen Stromtarifen, bei denen sich der Preis je nach Börsenstrompreis minütlich ändern kann. Mittelbar wirken sich niedrige Strompreise im Großhandel aber auch auf Verbraucher in herkömmlichen Tarifen aus.Der Bundesverband Solarwirtschaft teilte am Samstag mit, dass in Deutschland mittlerweile rund sechs Millionen Solaranlagen installiert seien. Nach Schätzungen des Verbands wurden damit zwischen 2025 und 2025 knapp 390 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt, die fossile Energieimporte im Wert von 20 Milliarden Euro ersetzt haben. „Jede neue Solaranlage senkt unsere Abhängigkeit von Energieimporten und macht Strompreise widerstandsfähiger gegen geopolitische Krisen“, sagte Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig in einer Mitteilung des Verbands.Kaum Störungen im Bahnverkehr durch große HitzeDie Deutsche Bahn hat die große Hitze bis zum Mittag gut und ohne größere Störungen bewältigt. Nur Gewitter mit heftigen Windböen beeinträchtigen den Betrieb in einigen Gebieten vorübergehend, wie eine Bahnsprecherin der dpa sagte. Bislang gebe es keine gravierenden Unterschiede zu anderen Tagen.Im Bereich Hannover und Papenburg (beide in Niedersachsen) sowie bei Siegen (NRW) gab es demnach zeitweilig eingeschränkten Betrieb, weil durch Sturmböen Äste abgerissen wurden und auf die Schienen fielen. Ausfälle der Stromversorgung mit Auswirkungen auf die Klimaanlagen habe es bislang glücklicherweise nicht gegeben, hieß es.Mehr ladenTickarooLive Blog Software