Mag sein, dass die Führung der Linkspartei aufatmete, als sie das große Streitthema des Nahostkonflikts auf ihrem gerade zu Ende gegangenen Parteitag in Potsdam zwar nicht geräuschlos abgeräumt, aber die Debatten einigermaßen überstanden hatte, ohne dass es zum großen Streit oder gar zum Schisma kam. Doch dieses Aufatmen dürfte von kurzer Dauer sein, wenn sie bemerkt, dass es der radikal propalästinensischen Fraktion gelungen ist, eine mindestens fragwürdige Änderung und, was viel problematischer ist, ein U-Boot in einem Antragstext unterzubringen, der in Potsdam verabschiedet wurde.