Spielfilm „The Love That Remains“: Die Ereignislosigkeit ist das Ereignis

Regisseur Hlynur Pálmason zeigt im langsam geschnittenen Spielfilm „The Love That Remains“ den Alltag eines getrennten Paars. Streit gibt es kaum – und keine Moral.

Anna (Saga Garðarsdóttir) will in „The Love That Remains“ als Künstlerin, nun, hoch hinaus

Plaion

Manchmal gehen Stille und Plakativität auch zusammen. „The Love That Remains“ beginnt mit dem Bild eines Hauses, das langsam auseinandergenommen wird. Das Dach wird abgehoben, dazu ruhige Klaviermusik. Die Plakativität ist hier durchaus angenehm, die Symbolträchtigkeit ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Bild und Filmtitel. Es wird in den nächsten fast zwei Stunden darum gehen, was bleibt, nachdem etwas in seiner alten Form verschwunden ist. Denn um im Bild zu bleiben: Das Gerüst des Hauses, die Wände, bleiben in dieser Sequenz erhalten.