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Iran-Krieg: Vance berichtet von Fortschritten bei Verhandlungen Live-Blog Trump fordert Iran auf, Hisbollah aufzuhalten +++ Irans Präsident signalisiert USA schriftlichen Verzicht auf Atombombe +++ Iran: Straße von Hormus weiter gesperrt +++ Der Newsblog.

21.06.2026 - 17:09 Uhr aktualisiert Artikel anhörenJD Vance: Der US-Vizepräsident berichtet nach den ersten Gesprächen in der Schweiz der Presse. Foto: Getty ImagesUS-Regierung widerspricht iranischem Militär zu Straße von HormusDie US-Regierung hat die Angaben des iranischen Militärs zu einer erneuten Blockade der Straße von Hormus als falsch zurückgewiesen. In den vergangenen 24 Stunden hätten 67 Schiffe die Meerenge passiert, sagte Energieminister Chris Wright dem Sender Fox News. Was den Transport von Öl und Ölprodukten angeht, entspreche dies in etwa dem Verkehrsaufkommen vor Kriegsbeginn.Wright räumte ein, manche Reeder hätten immer noch Bedenken, die Meerenge wieder zu nutzen. Der Iran habe im zentralen Teil der Wasserstraße verlegte Minen auch noch nicht geräumt. Die USA hätten jedoch eine Route im Süden der Meerenge geöffnet und eskortierten Schiffe, die diese nutzen.In einer am Donnerstag unterzeichneten Rahmenvereinbarung sagten beide Seiten zu, die Blockaden aufzuheben. Doch am Samstag erklärte das gemeinsame Militärkommando des Iran, die Meerenge werde wegen der israelischen Angriffe auf die mit dem Iran verbündete Hisbollahmiliz im Libanon erneut gesperrt. Das US-Militär widersprach und kündigte an, sicherzustellen, dass der Schiffsverkehr durch die Meerenge ungehindert fließt.Trump fordert Iran auf, Hisbollah aufzuhaltenUS-Präsident Donald Trump verlangt von der iranischen Regierung in einem Truth-Social-Post, diese solle ihre „gut bezahlten“ Stellvertreter im Libanon davon abhalten, weiter Probleme zu bereiten. Damit dürfte vor allem die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz gemeint sein, gegen die sich die israelischen Luftangriffe und die Bodeneinsätze im Südlibanon richten. Sollte der Iran das nicht tun, würden die USA das Land erneut angreifen, droht Trump.Dass Trump sich während der laufenden Verhandlungen in der Schweiz zu Wort meldet, dürfte als Zeichen des Drucks auf die iranische Delegation zu werten sein. Diese macht den Ausgang der Beratungen vor allem davon abhängig, ob Israel die Angriffe im Libanon tatsächlich einstellt. Wegen der fortlaufenden Attacken hatte Teheran erklärt, die Straße von Hormus erneut für alle Handelsschiffe zu sperren.Vance berichtet von Verhandlungen – wenig KonkretesUS-Vizepräsident JD Vance hat nach der ersten Verhandlungsrunde in der Schweiz einen Zwischenstand vor der Presse verkündet und dabei keine Tendenz erkennen lassen. Vance sagte: „Wir wollen den Nahen Osten transformieren. Der Iran war bisher ein Treiber der regionalen Instabilität. Jetzt sehen wir die Chance auf Frieden und Wohlstand. Die Benzinpreise in den USA sinken bereits und Öl und Gas fließen langsam wieder. Jetzt schauen wir, ob wir darauf aufbauen können. Präsident Trump hat uns gebeten, eine neue Seite aufzuschlagen, und dem iranischen Volk die Hand zu reichen. Wir haben in den vergangenen Stunden großen Fortschritt gemacht und werden weitere Fortschritte machen.“ Von iranischer Seite gab es zunächst keine Stellungnahme.Auf die Frage nach den anhaltenden israelischen Angriffen im Libanon sagte Vance, auch dort gebe es Fortschritte. „Frieden ist nie leicht, aber der Präsident hat sich dem Frieden in der gesamten Region verschrieben“, sagte der US-Vizepräsident.Irans Präsident signalisiert USA schriftlichen Verzicht auf AtombombeDer iranische Präsident Massud Peseschkian zeigt sich bereit, den USA auch schriftlich zu garantieren, dass der Iran künftig kein Atomwaffenprogramm verfolgen werde. „Falls notwendig, können wir schriftlich festhalten, dass wir nicht beabsichtigen, eine Atombombe zu bauen“, sagte Peseschkian laut Nachrichtenagentur Irna. Ob eine solche Zusicherung Teil der laufenden Gespräche mit den USA in der Schweiz sein wird, ließ er offen.Peseschkian verwies erneut darauf, dass bereits der frühere oberste Führer Ali Chamenei aus religiösen Gründen die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen