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Verteidigung: „Gefechtswolken“ der Bundeswehr – wie IT im Krieg funktioniert Mobile Rechenzentren, Drohnen, Satelliten und noch immer das Feldtelefon: Daten bestimmen das Gefechtsfeld. Ein Besuch bei einer IT-Kampftruppe.

Thomas Jahn 20.06.2026 - 12:33 Uhr Artikel anhörenBundeswehr-Generalmajor Lutz Kuhn: Die Bundeswehr arbeitet am größten IT-Projekt ihrer Geschichte. Foto: Bundeswehr, Maximilian Bosse, Getty, brckmnn [M]Dillingen. Maschinengewehre rattern, Befehle werden gebrüllt, dann ist es still. Die feindlichen Soldaten sind nicht mehr zu sehen. Eine Drohne steigt auf, man traut dem Frieden nicht. Erst nach erfolgreicher Aufklärung robben die Bundeswehrsoldaten wieder aus ihren Gefechtsständen.Eine Übung in der Grundausbildung des IT-Bataillons 292 der Bundeswehr in Dillingen, einer Kleinstadt im Westen Bayerns: Ein paar Dutzend Soldatinnen und Soldaten zelten auf einem Truppenübungsplatz und lernen das Kriegshandwerk. Ihr Auftrag: mobile Rechenzentren zu verteidigen.Mittendrin: Generalmajor Lutz Kuhn, seit wenigen Wochen „Kommandeur Einsatzkräfte und Militärisches Nachrichtenwesen“. Mit Kampfanzug, Schussweste und Stahlhelm sieht er so gar nicht wie ein IT-General aus. „Wir sind hier nicht bei der ‚Farm der Tiere: Alle sind gleich, aber manche sind gleicher als andere‘“, sagt Kuhn. „Deswegen bin ich gern vor Ort mit der Truppe.“Der Ukrainekrieg macht klar, wie wichtig Informationen im Krieg sind. Ging es früher um Stunden, zählt heute jede Sekunde. „Die Kill-Chain (Anm. d. Red: eine Abfolge von Schritten, mit denen ein Angriff geplant, vorbereitet und durchgeführt wird) hat sich durch Sensordatenfusion und Autonomie in Waffensystemen unglaublich beschleunigt“, sagt Frank Sauer, der an der Universität der Bundeswehr zu Fragen der internationalen Politik forscht, insbesondere dem Verhältnis zwischen Technologie und Sicherheit.Im Nato-Bundeswehr-Sprech nennt sich das „Multi Domain Operations“: Alle Streitkräfte müssen nahtlos und möglichst in Echtzeit vernetzt werden, um Daten von Satelliten, Drohnen oder Panzern zu verarbeiten und mit richtigen Schlussfolgerungen einen Vorteil im Gefechtsfeld zu erzielen. Wie ist der aktuelle Stand des Projekts? Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt