Für jedes Bild, jede Antwort im Chat, die die künstliche Intelligenz ausspuckt, gräbt sie an Ressourcen. Lässt sich die Gier noch zähmen?

E inen Teelöffel Wasser. So viel verbraucht Sam Altman, Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, zufolge ein Dutzend Anfragen an dessen KI-Chatbot. Die Botschaft: Ein Teelöffel Wasser, das ist doch quasi nichts. Und es stimmt. Ein tropfender Hahn kommt auf mehr, die Herstellung der Bohnen für eine Tasse Kaffee benötigt über 250 Liter, und wer will da noch wissen, wie viel Wasser auf ein Steak kommt? Je nach Quelle und Größe sind es 3.000 Liter aufwärts.

Doch die Summe macht es. Und es ist nicht nur Wasser. Die Rechenzentren, in denen KI-Modelle trainiert werden und die Dienste laufen, benötigen Strom, das Training der Modelle Daten. Und das Problem wächst. Künstliche Intelligenz wird zunehmend in andere Dienste eingebaut. In Suchmaschinen, in Messengerdienste, in Onlineplattformen.

„Hinter jedem Prompt, Bild oder Video steht eine wachsende Infrastruktur von Energiesystemen, Wasserentnahmen, Landnutzung, Ressourcenabbau und Elektronikschrott“, erklärte Kaveh Madani, Direktor des Instituts für Wasser, Umwelt und Gesundheit der UN-Universität, kürzlich bei der Vorstellung eines Reports zu den Umweltfolgen von KI.