Als erstes Mädchen ihrer Schule in Kenia ging sie an die Universität. In Schwerin erfüllt sie sich dann einen großen Traum – und eröffnet einen Haarsalon.
Die Pflanzen stehen dicht an dicht auf dem Balkon im dritten Stock. Große Blätter, kleine Töpfe. Kerry Türk gießt, ruhig, fast beiläufig.
Draußen: Zwischen Schloss und Seeufer wohnt Kerry Türk. Die hübschen alten Villen, die einst hier standen, wurden zu DDR-Zeiten abgerissen und durch Plattenbauten der Wohnungsbauserie WBS 70 ersetzt.
Drinnen: „Früher musste ich im Garten arbeiten“, sagt Türk, „Heute mache ich das freiwillig.“ Vieles in ihrem Leben scheint so zu verlaufen: vom Müssen zum Wollen. So wie die Dreiraumwohnung, in der sie mit ihrem Sohn Anselm seit der Trennung von ihrem Mann lebt. Erst brauchte sie dringend eine Bleibe, jetzt lebt sie ganz gerne in der Platte. An den Wänden: Erinnerungen an Kenia, Kinderbilder. Der Bildschirm des Fernsehers ist groß. „Es gibt noch größere“, sagt sie.
Das Wohnhaus von Kerry Türk in Schwerin