abgelehnt habe. Chamenei war bei den militärischen Angriffen der USA und Israels am 28. Februar getötet worden und wurde anschließend von seinem Sohn Modschtaba beerbt. Die politische Führung der Islamischen Republik beteuert stets, sie strebe nicht nach Atomwaffen.Zu den anstehenden Verhandlungen mit dem politischen Erzfeind USA äußerte sich Peseschkian zuversichtlich. Die bisherigen Vereinbarungen lägen „wesentlich im Interesse des Irans“. Unter anderem erhoffe sich Teheran finanzielle Vorteile. Als ersten Schritt könnten die sechs Milliarden US‑Dollar – umgerechnet mehr als 5,2 Milliarden Euro – die von den USA in Katar eingefroren wurden, wieder freigegeben werden, so der Präsident.Anwohner berichten von Pause bei israelischen Angriffen im SüdlibanonDie Kämpfe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz sind zu Beginn der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran offenbar gestoppt worden. Anwohner im Südlibanon berichteten von einer Pause bei den israelischen Angriffen am Sonntagmorgen. Auch von der israelischen Seite gab es keine Berichte über Beschuss durch die Hisbollah. Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben Anweisungen erhalten, die Waffenruhe einzuhalten. Es handle ausschließlich defensiv, sagte ein Sprecher.Noch am Freitag und Samstag hatten sich Israel und die mit dem Iran verbündete Hisbollah heftig beschossen. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete mehr als 50 Tote bei israelischen Angriffen seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran am Donnerstag. Zudem kamen fünf israelische Soldaten ums Leben. Israel gab an, am Samstag Infrastruktur der Hisbollah angegriffen zu haben, darunter ein Tunnelnetzwerk in der südlibanesischen Stadt Kfar Tebnit.Das amerikanisch-iranische Rahmenabkommen sieht ein sofortiges Ende des Krieges „an allen Fronten, auch im Libanon“ und die Gewährleistung der „territorialen Integrität und Souveränität“ des Libanon vor. Allerdings sind weder Israel noch die Hisbollah Vertragsparteien. Der Iran besteht darauf, dass sich Israel aus dem Südlibanon zurückziehen müsse, auch wenn der Wortlaut der Übergangsvereinbarung das nicht ausdrücklich vorschreibt. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einen Truppenrückzug bislang verweigert.Iran und USA verhandeln nun direktDie beiden Delegationen verhandeln nach Angaben der Vertreter aus Katar nun direkt miteinander. In einer Hotelanlage nahe des Vierwaldstättersees in der Schweiz beraten die beiden Staaten erstmals darüber, wie ein endgültiges Ende des Irankriegs aussehen könnte. Katar und Pakistan haben als vermittelnde Staaten hochrangige Militärs und Regierungsvertreter entsandt, die die Gespräche begleiten.Katz: Kein Abzug Israels aus „Sicherheitszone“ im Libanon Die israelischen Truppen werden Verteidigungsminister Israel Katz zufolge in den besetzten Gebieten im Südlibanon bleiben. „Israel wird sich nicht aus der Sicherheitszone im Libanon zurückziehen“, erklärt Katz. Es habe in der Vergangenheit keine Einschränkung für israelische Soldaten gegeben, im Libanon gegen Bedrohungen vorzugehen, und es gebe auch jetzt keine. Obwohl nach monatelanger Eskalation der Gewalt seit Freitagnachmittag eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon gilt, hat Israel am Samstag nach eigenen Angaben Ziele der mit dem Iran verbündeten Miliz angegriffen. Dabei seien mindestens zwanzig Menschen getötet worden, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA.Iran: Verhandlungen dauern nur einen TagDie Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA im schweizerischen Bürgenstock sollen nach Angaben aus Teheran nur einen Tag dauern. Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte im Staatsfernsehen IRIB, es sei nicht geplant, die Gespräche über den heutigen Termin hinaus fortzusetzen. Zunächst stünden bilaterale Treffen mit den pakistanischen und katarischen Vermittlerdelegationen an, am Nachmittag folge dann die Runde mit der US-Delegation.Neben den politischen Gesprächen sind auch Arbeitsrunden auf Expertenebene geplant. Die sollen sich unter anderem um die Freigabe blockierter iranischer Bankkonten und mögliche Sanktionserleichterungen drehen. Der iranische Zentralbankgouverneur Nasser Hemmati reiste dafür eigens in die Schweiz. Allerdings ist bislang nicht geklärt, ob auch diese technischen Beratungen bereits nach einem Tag enden oder unabhängig von den Hauptverhandlungen fortgesetzt werden.Ablauf der Verhandlungen in der Schweiz unklarNach der Ankunft von US-Vizepräsident JD Vance am Schweizer Verhandlungsort Bürgenstock gibt es öffentlich keinen klaren Zeitplan für die Friedensverhandlungen mit dem Iran. