Geschenktes Flugzeug für den Präsidenten: Donald Trump präsentiert eine Boeing-747 von Katar als Interims-Air Force OneDie Maschine hatte Katar vergangenes Jahr überreicht. Nach einem Umbau geht sie am 4. Juli zum Unabhängigkeitstag in Dienst.21.06.2026, 17.45 Uhr3 LeseminutenUS-Präsident Donald Trump präsentiert auf der Joint Base Andrews im US-Gliedstaat Maryland das von Katar geschenkte Flugzeug vom Typ VC-25B, das künftig als «Air Force One» dienen wird (19. Juni 2026).Elizabeth Frantz / Reuters2025 nahm Donald Trump – trotz massiver Proteste – ein ziemlich ungewöhnliches Geschenk von Katar an: eine 14 Jahre alte Boeing 747-8. Die Maschine war einst an die Airline der Herrscherfamilie Quatar Amiri Flight ausgeliefert und zuvor in Basel zur VIP-Version umgebaut worden. Am Samstag stellte Trump die neue Air Force One vor: Sie wird am US-Unabhängigkeitstag zum Bestehen der Vereinigten Staaten seit 250 Jahren am 4. Juli offiziell in Dienst gestellt.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Trump oder Stellvertreter J.D. Vance werden das neue Flugzeug neben einer weiteren bestehenden Air Force One als zusätzliches Präsidentenflugzeug nutzen. Die ältere der beiden bestehenden Air Force One wird zu diesem Datum ausgemustert. Mit genau dieser Maschine war Trump erst vor wenigen Tagen in Genf zum G-7-Gipfel im französischen Evian angereist. Es war der letzte Einsatz dieser Maschine.Boeing-747 wurde in Basel umgebautDie an Trump verschenkte 747-8 wurde einst von Amac Aerospace in Basel umgebaut und ist im Innern in pompösem Ambiente für das Herrscherhaus von Katar ausgestattet. Die in dreijähriger Arbeit zum VIP-Flieger umgerüstete Maschine bietet nun anstelle für 400 Passagiere Platz für insgesamt bis zu 89 Gäste plus Crew mit mehreren speziell abgetrennten Wohn- und Schlafbereichen für die Herrscherfamilie und Bedienstete. Der dritten «Air Force One» fehlt trotz jüngster Umbaukosten von etwa 400 Millionen US-Dollar bei L3Harris Technologies in Florida aber wohl ein Teil des Spezial-Equipments, das diese Maschinen eigentlich auszeichnet.Bisher gibt es immer zwei dieser Regierungsflugzeuge. Die beiden baugleichen Exemplare werden per Rufzeichen entweder als Air Force One oder Air Force Two genannt, je nachdem ob Präsident Trump oder sein Stellvertreter J.D. Vance an Bord sind. Die beiden als Typ VC25A bezeichneten 747-200B sind mit einem Alter von mehr als 30 Jahren aber schon Oldtimer: Sie fliegen seit den frühen 1990er Jahren. Das macht sie anfällig in punkto zusätzlicher Wartung und Ersatzteile. Deshalb wird nun auch die ältere der beiden Maschinen zum 4. Juli ausgemustert.Geschützt vor Raketen und AtombombenexplosionenDie Air Force One gilt als sicherster Airliner der Welt. Beide Flugzeuge sind mit einem hochmodernen Selbstschutzsystem ausgerüstet. Dieses schützt im Falle eines Terrorangriffs mit Raketen. Sie sind gegen einen Ausfall ihrer elektronischen Fähigkeiten geschützt, die bei einer Atombombenexplosion drohen würde. Die Maschinen können sogar in der Luft betankt werden. Diese Reichweitenverlängerung wurde für die 747 aus Katar aber anscheinend bereits als unnötig eingestuft und wäre technisch in der Kürze der Zeit auch nicht zu realisieren gewesen.Beide bisherigen Regierungsflugzeuge haben zudem modernste Kommunikationssysteme an Bord. In Kriegs- oder Krisenzeiten sind sie fliegende Kommandostände für den US- Präsidenten. Er hat von dort Zugriff auf alle Informationen von Militär und Geheimdiensten und kann diese im Gegenzug instruieren. Für den Präsidenten und Ehefrau sind Schlafräume vorhanden, dazu Konferenz- oder Ruheräume sowie Plätze für Mitarbeiter und eingeladene Journalisten. Die Reichweite der bisherigen 747-200B liegt bei fast 12 000 Kilometern.Ein von der US-Luftwaffe zur Verfügung gestelltes Foto zeigt die Boeing 747-8 auf der Joint Base Andrews im US-Gliedstaat Maryland.US AIR FORCE HANDOUT / EPADie Frage, in welcher Lackierung die neue Air Force One aus Katar erscheint, wurde bereits vor wenigen Tagen beantwortet. Der US-Präsident hatte sich schon in seiner ersten Amtszeit für eine neue Farbgebung mit mehr Rot und einem dunkleren Blauton statt der früher üblichen hellblau-weissen Lackierung ausgesprochen. Nun hat sich Trump damit bei der Ex-Katar-747 durchgesetzt. Sie erhielt eine Bemalung nach dem Design- Wunsch des Präsidenten, ergänzt durch eine stilisierte grosse US-Fahne auf dem Seitenleitwerk.Die beiden bereits seit 2021 im Bau befindlichen neuen Air Force One ebenfalls auf Basis von Boeing 747-8 sollten eigentlich schon fliegen. Aufgrund extremer Verzögerungen beim Umbau und Problemen mit der Vernetzung der komplexen Systeme wird ihre Indienststellung aber frühestens 2029 erwartet.Passend zum Artikel
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Die Maschine hatte Katar vergangenes Jahr überreicht. Nach einem Umbau geht sie am 4. Juli zum Unabhängigkeitstag in Dienst.










