Sie steht weltweit für Berliner Techno. Wir haben mit Ellen Allien über Clubkrise, Kommerzialiserung und die Kraft von Techno gesprochen. Und über ein Leben, das glücklich macht.

Am 9. Juli erscheint Ellen Alliens neues Techno-Album „New Life“. Aber schon vorher, am 25. Juni, kann man ihr DJ-Set bei der Reihe Berlin Beats vorm Hamburger Bahnhof gratis erleben. An eben jenem Ort haben wir uns auch fürs Interview verabredet.Ellen Allien, Sie legen hier am Hamburger Bahnhof schon bald wieder auf. Ist man eigentlich bei einem Outdoor-Rave, der noch bei Tageslicht beginnt, anders eingestellt als nachts im Club?Ich mag es, die Leute zu sehen, weil das kommunikativer ist. Ich schätze es, wenn ein Ort wie dieser zu einem Treffpunkt wird. Es wurde auch Zeit, dass ein Museum so etwas veranstaltet oder zulässt, dass es passiert – und nun findet es endlich wieder statt. Ich habe hier bereits mit den Berliner Philharmonikern zusammengespielt. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass die Techno-Kultur auch als Musikkultur ein Stück weit respektiert wird. Hier bei unseren Raves vorm Hamburger Bahnhof ist außerdem das Schöne: Jeder kann kommen, da der Eintritt frei ist. Auch Leute, die einfach mal wissen möchten, was wir da eigentlich machen – die verstehen wollen, was beim Techno passiert.