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Zwei Tage hat die Befragung des Zeugen Matthias Rohde* im großen Saal des Landgerichts Rostock schon gedauert, als er diesen unglaublichen Satz sagt: »Wir sind ein Paar.« Rohde blickt hinüber zu Gina Auerbach*, die auf der Anklagebank sitzt, und es wirkt für einen Moment so, als hätten die beiden den Gerichtsprozess und die ganze Welt um sich herum vergessen. Es ist ein Donnerstag Ende April 2026, an dem dieser Satz fällt, der dem ansonsten so besonnen wirkenden Richter Holger Schütt die Gesichtszüge entgleiten lässt.
Matthias Rohde, 35 Jahre alt, ist der Vater des ermordeten Jungen Fabian, und Gina Auerbach soll es gewesen sein, die den Achtjährigen an einem Freitag im Oktober 2025 mit sechs Messerstichen getötet und an einem abgelegenen Tümpel in der Mecklenburgischen Seenplatte verbrannt hat. Davon geht jedenfalls die Rostocker Staatsanwaltschaft aus. Fabians Vater hatte sich im vergangenen Sommer von Gina Auerbach getrennt. In vager »Hoffnung auf Wiederaufnahme einer für sie auch monetär vorteilhaften Beziehung«, so formuliert es die Anklage, habe sie Fabian getötet. Die 30-jährige Angeklagte bezieht Erwerbsminderungsrente, offenbar wegen psychischer Probleme. Bevor sie in U-Haft kam, widmete sie ihr Leben ihren fünf Pferden, die im Dorf ihrer Großeltern südlich von Güstrow stehen.







