So viel steht für den Präsidenten von Emirates fest: „Berlin hat keinen Hauptstadt-Airport“, sagte Sir Tim Clark am Dienstag. Die internationalen Verbindungen seien einer Hauptstadt nicht würdig. „Das ist eine traurige Situation.“ Clark war nach Berlin gekommen, um für das jüngste Angebot der Fluggesellschaft aus Dubai zu werben.

Großraumflugzeuge des Typs Boeing 777-300ER sollen den BER täglich mit dem Drehkreuz Dubai verbinden, sagte er. Der 76-Jährige zeigte sich siegesgewiss wie lange nicht: „Wir werden es schaffen.“

Als Clark jüngst aus Paris am BER ankam, geriet er ins Nachdenken. Nichts gegen die Mitbewerber, aber Billigflieger scheinen dort zu dominieren, berichtete er während eines Medientermins im Hotel Adlon. Eine Datenanalyse unterstreicht, dass sich die Flugverbindungen vom BER ins Ausland zu 85 Prozent auf Europa konzentrieren.

Emirates zum BER: Warum Berlin profitieren würde

Dabei müsste es in der deutschen Hauptstadt-Region genug Nachfrage für hochwertige internationale Verbindungen geben. Berlin, mit seinen fast 3,9 Millionen Einwohnern so groß wie Dubai, ziehe viele Besucher an, sei ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Viele Diplomaten leben hier.