Holzgetäfelte Wände, flauschiger Bodenbelag. Zur Stärkung wurden Sandwiches vorbereitet. Das Lindenzimmer im Hotel Adlon könnte sich auch in einem britischen Herrenhaus befinden. Auf jeden Fall ist es der perfekte Ort für das Gespräch mit Sir Timothy Charles Clark, Knight Commander of the Order of the British Empire. Oder, in der aktuellen Kurzform: mit Tim Clark, Präsident der Fluggesellschaft Emirates. Er wolle nicht damit prahlen, dass die Airline die Krise im Nahen Osten gut übersteht, erklärt Clark vor Journalisten. Es nerve ihn auch nicht, dass sich Emirates seit Jahrzehnten erfolglos bemüht, in Deutschland stärker Fuß zu fassen, schlägt er den Bogen zu Berlin. Aber dann verlässt der Besucher die Komfortzone der höflichen Untertreibungen. Tim Clark, dessen Frühstücksteller mit der gefalteten Serviette die ganze Zeit leer bleibt, wird plötzlich eine Nuance lauter. „Wir werden nach Berlin kommen“, sagt er. „Wir sind entschlossen. Und wir werden es schaffen.“ Denn diesmal spüre er Unterstützung: „Die Bundesregierung sucht nach einem Weg, wie es gelingen könnte.“
Oberster Berlin-Werber: „Es geht uns nicht gut“
Plötzlich wirkt der 76-Jährige nicht mehr wie jemand aus der Upper Class, der sich ausgerechnet nach Berlin verirrt hat, um mit gewählten Worten für gediegene Lebensart zu werben. Sondern wie ein Mann, der vor dem Ruhestand unbedingt ein Ziel erreichen will. Wie ein Kämpfer.






