Glaubt man dieser alten, lebenserfahren Mail, die auf den Namen Sehr geehrte Frau Schneider hört, dann neigen elektronische Nachrichten tendenziell zur Hybris. Jede glaubt, besonders wichtig zu sein und deshalb bevorzugt zugestellt werden zu müssen. Ein besonders drängelndes Exemplar plustert sich gerade vor Sehr geehrte Frau Schneider auf: „Ich muss gelesen werden!“ Und hört gar nicht richtig hin, als man ihr sagt, dass daraus so schnell nichts wird. Wenn überhaupt jemals. Denn, so Sehr geehrte Frau Schneider: „Du befindest dich in einer Sphäre der ausgemusterten, abgelegten, zwischengespeicherten, vergessenen Inhalte des weltweiten Datenverkehrs.“