PfadnavigationHomePolitikDeutschlandArbeitsministerinBas lobt Vorschläge der Rentenkommission als „Gesamtkunstwerk“Stand: 19:05 UhrLesedauer: 2 MinutenBärbel Bas beim Tag der offenen Tür in ihrem MinisteriumQuelle: Christophe Gateau/dpaArbeitsministerin Bärbel Bas lobt die Vorschläge der Rentenkommission als „Gesamtkunstwerk“. Sie hält auch ein Aus der Rente mit 63 für vertretbar, kündigt aber Übergangsfristen an.Die geplante Abschaffung der abschlagsfreien früheren Rente soll nach Aussage von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) von Schritten zum Schutz von unmittelbar Betroffenen flankiert werden. „Wir müssen jetzt gucken, dass die Frühverrentungen reduziert werden“, sagte Bas bei einem Bürgerdialog vor ihrem Ministerium in Berlin. „Aber es soll Vertrauensschutz gelten und Übergangsfristen.“Im Grundsatz lobte Bas die am Vortag durchgesickerten Empfehlungen der Rentenkommission. „Das ist natürlich auch so ein Gesamtkunstwerk, weil man halt über alle Generationen denken muss, wenn man ein neues System macht. Und deshalb ist es nicht ganz so einfach.“ Die Vorschläge umfassen ein langsam mit der Lebenserwartung steigendes Rentenalter und den Wegfall des Renteneintritts ohne Abschläge nach 45 Beitragsjahren, bekannt als „Rente mit 63“.Lesen Sie auchOffiziell sollen die Vorschläge dem Kanzler und der Arbeitsministerin am Dienstag präsentiert werden. Bas kündigte an, dass die Koalition prüfen werde, „welche Jahrgänge jetzt betroffen sind, wenn wir das denn umsetzen“. Die Vorschläge der Rentenkommission müssten insgesamt nun politisch diskutiert werden. „Deshalb müssen wir jetzt gucken, wie wir mit den Ergebnissen umgehen.“Gut sei, „dass über alle Generationen jetzt geguckt wird: Wie können wir die Rentenversicherung für alle Generationen bezahlbar halten?“ Ansonsten würden die Beiträge in den nächsten Jahren laut Bas enorm steigen, weil die Babyboomer in Rente gingen. „Und das würde bedeuten für die, die arbeiten gerade: weniger Geld im Portemonnaie.“„Wird nicht an allen spurlos vorbeigehen“Bas begrüßte den Vorschlag der Kommission, zusätzliche Rentenbeiträge am Kapitalmarkt anzulegen. Konkret skizzierte Bas das Modell so: „Die Rentenversicherung legt für jeden ein Konto an, und da soll in den nächsten Jahren angespart werden, so dass das Rentenniveau für gerade die junge Generation (...) in Zukunft höher ist als heute.“Das Rentenniveau – eine zentrale Größe für die Höhe der jährlichen Rentenanpassungen – sei heute eingefroren. „Wenn wir nichts machen, würde es sinken“, so Bas bezüglich der Lage ab 2032, wenn die aktuelle Gesetzeslage ausläuft. „Wir wollen, dass es die nächsten Jahre wieder hochgeht.“ Bei der dazu geplanten Kapitalsäule solle das Geld vom bestehenden Staatsfonds Kenfo oder der Bundesbank renditeorientiert und ohne Gebühren angelegt werden.Lesen Sie auch„Alle müssen ein Stück weit dazu beitragen, und es wird nicht an allen spurlos vorbeigehen“, sagte Bas. Man wolle, dass die Rente auch in den nächsten Jahren gerade für junge Leute sicher sei.dpa/sebe