Abkühlung immer dabei: «HushJet Mini Cool» von Dyson. PD Technische Geräte helfen dabei, sich vor extremer Hitze zu schützen. Der neueste Trend sind kleine Ventilatoren, die man überallhin mitnehmen kann.Daran, dass Menschen zwar körperlich anwesend sind, von ihrer Umwelt aber auditiv gar nichts mitbekommen, hat man sich mittlerweile gewöhnt. So allgegenwärtig sind die On-Ear-Kopfhörer, die nicht nur optisch den Gehörschützern auf Baustellen ähneln. Sie blenden auch Hintergrundgeräusche aus – in Kombination mit Musik sogar komplett. Fächer 2.0Nun kann man sich seine eigene Klimazone erschaffen. Tragbare Miniventilatoren mit viel Power entwickeln sich gerade vom Nischenprodukt zum ganz normalen Accessoire. In asiatischen Ländern haben sie sich bereits etabliert. Hier kommen sie an, weil wir uns viel von dort abschauen: Musik, Kosmetik, «kawaii». Und natürlich auch, weil unsere Umgebung (noch) nicht an die heissen Tage angepasst ist. Wenn die Temperatur im Tram nur 5 Grad unter der Aussentemperatur liegt, greift man zu jeder Möglichkeit, sich Abkühlung zu verschaffen. Tragbarer Ventilator als Accessoire: Besucherin der Menswear-Spring/Summer-Shows 2026 in Paris. Getty Images Klassisches Gadget für diesen Fall wäre natürlich ein Fächer; auf Englisch heissen Ventilatoren und Fächer auch beide gleich: «fan». Letzterer hat durchaus Stil (Karl Lagerfeld lässt grüssen), bedeutet aber mehr Arbeit. Zudem ging vergessen, dass der Fächer einst mehr war als nur ein Luftwedel: Er war ein Instrument der sozialen Interaktion, ein Werkzeug für den subtilen Flirt, eine Projektionsfläche für Status und nonverbale Codes. Mit ihm trat man in einen Dialog mit der Welt, statt sich von ihr abzuschotten. Guter Look: Karl Lagerfeld machte den Fächer zu seinem Markenzeichen, hier 1983 in Paris. Getty Images Die eigene KomfortzoneSeit sich Handys etabliert haben, ist sowieso jegliche Schwelle gefallen, sich mithilfe von Gadgets eine eigene kleine Welt zu erschaffen. Zu viel nerviger Lärm? Musik. Zu langweilig? Reels. Zu wenig Infos? AI. Und nun auch: Zu heiss? Ventilator! Und im Gegensatz zu einem Fächer hat man mit einigen der neu entwickelten Ventilatoren sogar beide Hände frei. Für einen Matcha Latte zum Beispiel. Und für das Natel natürlich. So vollendet der Miniventilator, was der Kopfhörer begonnen hat: die Transformation des öffentlichen Raums in eine private Komfortzone. Hängen, stehen, tragen: «HushJet Mini Cool», in drei Farben, 99 Franken, von Dyson. Die Geräte dafür werden immer ausgeklügelter. Hatte man zuerst Ventilatoren, die von Hand oder mit einer Batterie angetrieben wurden, sind es nun Akkus, die mit dem gleichen USB-C-Kabel geladen werden wie das Handy. Innovativ auf diesem Gebiet sind Dyson und Shark: Ersterer präsentiert mit dem «HushJet Mini Cool» einen tragbaren Miniventilator, der mit 212 Gramm so viel wiegt wie ein durchschnittliches Smartphone. Fünf verschieden starke Luftströme plus ein Boostmodus stehen zur Auswahl.Der Luftstrom des kleinen Geräts kann gelenkt werden. Man kann es auf den Schreibtisch stellen, mit sich herumtragen oder sich am mitgelieferten Band um den Hals hängen. Zusätzlich erhältlich sind eine Universalhalterung zur Befestigung an Kinderwagen und anderen Objekten sowie ein Grip-Clip, mit dem sich der Ventilator an Taschenriemen oder Jacken befestigen lässt. PD Privater Sprühnebel, Haut-Kühler oder Ventilator: «ChillPill», in sieben Farben erhältlich, etwa 130 Franken, von Shark, zum Beispiel bei Galaxus. Shark hat mit der «ChillPill» noch mehr zu bieten als «nur» Luft: Das «3-in-1-Erfrischungssystem» verfügt über einen zehnstufigen Ventilator, einen feinen Sprühnebel, den man sich für kurze oder längere Zeit auf die Haut sprühen kann, sowie eine «InstaChill»-Platte, die die Hauttemperatur laut dem Hersteller um bis zu 9 °C senken soll. Dazu presst man das Gerät leicht gegen die Haut.Bitte recht rücksichtsvollBaut man sich eine eigene Klimazone, gilt es, wie immer Rücksicht auf die Umgebung zu nehmen. Wirken Menschen genervt vom Geräusch? Dieses ist zwar bei modernen Geräten leise, aber dennoch vorhanden. Noch schlimmer: Pustet man aus Versehen andere an, die das gar nicht wollen? Falls ja, muss man das Gerät anpassen, den Platz wechseln – oder es eben ausschalten. Newsletter Die besten Artikel aus «NZZ Bellevue», einmal pro Woche von der Redaktion für Sie zusammengestellt.
Sind Handventillatoren das neue Must-have des Sommers?
Technische Geräte helfen dabei, sich vor extremer Hitze zu schützen. Der neueste Trend sind kleine Ventilatoren, die man überallhin mitnehmen kann.












