PfadnavigationHomeSportFußballWMNeue RegelParaguays Spieler sieht Rote Karte, weil er sich die Hand vor den Mund hältStand: 06:26 UhrLesedauer: 2 MinutenDiese Geste wurde Miguel Almirón (l.) zum VerhängnisQuelle: Getty Images via AFP/RICHARD HEATHCOTEBei der WM kommt erstmals eine neue Regel zur Anwendung. Ein Spieler Paraguays hält sich im Spiel gegen die Türkei bei einer Rudelbildung die Hand vor dem Mund. Das ist seit diesem Turnier verboten – wegen einer Debatte um Vinícius Junior.Paraguays Miguel Almirón ist beim WM-Spiel gegen die Türkei erstmals zum Opfer einer neuen Regel geworden. Der 32-Jährige sah in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Rote Karte, weil er sich während einer Rudelbildung die Hand vor den Mund hielt. Dass eine solche Rote Karte möglich ist, gilt erst seit diesem Turnier; eine entsprechende Änderung beschlossen die Regelhüter im April. Die Verletzung eines Paraguayers während eines türkischen Angriffs war Auslöser der Situation. Schiedsrichter Ivan Barton aus El Salvador hatte die Geste Almiróns zunächst nicht erkannt und wurde vom katarischen Videoassistenten Khamis Al-Marri dann zum Bildschirm gebeten. Auf den Bildern war zu erkennen, wie sich Almirón in einer Diskussion mit dem Türken Mert Müldür etwas abseits des weiteren Gerangels klar die Hand vor dem Mund hält. Im Gegensatz zu Almirón kannte Müldür die Regel offenbar, er forderte sofort gestenreich eine Bestrafung. Nach Ansicht der Bilder entschied Barton dann auf Rot. „Nummer zehn Paraguay, Hand vor seinem Mund“, sagte der Schiedsrichter bei der Durchsage im Stadion und rief: „Rote Karte.“ In der Halbzeit kochten die Emotionen dann beim Stand von 1:0 für Paraguay erneut hoch. Zwischen den Trainerbänken kam es zu einer großen Rudelbildung mit Spielern und Offiziellen beider Mannschaften. Durch die neu eingeführte Regel soll diskriminierendes Verhalten verhindert werden. Indem sie den Mund verdecken, wollen Spieler häufig verhindern, dass erkannt werden kann, was sie sagen. Es gehe dabei um konfrontative Situationen, hatte Pierluigi Collina, Vorsitzender der Fifa-Schiedsrichterkommission, vor dem Turnier betont. „Wenn sie es wissen – wenn es für alle eindeutig ist –, dann erwarten wir von den Spielern, dass sie so etwas nicht tun.“Lesen Sie auchDie Regeländerung folgte auf eine langwierige Debatte um Brasiliens Star Vinícius Junior. Der Spieler von Real Madrid war im Champions-League-Spiel gegen Benfica Lissabon in eine Auseinandersetzung geraten, in der sich Benficas Gianluca Prestianni das Trikot über den Mund gezogen hatte. Er wurde damals bezichtigt, Vinícius rassistisch beleidigt zu haben. Prestianni wurde von der Uefa für sechs Spiele gesperrt. Er bestritt die Vorwürfe.luwi
Fußball-WM: Paraguays Spieler sieht Rote Karte, weil er sich die Hand vor den Mund hält - WELT
Bei der WM kommt erstmals eine neue Regel zur Anwendung. Ein Spieler Paraguays hält sich im Spiel gegen die Türkei bei einer Rudelbildung die Hand vor dem Mund. Das ist seit diesem Turnier verboten – wegen einer Debatte um Vinícius Junior.












