PfadnavigationHomePolitikDeutschlandKritik an RentenkommissionFratzscher sieht in Vorschlägen zu Rente zu wenig „Mut und Konsequenz“Stand: 09:54 UhrLesedauer: 2 MinutenDie von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission hat sich auf 30 Vorschläge für eine Reform verständigt. Das Gesamtpaket werde von allen 13 Politikern und Experten getragen, bei einzelnen Punkten habe es aber Gegenstimmen oder Enthaltungen gegeben.Die Rentenkommission hat ihre Ideen vorgestellt. DIW-Chef Marcel Fratzscher jedoch gehen diese nicht weit genug. Arbeitsbedarf sieht er etwa beim Thema Grundrente und dem Heranziehen von großen Vermögen.Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, hält Vorschläge der Rentenkommission zur Sicherung der Alterseinkünfte für nicht ausreichend.Der „Rheinischen Post“ sagte Fratzscher, die Vorschläge gingen in die richtige Richtung, blieben jedoch „insgesamt zu vorsichtig“: „Den Reformvorschlägen fehlen Mut und Konsequenz, denn sie ändern auf absehbare Zeit nichts Grundlegendes an den drei größten Problemen.“ Diese seien eine hohe Altersarmut, eine zu starke Belastung der jungen Generation und eine „Schieflage bei der Gerechtigkeit“.Von der Regierung forderte Fratzscher deshalb Nachbesserungen. Die Rentenkommission mache lediglich Vorschläge, die Politik müsse die Entscheidungen treffen, sagte der Ökonom. „Die Vorschläge sollten nachgebessert werden, um vor allem die Grundrente zu stärken und armutsfester zu machen, große Einkommen und Vermögen im Alter stärker zu berücksichtigen und die Finanzierung auf nachhaltigere Füße zu stellen.“Zuvor waren die Pläne der Kommission, die ihre Vorschläge offiziell am Dienstag vorstellen will, bekannt geworden. Mehrere Medien hatten über insgesamt 30 Einzelvorschläge der Kommission berichtet, darunter auch WELT. Lesen Sie auchAus für Rente mit 63 und MinijobsDemnach empfiehlt die Kommission, dass das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt werden und mehr Menschen als bislang in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen – etwa Selbstständige, Beamte und Abgeordnete.Lesen Sie auchAußerdem wirbt die Kommission für eine kapitalgedeckte Zusatzrente, das Aus für die als „Rente mit 63“ bekannte Frühverrentung nach 45 Beitragsjahren und der von Rentenbeiträgen befreiten Minijobs.Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht länger arbeiten kann, soll den Berichten zufolge künftig leichter in Rente gehen können.epd/Reuters/krott
Kritik an Rentenkommission: Fratzscher sieht in Vorschlägen zu Rente zu wenig „Mut und Konsequenz“ - WELT
Die Rentenkommission hat ihre Ideen vorgestellt. DIW-Chef Marcel Fratzscher jedoch gehen diese nicht weit genug. Arbeitsbedarf sieht er etwa beim Thema Grundrente und dem Heranziehen von großen Vermögen.











