Mit Virgin Media O2 und VodafoneThree haben zwei Mobilfunkprovider in Großbritannien einen „Kill Switch“ eingeführt, um Smartphones, die aus ihren Filialen gestohlen wurden, aus der Ferne zu deaktivieren. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf anonyme Quellen, publik gemacht haben die Konzerne den Schritt nicht. Der sei erfolgt, nachdem sich mehrere Hersteller von Mobilgeräten geweigert hätten, umfassendere Maßnahmen zum Diebstahlschutz umzusetzen, schreibt die Zeitung. Der Schritt folge auf ein ähnliches Vorgehen in den Niederlanden und soll dabei helfen, dem verbreiteten Diebstahl Einhalt zu gebieten.

Intensive Debatte über Maßnahmen gegen Diebstahl

Laut der britischen Zeitung funktioniert die britische Diebstahlsperre nur bei Geräten, die noch nicht verkauft wurden. Werde ein gestohlenes Smartphone angeschaltet, lande es in einer speziellen Datenbank, woraufhin „ein Prozess angeleiert wird, der es deaktiviert“. Das funktioniere aber nicht bei verkauften Geräten, weil sie dem Provider nicht mehr gehören. Der Schritt folgt einer Serie von Einbrüchen in Geschäften von Providern, bei denen teilweise Geräte im Wert von zehntausenden britischen Pfund gestohlen wurden. BT führt die Technik demnach nicht ein, der größte britische Mobilfunkprovider setzt demnach auf andere Maßnahmen, um Läden, die Lieferkette und Angestellte zu schützen. Welche das sind, schreibt die Zeitung nicht.