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, sagt staatlichen Medien, ein Vierertreffen zwischen dem Iran, den USA, Katar und Pakistan werde am Sonntagnachmittag stattfinden. Iran werde bereits früher am Tag Gespräche mit den Vermittlern Katar und Pakistan führen. Das Schweizer Außenministerium erklärt, die Gespräche der Delegationen von Vance und dem iranischen Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf sollten unter Beteiligung von Vermittlern „im Laufe des Vormittags“ beginnen.Straße von Hormus laut iranischen Medien weiter gesperrtKurz vor Beginn US-iranischer Gespräche in der Schweiz bleibt die Straße von Hormus nach Berichten aus dem Iran weiter für die Schifffahrt gesperrt. Die Marine der Revolutionsgarden habe bislang keine Durchfahrtsgenehmigungen für die Meerenge erteilt, meldet die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Insider. Die USA und der Iran hatten sich auf eine 60-tägige Waffenruhe geeinigt, um über ein Friedensabkommen zu verhandeln. Als Reaktion auf israelische Angriffe im Libanon hatten die iranischen Revolutionsgarden die Meerenge jedoch am Samstag für geschlossen erklärt. Das US-Militär hatte dagegen mitgeteilt, dass weiterhin Handelsschiffe in der Wasserstraße unterwegs seien.Vance und Sharif in der Schweiz eingetroffenSowohl die US-Delegation um die Vizepräsidenten J.D. Vance als auch die pakistanischen Vertreter um Ministerpräsident Shehbaz Sharif sind in der Schweiz eingetroffen, um dort an den Verhandlungen mit dem Iran teilzunehmen. Pakistan gilt als wichtigster Vermittler in dem Konflikt.Libanon: Mindestens sieben Tote nach israelischen AngriffenBei erneuten israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach dortigen offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Bei einem Angriff in der Bekaa-Ebene im Osten des Landes seien fünf Menschen getötet worden, darunter ein Kind, eine Frau und zwei ältere Menschen, berichtete die Staatsagentur NNA am Morgen. In der Nähe der südlichen Küstenstadt Tyrus seien zudem zwei Palästinenser ums Leben gekommen. Israels Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten. Laut libanesischen Sicherheitskreisen überwachen israelische Bodentruppen einen strategisch wichtigen Hügel nahe der Stadt Nabatija genau, auch wenn sie dort noch nicht die Kontrolle übernommen haben. Die Hisbollah soll hier mehrere Tunnel und Höhlen nutzen, wo sich auch Hisbollah-Kämpfer und Kommandeure von Irans Revolutionsgarde verstecken sollen.Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtete dagegen, Israels Armee kontrolliere das Gebiet bereits. Dort befinde sich eine befestigte unterirdische Anlage, die mit iranischer Unterstützung errichtet wurde und als eines der wichtigsten Kommando- und Kontrollzentren der Hisbollah im Südlibanon gelte. Dutzende Hisbollah-Kämpfer seien dort eingeschlossen. Vance bricht zu Iran-Gesprächen in die Schweiz aufNach Tagen der Ungewissheit ist US-Vizepräsident JD Vance für Verhandlungen mit dem Iran in die Schweiz aufgebrochen. „Ich denke, wir werden hoffentlich Fortschritte in der Atomfrage erzielen und auch in der Frage der Waffenruhe im Libanon vorankommen“, sagte er vor dem Abflug. Er könne nur für ein oder zwei Tage dort sein, danach würden die Gespräche auf anderer Ebene fortgeführt.Besonders die Kämpfe im Libanon hatten zuletzt für Spannungen zwischen Washington und Teheran geführt. Der Iran hatte deshalb am Samstag eine Schließung der Straße von Hormus verkündet.Berichte: Israels Armee schränkt Libanon-Einsätze einDie israelische Armee stellt Berichten zufolge ihre Angriffe im Libanon außerhalb einer von ihr einseitig ausgerufenen „Sicherheitszone“ ein. Israelische Medien berichteten unter Berufung auf das Militär, dass die Streitkräfte damit einer Anweisung der politischen Führung folgten. Innerhalb dieser Zone, die sich im Süden an der Grenze Israels befindet, setze das Militär die Einsätze jedoch fort, um unter anderem ein großes Tunnelsystem der schiitischen Hisbollah-Miliz zu bekämpfen. Nach Angaben der Armeeführung verbleibt zudem die Option, akute Bedrohungen auch außerhalb des Gebiets anzugreifen.Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte die von der Armee errichtete „Sicherheitszone“ als Barriere zwischen der Hisbollah-Miliz im Libanon und den Bürgern und Gemeinden in Nordisrael bezeichnet. Israel werde sich nicht zurückziehen, solange es seine Sicherheitsbedürfnisse erforderten. Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal hingegen als völkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein.IS bekennt sich zu erneutem Anschlag in SyrienDie Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu einem erneuten Anschlag in Syrien bekannt. Dabei gehe es um einen Anschlag in der Nähe der Stadt Manbidsch in der nordöstlichen syrischen Provinz Aleppo, teilte die militante Gruppe am Samstag auf Telegram mit. Das syrische Verteidigungsministerium hatte zuvor erklärt, in Aleppo seien zwei Soldaten von unbekannten Angreifern getötet worden. Erst vor wenigen Tagen hatte sich der IS zu einem Anschlag auf einen Ableger des syrischen Innenministeriums bekannt, bei dem am Montag ein Mensch getötet worden war. Nach Angaben des Ministeriums hatte einer von zwei Angreifern dabei eine Sprengweste gezündet.Trump: USA könnten Hormus-Mautgebühren erheben, weil sie „Schutzengel“ warenUS-Präsident bringt die Erhebung von US-Mautgebühren für die Straße von Hormus ins Gespräch. Während der Waffenruhe mit dem Iran würden in der Straße von Hormus 60 Tage lang keine Mautgebühren erhoben und auch danach nicht, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social, und schränkt zugleich ein: „Es sei denn, sie (die Mautgebühren) werden von den Vereinigten Staaten von Amerika und zu deren Gunsten erhoben, falls die Vereinbarung nicht zustande kommt – und zwar für Dienstleistungen, die sie als „Schutzengel“ der Länder des Nahen Ostens erbracht haben, zum Zwecke der Erstattung von Kosten in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“. Libanon meldet mehr als 4000 Tote durch israelischen FeldzugDie Zahl der Todesopfer des israelischen Feldzugs gegen die Hisbollah-Miliz ist nach libanesischen Angaben auf mehr als 4000 gestiegen. Das gab das libanesische Gesundheitsministerium am Samstag bekannt, nachdem sich Israel und die Hisbollah erneut heftig beschossen hatten. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete mindestens 16 Tote, nach 47 Todesopfern am Freitag.Die schiitische Hisbollah hatte sich Anfang März, kurz nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran, an die Seite ihrer Schutzmacht Teheran gestellt und Israel attackiert. Israel reagierte mit heftigen Gegenschlägen und einer Bodenoffensive im Südlibanon, bei denen nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums Tausende getötet oder verletzt wurden. Hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen.Behörden: Erneut sechs Tote durch israelisches Militär in GazaBei israelischen Luftangriffen und Schusswechseln sind im Gazastreifen nach Angaben der Gesundheitsbehörden mindestens sechs Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Unter anderem sei ein Wohnhaus in Gaza-Stadt angegriffen worden. Dabei habe es neben vier Toten auch mehrere Verletzte gegeben. Das israelische Militär teilte mit, es habe einen Militanten getroffen, ohne jedoch näher darauf einzugehen. Zu zwei weiteren Vorfällen an anderen Orten mit jeweils einem Toten äußerte sich Israel zunächst nicht. Eigentlich gilt seit Oktober ein Waffenstillstand zwischen Israel und Hamas-Kämpfern im Gazastreifen. Allerdings gibt es immer wieder Verstöße dagegen. Den Behörden zufolge wurden dabei seit Oktober mehr als 1000 Palästinenser durch israelische Angriffe getötet. Nach israelischen Angaben wurden im gleichen Zeitraum vier seiner Soldaten durch Militante getötet.US-Militär: Streitkräfte überwachen Einhaltung des Abkommens mit IranDas US-Militär ist nach eigenen Angaben weiterhin wachsam, um die Einhaltung des Abkommens mit dem Iran