PfadnavigationHomePanoramaWetterMeeresleuchten auf Norderney, wegschmelzende A1 in Schleswig-HolsteinStand: 14:12 UhrLesedauer: 4 MinutenNorderney: Zwei Frauen beobachten das Meeresleuchten an der NordseeQuelle: Volker Bartels/dpaHitze und Unwetter bestimmten zuletzt das Bild in Deutschland. Ein Zeltlager mit 300 Kindern musste geräumt werden. Aber es gab auch Schönes: Am Strand von Norderney war Meeresleuchten zu sehen.Das Wetter machte in Deutschland vielen am Freitag und Samstag zu schaffen. Aber es gab auch schöne Seiten: Am Nordstrand von Norderney in Niedersachsen ließ sich in der Nacht auf Samstag Meeresleuchten beobachten. Nach einer Beschreibung vom BUND handelt es sich dabei um ein ganz besonderes Naturschauspiel. An Nord- und Ostsee kann ein Massenauftreten winziger, einzelliger Planktonalgen demnach ein blau-grünliches Aufblitzen auslösen.Doch vor allem sorgte das Wetter für Chaos. Im ostfriesischen Moormerland im Landkreis Leer (Niedersachsen) musste nach Angaben der Polizei wegen eines Unwetters ein Zeltlager mit etwa 300 Kindern geräumt werden. Zusammen mit der Feuerwehr wurden die Kinder nach Hause gebracht oder wurden von ihren Eltern abgeholt. Alle blieben unverletzt. In Delmenhorst in Niedersachsen stürzte in der Nacht ein durch den Sturm entwurzelter Baum auf ein fahrendes Auto. Der 20 Jahre alte Fahrer wurde dadurch laut Polizei leicht verletzt. Hitze beschädigt Autobahn 1 Die Hitze hat Schäden auf der Fahrbahn der A1 in Richtung Lübeck zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe (beide Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein) verursacht. Als Notfallmaßnahme sei der beschädigte Fahrstreifen gesperrt worden, teilte die Autobahn GmbH mit. Der Verkehr werde einspurig an den Schäden vorbeigeführt. Zudem sei eine Umleitung eingerichtet. Für Wartungsarbeiten solle die Fahrbahn in Richtung Norden ab 20 Uhr voll gesperrt werden. Gegen 24 Uhr werde die Strecke voraussichtlich wieder einspurig freigegeben. Der ADAC sprach von derzeit rund 5 Kilometern Stau zwischen den Anschlussstellen Ahrensburg und Bad Oldesloe und rechnet mit einem Zeitverlust von mindestens 27 Minuten.Lesen Sie auchAuf der Autobahn 13 von Dresden Richtung Schönefelder Kreuz kommt es zwischen der Anschlussstelle Duben am Rande des Spreewalds und Freiwalde zu Behinderungen wegen Fahrbahnschäden, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Der Verkehrsclub ADAC meldete, der Asphalt blähe sich auf.Fenster fällt aus Einkaufszentrum aus obersten StockIn der Cottbuser Innenstadt in Brandenburg ist wohl aufgrund der Hitze eine Fensterscheibe aus einem Bürogebäude an einem Einkaufszentrum aus dem obersten Stockwerk auf den Gehweg gestürzt. „Durch starke Hitzeeinwirkung, so erste Vermutungen zur Ursache, könnte sich der Kleber an dem Fenster gelöst haben“, teilte die Stadt mit. Verletzt wurde niemand. Nach dem Vorfall am späten Freitagnachmittag werden zu Wochenbeginn alle Fenster überprüft, wie die Stadtverwaltung ankündigte.Die Glasscheibe stürzte an einem Büroturm der Spree Galerie ab, in der vor allem Shops untergebracht sind. Es kommt zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Sperrungen auf der Straße. Der Zugang zum Einkaufszentrum und zum Bürgerservice der Stadt bleibe aber gewährleistet, hieß es. Der Vorgang ist nicht ganz ungefährlich: Cottbus feiert von Freitag bis Sonntag Stadtfest, das größte Volksfest der Region. Es werden an drei Tagen bis zu 150.000 Besucher erwartet.So geht’s weiterErst brütend heiß, dann ein kräftiges Donnerwetter: Vor allem im Osten und Westen Deutschlands drohen neue Schauer und Unwetter. Lokal können sie laut Deutschem Wetterdienst (DWD) auch heftiger ausfallen. Der Hitze geht die Puste derweil vorerst noch nicht aus. Sie setzt sich vor allem in der Mitte und im Süden des Landes bis Mittwoch fort mit Temperaturen zwischen 32 und 39 Grad. Im Norden und Nordosten kann es kühler werden. „Ob im Südwesten Deutschlands während der aktuellen Hitzewelle Rekordtemperaturen von mehr als 40 Grad erreicht werden, ist derzeit noch unsicher“, sagte Meteorologe Christian Herold. Doch nicht nur Hitze macht den Menschen zu schaffen, auch Gewitter. Am Sonntagvormittag – dem Tag des kalendarischen Sommerbeginns – ist vor allem Nordrhein-Westfalen von schweren Gewittern betroffen, dabei insbesondere auch das Ruhrgebiet. Im Laufe des Sonntags werden die heftigsten Gewitter dann in der Mitte und später im Südosten der Republik erwartet. Am Freitagabend wurde das Southside-Festival im baden-württembergischen Neuhausen ob Eck wegen eines Unwetters unterbrochen. Später durften die 59.000 Besucher wieder tanzen und feiern. Ein anderes Festival südlich von Flensburg in Schleswig-Holstein mit rund 5000 Besuchern wurde in der Nacht zu Samstag wegen eines Sturms geräumt. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurden 13 Menschen bei dem Sturm leicht verletzt. Bei einem Blitzeinschlag während eines Sportfests im baden-württembergischen Rastatt wurden neun Menschen verletzt. Sechs von ihnen kamen in ein Krankenhaus, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Im Zuge des Handballfests zelteten in der Nacht zum Samstag mehrere Menschen auf einem Sportplatz im Stadtteil Niederbühl, als ein starkes Unwetter über die Region zog. In Lebensgefahr schwebt jedoch niemand.dpa/coh