Am Freitagabend stürmte es in Zürich. Heftiger Regen führte zu lokalen Überschwemmungen und verursachte Schäden. Eine Person wurde schwer verletzt.20.06.2026, 04.09 Uhr2 LeseminutenHelfer bergen ein Auto unter einem umgestürzten Baum an der Rämistrasse, der nach einem Blitzeinschlag am Freitag drei Autos und die Fahrleitung der VBZ getroffen hat.CLAUDIO THOMA / KEYSTONEnam. Am Freitagabend haben heftige Gewitter und Schauer in Zürich zu erheblichen Behinderungen geführt. Heftiger Regen führte zu lokalen Überschwemmungen und verursachte Schäden an Gebäuden, Vegetation und Fahrzeugen. Das Unwetter zog nach einem heissen Tag mit Temperaturen von über 30 Grad von Urdorf kommend Richtung Winterthur und blieb rund zwei Stunden über Zürich. Laut Angaben der Stadtverwaltung Zürich wurden mehrere Personen durch umstürzende Bäume verletzt, eine davon schwer. Dabei handelt es sich um einen 16-Jährigen, der in kritischem Zustand ins Spital transportiert wurde.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Laut MeteoNews gingen in Zürich über 50 Liter Regen pro Quadratmeter nieder. Im Schnitt regnet es im ganzen Juni etwa 110 Liter. Besonders stark regnete es in Sihlbrugg mit 57 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, in Küsnacht mit 52 Liter und in Opfikon mit 47 Liter. Am Hauptbahnhof Zürich drang durch das Unwetter Regenwasser durch die Glasdecke ins Gebäude ein.Starke Windböen und Regen rissen Äste auf die Strassen und blockierten Tramgleise, was zu diversen Tramausfällen führte. Zudem wurden Leitungen durch umgestürzte Bäume beschädigt, sodass der Betrieb eingestellt wurde. Am Flughafen Zürich konnten wegen der Windböen zeitweise keine Flugzeuge mehr starten. Einige Maschinen, die landen wollten, mussten wieder durchstarten.Ein Auto liegt in Zürich unter abgebrochenen Ästen eines Baums. Nach dem Hitzetag sind starke Unwetter über die Schweiz hinweg gezogen.Claudio Thoma/ KeystoneDie Sanität von Schutz & Rettung (SRZ) leistete laut eigenen Angaben 50 Einsätze. Die Stadtpolizei Zürich stand mit zahlreichen Mitarbeitenden der Sicherheitspolizei, der Wasserschutzpolizei, der Verkehrspolizei und des Polizeilichen Assistenzdienstes im Einsatz, hiess es. Die Einsatzleitzentrale von SRZ nahm 730 Feuerwehr- und 130 Sanitätsnotrufe entgegen und disponierte 680 Feuerwehreinsätze im Kanton Zürich. Neben der Stadt Zürich waren insbesondere die Regionen Bülach, Bassersdorf, Dübendorf, Erlenbach und Meilen vom Unwetter betroffen.Zuvor hatte das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) bis Dienstag, den 26.06 vor einer markanten Hitze der Stufen 3 und 4 gewarnt. In Zürich gilt die Hitzewarnung für Gebiete unterhalb von 800 Metern über dem Meeresspiegel. Durch die Gewitter am Freitag kam es vorübergehend zu einer Abschwächung der Hitzewelle.Weitere Bilder vom Unwetter:So sah es am Freitag an der Bauschänzli aus.NZZEin umgestürzter Baum auf der Seestrasse in Zürich-Wollishofen.NZZPolizisten begutachten einen umgestürzten Baum der Rämistrasse, der die Tram behindert.Claudio Thoma/ KeystoneNach dem Unwetter liegen abgebrochene Äste auf dem Zürcher Helvetiaplatz.Andreas Becker/ KeystoneEin Mann überspringt nach starken Regenfällen eine grosse Pfütze am Hauptbahnhof Zürich, am Freitag, 19. Juni 2026 in Zürich.Andreas Becker / KeystonePassend zum Artikel