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Iran-Krieg: USA und Iran haben Absichtserklärung für Kriegsende unterzeichnet Live-Blog Trump: Öltanker verlassen Straße von Hormus +++ Vance: US-Truppen bei Kontrolle iranischer Nuklearbestände möglich +++ Ein Toter im Südlibanon +++ Der Newsblog.

15.06.2026 - 18:25 Uhr aktualisiert Artikel anhörenJD Vance: Laut dem US-Vizepräsidenten sei die Absichtserklärung bereits gestern digital unterzeichnet worden. Foto: Matt Rourke/Pool AP/AP/dpaUSA: Libanon-Abzug Israels keine Bedingung für Iran-PaktEin Abzug Israels aus dem Libanon ist US-Angaben zufolge keine Bedingung für ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Dies sagt ein hoher US-Regierungsvertreter. Israel habe weiterhin das Recht, sich gegen Angriffe der Hisbollah-Miliz zu verteidigen. Die USA fordern zudem vom Iran überprüfbare und unumkehrbare Schritte für eine Lockerung der Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Gelder. Die Entlastung sei dabei nicht an ein bestimmtes Verhalten geknüpft, sondern daran, dass das Land „angemessen handelt“. Zu Beginn seien kleinere Gesten der USA denkbar. Nach US-Erkenntnissen ist der iranische Parlamentspräsident Ghalibaf vom geistlichen Oberhaupt des Landes bevollmächtigt, das Abkommen auszuhandeln und zu unterzeichnen.Trump: Iran-Vereinbarung unterschrieben – Iran wird keine Atomwaffen besitzenUS-Präsident Donald Trump sagt, die Vereinbarung mit dem Iran sei nun von beiden Seiten unterzeichnet. Die Straße von Hormus sei geöffnet und werde am Freitag komplett geöffnet sein. Der Iran werde keine Atomwaffe besitzen. Der gesamte Text der Vereinbarung mit dem Iran werde am Freitag veröffentlicht werden.USA und Iran unterzeichnen Absichtserklärung für KriegsendeDie USA und der Iran haben die Grundsatzeinigung zur Beendigung ihres Krieges unterzeichnet. Das Dokument sei von US-Präsident Donald Trump, Vizepräsident JD Vance sowie dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf unterschrieben worden, sagt ein hochrangiger US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters zufolge.Nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance sei dieses bereits gestern digital unterzeichnet worden – wer genau vonseiten der Vereinigten Staaten und des Irans seine Unterschrift gesetzt haben soll, hatte Vance in der US-Sendung „Good Morning America“ offen gelassen. Der genaue Text werde in den kommenden 24 bis 48 Stunden veröffentlicht, berichtet Reuters weiter. Die Vereinbarung sehe die sofortige Öffnung der Straße von Hormus und die Aufhebung der US-Blockade gegen den Iran vor. Die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder und die Lockerung von Sanktionen seien an die Erfüllung von Auflagen gekoppelt. Während der nächsten Verhandlungsphase wollen die USA ihre militärische Präsenz unverändert lassen. Eine Reduzierung der Truppenstärke sei erst nach der Einigung auf ein endgültiges Abkommen vorgesehen.Vance: US-Truppen bei Kontrolle iranischer Nuklearbestände möglichUS-Vizepräsident JD Vance hat einen möglichen Einsatz amerikanischer Streitkräfte bei der Durchsetzung eines Atomabkommens mit dem Iran nicht ausgeschlossen. Zwar glaube er nicht, dass US-Streitkräfte dafür nötig seien, sagte er dem US-Sender CBS. Zugleich machte Vance deutlich, die USA würden vor Ort sein, um sicherzustellen, dass iranische Bestände hochangereicherten Urans vernichtet würden.Die USA hätten bereits mit dem Iran darüber gesprochen, wie der Vorrat an angereichertem Uran zerstört werden könne, sagte Vance. Washington wolle dabei mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und Teheran zusammenarbeiten, sagte Vance. Offen sei noch, welche Rolle die Vereinigten Staaten letztendlich übernehmen werde. Die technischen Details sollen bei Gesprächen am Freitag geklärt werden. „Ob wir eine Beobachterrolle übernehmen oder eine aktivere Rolle spielen, das sind die Fragen, die wir in den technischen Gesprächen klären werden“, sagte Vance. Ein Toter im SüdlibanonBei einem israelischen Drohnenangriff auf ein Auto im Süden des Libanon wird der Fahrer des Fahrzeugs getötet. Das berichten libanesische Sicherheitskreise und staatliche Medien. Es ist der erste gemeldete tödliche israelische Angriff im Libanon seit der Bekanntgabe der Grundsatzeinigung zwischen den USA und dem Iran auf ein vorläufiges Abkommen zur Beendigung ihres Krieges.Von der Leyen: Kein einfaches Ende der Iran-SanktionenDie EU wird nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nicht ohne konkrete Gegenleistungen Sanktionen gegen den Iran lockern. „Das Grundprinzip von Sanktionen ist, dass wir echte Veränderungen vor Ort sehen müssen, bevor wir über ihre Aufhebung nachdenken können“, sagte sie kurz vor dem Beginn des G7-Treffens führender westlicher Demokratien in Évian-les-Bains in Frankreich.Kabinett könnte wohl schon kommende Woche Bundeswehrmandat beschließenDie Bundesregierung peilt nach Informationen von Reuters aus Regierungskreisen an, bereits in der kommenden Woche einen Beschluss für einen Bundeswehreinsatz in der Straße von Hormus ins Kabinett zu bringen. Danach könnte der Bundestag ein entsprechendes Mandat etwa für den Einsatz von Minenjagdbooten diskutieren und erteilen. Die Bundesregierung hatte am Vormittag betont, dass für