Tritt der britische Premier Keir Starmer bald zurück? Donald Trump hat nun genau das verkündetSeit Tagen mehren sich die Gerüchte um einen baldigen Abgang Keir Starmers als Labour-Chef und Premierminister. Der US-Präsident tut so, als stehe es schon fest. Tatsache ist: Starmers grösster parteiinterner Konkurrent hat sich bereits in Position gebracht.21.06.2026, 17.02 Uhr3 LeseminutenDer britische Premierminister Keir Starmer steht offenbar kurz vor dem Rücktritt.Nicolas Economou / Imagolia. / (dpa) Der amerikanische Präsident Donald Trump hat am Sonntag auf seiner Plattform Truth Social den Rücktritt des britischen Premierminister Keir Starmer angekündigt. Starmer sei bei zwei wichtigen Themen gescheitert, der Migration und der Energie, schreibt Trump. Er wünsche Starmer alles Gute für die Zukunft.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Gerüchte um Starmers angeblich bald anstehenden Rücktritt haben sich in den letzten Tagen gehäuft, nachdem seinem parteiinternen Konkurrenten Andy Burnham der Einzug ins britische Unterhaus gelang. Die Zeitung «The Guardian» schrieb am Sonntag, dass Starmer schon am Montag seinen Rücktritt bekanntgeben werde, «nachdem der Druck der Labour-Abgeordneten enorm war, Andy Burnham den Weg zum Labour-Parteichef freizumachen».Die Zeitung «The Observer» hatte bereits am Samstag unter Berufung auf Quellen innerhalb der Labour-Partei berichtet, dass Starmer am Montag zurücktreten und einen Zeitplan für seinen Abgang vorlegen werde.Aus der Downing Street hiess es laut der BBC hingegen noch am Samstagabend, dass sich an der Position des Premiers nichts geändert habe. Nach dem Wahlerfolg von Burnham hatte Starmer am Freitag bekräftigt, weiter im Amt bleiben und sich jeder möglichen Wahl um den Parteivorsitz stellen zu wollen.Wirtschaftsminister: Starmer denkt über Zukunft nachStarmer äusserte sich am Wochenende nicht erneut, trotz ansteigendem Druck. Laut Berichten legten ihm seit Freitag zahlreiche Abgeordnete und Kabinettsmitglieder einen Abgang nahe – darunter laut Informationen des Senders Sky hochrangige Figuren wie Aussenministerin Yvette Cooper.In einem X-Beitrag äusserte sich Starmer am Sonntag lediglich zum britischen Vatertag. «Vater zu sein ist meine grösste Freude», schrieb er. Der Regierungschef zog sich am Wochenende mit seiner Familie auf seinen Landsitz Chequers zurück.Der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle, der Starmer nahesteht, wehrte derweil die Rücktrittsgerüchte um Starmer ab. Der Minister räumte jedoch ein, dass sich die Situation verändert habe. Starmer versuche, «einen Raum zu schaffen, in dem er über die politischen Realitäten und Herausforderungen sowie die vor uns liegenden Chancen nachdenken und reflektieren kann», sagte Kyle dem Sender Sky.Der BBC sagte Kyle zudem: «Ich möchte hier nicht so tun, als gäbe es keinen Prozess, keine Kräfte, die den Premierminister als Parteivorsitzenden herausfordern – das ist ganz klar der Fall.»Warum der Premier in der Krise istSollte Starmer trotz allen Spekulationen an seinem Amt festhalten, dürfte Burnham wohl bald den Prozess für eine Führungswahl auslösen. Dieser Weg steht ihm nach dem Einzug ins britische Parlament offen. Gewinnt Burnham, würde er Starmer als Premierminister ablösen können. Als weiterer möglicher Kandidat für eine Führungswahl gilt der frühere Gesundheitsminister Wes Streeting.Starmers Ruf ist bereits seit längerem angeschlagen. Seine Partei steckt derzeit in einer historischen Krise. Bei den Kommunal- und Regionalwahlen in England, Schottland und Wales im Mai fuhr die Partei zugunsten der Rechtspopulisten von Reform UK eine krachende Niederlage ein.Kurz darauf schwand Starmers Rückhalt in der Partei drastisch. Im Laufe der Zeit kehrte ihm der ehemalige Minister Streeting den Rücken, und auch John Healey trat nach einem Streit um den Verteidigungsetat von seinem Posten als Verteidigungsminister zurück. Laut der Nachrichtenagentur PA fordern derzeit mehr als hundert Labour-Abgeordnete den Rücktritt Starmers.«Er ist ein kluger Mann, er weiss, dass er für immer als der Mann in die Geschichtsbücher eingehen wird, der die Labour-Partei innerhalb von nur fünf Jahren vom zweitschlechtesten Ergebnis ihrer Geschichte zum zweitbesten Ergebnis ihrer Geschichte geführt hat», sagte etwa der frühere Innenminister und Labour-Schwergewicht Alan Johnson am Freitag dem Sender LBC. Starmer sei «ein Kämpfer» – dennoch gelte jetzt die «harte Realität».Passend zum Artikel
Der US-Präsident Donald Trump verkündet den Rücktritt des britischen Premiers Starmer
Seit Tagen mehren sich die Gerüchte um einen baldigen Abgang Keir Starmers als Labour-Chef und Premierminister. Der US-Präsident tut so, als stehe es schon fest. Tatsache ist: Starmers grösster parteiinterner Konkurrent hat sich bereits in Position gebracht.
Trump verkündet auf Truth Social den bevorstehenden Rücktritt Starmers; Labour drängt Andy Burnham (neuer Parlamentarier) als neuen Premier. Politische Instabilität im UK gefährdet Tech-Unternehmen durch Governance-Unsicherheit und mögliche Compliance-Änderungen auf dem britischen Markt.











