Google hat zusammen mit Launch-Partnern wie Cisco, GitHub, Hugging Face, Microsoft, Nvidia und Snowflake die Agentic Resource Discovery (ARD) vorgestellt. Mit der offenen Spezifikation können KI-Agenten während der Ausführung ihrer Aufgabe die passenden agentischen Werkzeuge automatisch im Web finden und einsetzen.

Die ARD spezifiziert dazu öffentlich zugängliche Verzeichnisse, in denen Agenten Tools und Dienste organisationsübergreifend und unabhängig vom dahinterstehenden Framework, Protokoll oder Anbieter finden können. Das versetzt sie in die Lage, drei Kernfragen zu beantworten: Wo finde ich eine passende Fähigkeit, welche genau sollte ich für die anstehende Aufgabe nutzen und ist die ausgewählte Fähigkeit auch sicher?

Bislang kam diese Rolle praktisch zwingend dem Menschen zu. Interoperabilitätsprotokolle wie Model Context Protocol (MCP) und Agent2Agent (A2A) oder einzelne Skills setzen voraus, dass die Entwicklerin oder der Entwickler bereits weiß, welches Werkzeug, welcher Skill oder welcher Agent für die jeweilige Aufgabe benötigt wird. Das wiederum bedeutet, dass die Tools bereits installiert sein müssen.

Suchmaschine für Agenten

ARD basiert auf zwei Bausteinen: Katalogen und Registries. Um erste zu befüllen, veröffentlichen Anbieter auf ihrer Domain eine ai-catalog.json-Datei, die die Fähigkeiten ihrer KI-Dienste beschreibt, etwa von MCP-Servern, A2A-Agenten oder OpenAPI-Tools. Die Domain bildet gleichzeitig die kryptografische Vertrauensbasis für https://<publisher-domain>/.well-known/ai-catalog.json.