sicherzustellen. Die US-Streitkräfte blieben vor Ort und unterstützten die Freiheit der Schifffahrt, erklärt das Militär. Am Samstag hätten 55 Handelsschiffe die Straße von Hormus passiert, damit habe der Verkehr dort zugenommen. Mehr als 17 Millionen Barrel Öl seien durch die Meerenge transportiert worden.Bundesregierung fordert von allen Einhaltung der WaffenruheDie Bundesregierung hat alle Seiten zur Umsetzung der vereinbarten Waffenruhe im Iran-Krieg aufgerufen. Man nutze die Kontakte insbesondere zu den israelischen Partnern, damit das Rahmenabkommen über die Waffenruhe mit Leben erfüllt werde, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Dazu müsse die Hisbollah ihre Angriffe auf den Norden Israels aber auch „wirklich glaubhaft“ einstellen. „Und ich glaube, da sind wir noch nicht so ganz“, fügte er hinzu.Verhandlungsdelegation wird in Kürze in Schweiz reisenDie USA und der Iran werden nach Angaben des Vermittlers Pakistan am Sonntag in der Schweiz miteinander verhandeln. An den Gesprächen auf dem Bürgenstock würden auch Vertreter Pakistans und Katars teilnehmen, erklärt das pakistanische Außenministerium.Die Delegation werde die Einhaltung der Verpflichtungen durch die USA einfordern. Der Iran habe sich an die Verpflichtungen der Absichtserklärung gehalten, erklärt der Sprecher. Die USA seien verpflichtet, Israel zur Beendigung seiner Angriffe auf den Libanon zu bewegen. Die Gegenseite müsse so rasch wie möglich die notwendigen Maßnahmen ergreifen.Iran verkündet Schließung der Straße von HormusDer Iran will die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr sperren. Das zentrale Militärkommando des Landes begründete den Schritt laut Agentur Tasnim mit der Nichteinhaltung der Waffenruhe im Südlibanon, die im Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran vereinbart worden war.Diplomaten bemühen sich in der Schweiz weiter um DialogDie Schweiz bemüht sich weiter um einen Dialog zwischen den USA und dem Iran. Das Land biete auf dem Bürgenstock weiterhin einen diskreten und verlässlichen Rahmen für die Umsetzung einer Absichtserklärung beider Staaten, teilt das Schweizer Außenministerium (EDA) mit. Anwesende Vertreter aus verschiedenen Ländern setzen ihre Bemühungen demnach fort. Zu den Teilnehmern oder den genauen Inhalten macht das Ministerium aus Gründen der Vertraulichkeit keine Angaben. Ursprünglich waren Verhandlungen zwischen Vertretern der USA und des Irans für Freitag geplant gewesen, sie fanden jedoch nicht statt. Medienberichten zufolge sind nun der US-Unterhändler Steve Witkoff und der iranische Außenminister Abbas Araghtschi auf dem Weg zu Verhandlungen in der Schweiz. Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, sei bereits vor Ort.Jared Kushner (l.) und Steve Witkoff, Sondergesandter für Friedensmissionen (r.) ReutersHisbollah greift israelische Truppen nahe Nabatieh anDie radikal-islamische Hisbollah-Miliz hat nach eigenen Angaben israelische Truppen im Süden des Libanons angegriffen. Diese seien in der Nacht in Richtung eines Gebietes nahe der Stadt Nabatieh vorgerückt, erklärt die mit dem Iran verbündete Miliz. Sie werde sich zwar an die seit Freitagnachmittag geltende Waffenruhe halten, werde aber nicht zögern, jeden Versuch Israels, Territorium im Libanon zu erobern, zu bekämpfen. Nabatieh gilt als Hochburg der Hisbollah. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete, bei israelischen Luftangriffen auf den Südlibanon seien mittlerweile mindestens 16 Menschen getötet worden, unter ihnen zwei KinderDas israelische Militär hält nach eigener Darstellung an der Waffenruhe mit der Hisbollah-Miliz im Libanon fest. Man werde aber auch künftig gegen jede Bedrohung Israels und seiner Streitkräfte vorgehen, teilt das Militär mit.Top-Ökonomin dämpft Erwartungen an Friedenskurs von USA und IranDie Wirtschaftsweise Monika Schnitzer warnt vor zu viel Hoffnung auf eine Besserung der deutschen Konjunktur im Zuge der Annäherung zwischen den USA und dem Iran. Sie sei skeptisch, ob eine Vereinbarung auch wirklich halte, sagte Schnitzer in einem Interview des „Spiegel“. Euphorie sei deshalb nicht angesagt. „Man kann nur froh sein, wenn die Wirtschaft nicht einen noch größeren Schaden nimmt als bisher schon.“