Rostock treibt den Umbau seiner Wärmeversorgung weiter voran. Mit einer jetzt gestarteten Machbarkeitsstudie wird geprüft, ob am Rande des Stadtteils Toitenwinkel ein großflächiger Erdbeckenspeicher entstehen kann. Die Anlage soll überschüssige Wärme aus den Sommermonaten speichern und im Winter in das Fernwärmenetz einspeisen. Das Projekt gilt als wichtiger Baustein für die Umsetzung des kommunalen Wärmeplans, mit dem Rostock seine Wärmeversorgung schrittweise klimaneutral machen will.

Erdgasspeicher in Rostock wäre bisher größter in der BRD

Der geplante Speicher wäre eine der größten Anlagen dieser Art in Deutschland. Das in den Boden eingelassene Becken könnte bis zu 500.000 Kubikmeter Wasser aufnehmen und wäre damit rund elfmal größer als die bislang in Rostock eingesetzten Wärmespeicher. Das Wasser soll auf bis zu 90 Grad Celsius erhitzt werden. Eine spezielle Abdichtung und eine schwimmende Isolierabdeckung sollen die Wärmeverluste gering halten.

Die Idee dahinter: Im Sommer fallen in Industriebetrieben, insbesondere im Überseehafen, große Mengen Abwärme an, die bislang ungenutzt bleibt oder aufwendig weggekühlt werden muss. Künftig könnte diese Energie im Erdbeckenspeicher zwischengelagert und in der Heizperiode für die Fernwärmeversorgung genutzt werden.