Man wäre enttäuscht, wenn ausgerechnet Keith Richards pünktlich zu einem Termin erscheinen würde, auch wenn es sich nur um ein Video-Telefonat handelt. Schließlich hat der Gitarrist der Rolling Stones das Image des Hasardeurs mit ausgeprägter Laissez-faire-Haltung jahrzehntelang kultiviert. Während man nun aber über all die Mythen nachdenkt, die diesen Mann umgeben, erscheint sein Gesicht plötzlich auf dem Bildschirm: Er trägt eine dieser typischen Keith-Richards-Mützen, die immer ein bisschen so aussehen wie Piratentücher. Heutige Farbe: Gelb. Dazu Kajalstrich, gemustertes Hemd, breites Grinsen. Richards führt das Gespräch in seinem Haus in Weston, Connecticut. Hier hat er sich 1991 nach Jahrzehnten der Drogenexzesse und des legendären Wahnsinns mit seiner Frau Patti Hansen und den beiden Töchtern niedergelassen.
Keith Richards: »Ich würde selbst gerne wissen, wie ich auf solche Ideen komme«
Songs schreiben sei wie Angeln, findet Keith Richards. Hier spricht der Gitarrist der Rolling Stones über das neue Album »Foreign Tongues«, das Altern und Mick Jagger.