einen Einsatz ein internationales Mandat sowie die Bundeswehr-Zustimmung nötig sei. Deutschland will sich nur „defensiv“ an der Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligen. Voraussetzung ist, dass die verkündete Einigung der USA mit dem Iran umgesetzt wird.Merz lobt „diplomatischen Durchbruch“Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die diplomatische Annäherung zwischen dem Iran und den USA gelobt und die Hoffnung darauf ausgedrückt, dass ein Ende des Kriegs im Golf zu einer Erholung der Weltwirtschaft führt. Kurz vor der Abreise zum G7-Gipfel im französischen Evian sagte Merz, die Straße von Hormus müsse dauerhaft und uneingeschränkt geöffnet werden. Deutschland werde sich mit der Marine dann an Einsätzen beteiligen, wenn finale Vereinbarungen feststünden.Zudem müsse die Vereinbarung auch im Libanon halten, fügte Merz mit Verweis auf die israelischen Angriffe im Land hinzu. Auch der Iran hatte zuvor betont, dass ein Friedensabkommen auch den Libanon miteinbeziehe.Trump: Öltanker verlassen Straße von HormusZahlreiche Schiffe verlassen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Straße von Hormus. Davon seien viele mit Öl beladen, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Sie nehmen die südliche Route, die „absolut sicher und geschützt“ seiTrump hatte zunächst betont, dass die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Meerenge erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden soll. Grund dafür seien nötige Arbeiten zur Minenräumung, hatte er auf Truth Social mitgeteilt.Vance hofft auf Text für Iran-Abkommen in dieser WocheUS-Vizepräsident JD Vance setzt seine Hoffnung nach eigenen Angaben darauf, dass der Vertragstext zur Beendigung des Irankriegs noch in dieser Woche veröffentlicht werden kann. Zudem erwarten die USA, dass die wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus langfristig ohne Transitgebühr geöffnet bleibe, sagt Vance dem US-Sender CNBC. Dies sei Gegenstand der laufenden Verhandlungen. Vance betonte den direkten Draht zu Teheran. „Wir sprechen jetzt direkt mit dem iranischen System. Wir haben dort einige gute Beziehungen, daher werden diese Verhandlungen erfolgreich sein“, sagte er. Washington und Teheran seien nicht mehr auf die Vermittlung durch Dritte angewiesen. In der Vergangenheit hatten etwa Pakistan und der Oman vermittelt.Etwaigen Zugeständnissen an Teheran ist Vance entgegengetreten. „Wir geben ihnen kein amerikanisches Geld, kein einziger Dollar aus amerikanischen Mitteln wird an den Iran fließen“, sagte er. Die USA und der Iran hatten sich grundsätzlich auf ein Ende der Kämpfe geeinigt, die im Februar mit gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen hatten. Die Unterzeichnung der Vereinbarung soll in der Schweiz stattfinden. Wer die USA dort vertritt, lässt Vance offen. Für den Iran sollen der Außenminister und der Parlamentspräsident teilnehmen.US-Vizepräsident JD Vance: Die wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus solle langfristig ohne Transitgebühr geöffnet bleiben. dpaHisbollah begrüßt Vereinbarung zwischen USA und Iran – kein Einsatz seit Verkündung Die Hisbollah begrüßt die Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran. In einer schriftlichen Erklärung teilt die vom Iran unterstützte libanesische Organisation mit, das Abkommen habe zu einer umfassenden Waffenruhe an allen Fronten geführt, einschließlich des Libanons. Die Hisbollah warnt zudem Israel, sie werde keine Angriffe akzeptieren, die die Souveränität des Libanons verletzen oder auf die Bevölkerung abzielen. Die Einbeziehung des Libanons in das Abkommen spiegele das Engagement des Iran zur Beendigung des Krieges wider.Zuvor hatte die mit dem Iran verbündete Miliz im Libanon berichtet, eigenen Angaben zufolge seit Bekanntgabe des Abkommens zwischen dem Iran und den USA keine Einsätze mehr gegen Israel ausgeführt zu haben. Sie knüpfe ihre Haltung zur Waffenruhe an deren Einhaltung durch Israel, sagt ein Hisbollah-Vertreter zu Reuters. Die Hisbollah lehne zudem eine „Bewegungsfreiheit“ Israels im Libanon ab.Iran: Libanon ist integraler Bestandteil eines Abkommens mit USADer Iran betrachtet den Libanon als integralen Bestandteil eines Abkommens mit den USA zur Beendigung des Krieges. In dem Entwurf des Memorandums werde der Libanon dreimal erwähnt, sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Es fordere ein Ende des Krieges an allen Fronten sowie die Achtung der Souveränität und der territorialen Integrität des Landes. „Bezüglich der Art und des Mechanismus der Unterzeichnung des Memorandums wird heute und morgen eine endgültige Entscheidung getroffen, deren Ergebnisse offiziell bekannt gegeben werden.“ Vor der für Freitag geplanten Unterzeichnung des Abkommens stünden zudem diplomatische Besuche in den Ländern der Region auf der Tagesordnung des Iran.DIHK fordert nach Iran-Einigung verlässliche HandelsroutenDie Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) sieht in der angekündigten Einigung zwischen den USA und dem Iran die Chance auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus. Dies könne den Weg dafür ebnen, „dass sich eine der wichtigsten Schlagadern des Welthandels bald wieder öffnet“, sagt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.