Im Schweizer Bürgenstock haben neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran begonnen. Ziel ist es, das in dieser Woche unterzeichnete Rahmenabkommen mit konkreten Vereinbarungen zu unterlegen. Innerhalb von 60 Tagen soll ein umfassender Vertrag ausgehandelt werden, der neben Fragen der regionalen Sicherheit auch das iranische Atomprogramm regeln soll.

An den Verhandlungen nehmen neben Vertretern Washingtons und Teherans auch die Vermittlerstaaten Pakistan und Katar teil. US-Vizepräsident JD Vance zeigte sich vor Beginn der Gespräche vorsichtig optimistisch und sprach von möglichen Fortschritten sowohl in der Atomfrage als auch bei den Bemühungen um eine Waffenruhe im Libanon. Überschattet werden die Verhandlungen von den anhaltenden Kämpfen zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon. Teheran hatte zuletzt sogar die Schließung der Straße von Hormus angekündigt und dies mit israelischen Angriffen im Libanon begründet.

Damit verweist die Libanon-Frage bereits zu Beginn auf ein Defizit des Formats: Verhandelt wird über regionale Sicherheit und eine mögliche Waffenruhe im Libanon, ohne dass Israel und der Libanon selbst Teil dieser Gespräche sind. Beide Staaten sehen jedoch zentrale Sicherheitsinteressen berührt.