Malaika Mihambo kommt als beste deutsche Weitspringerin gut in der Welt herum. Vor drei Wochen sprang sie etwa in den Sand Stockholms in Schweden bei einem Meeting der Diamond League. Die wohl bekannteste Leichtathletik-Serie lädt die teilnehmenden Sportler und Sportlerinnen in die größten Städte Europas ein, nach London, Paris oder Rom, tourt aber auch über den Kontinent hinaus durch die Welt, nach China oder Katar. Doch statt bei der Diamond League in Doha anzutreten, haben sich viele der besten Leichtathleten und Leichtathletinnen Deutschlands entschieden, am 19. Juni in Dessau anzutreten, beim bereits 28. Internationalen Anhalt-Meeting. Während in den vergangenen Jahren zahlreiche Meetings in Deutschland von der Bildfläche verschwanden, tummeln sich in der Bauhausstadt Weltmeister, Europameister und Olympiasieger. Allein in diesem Jahr versuchen mehr als 160 Sportler und Sportlerinnen aus 34 Nationen im Paul-Greifzu-Stadion, Höchstleistungen zu erbringen und ihren Saisonaufbau voranzutreiben.Doch warum ist gerade dieses Meeting so beliebt, dass Malaika Mihambo oder Gina Lückenkemper sich den Raum in ihrem vollen Terminkalender nehmen, um nach Sachsen-Anhalt zu kommen? Ralph Hirsch, Sportdirektor vom ausrichtenden Verein Anhalt Sport und Meeting-Leiter seit 27 Jahren, kennt viele Faktoren, aufgrund derer Dessau jedes Jahr wieder die Stars der Leichtathletik anlocken kann. Das entscheidende Kriterium aber sei die Leistungsdichte im Teilnehmerfeld: „Die beiden würden ja nicht kommen, wenn die Qualität nicht gut wäre“, sagt Hirsch. Und bekommt Bestätigung von der Weitsprung-Olympiasiegerin: „In Dessau gibt es gute Teilnehmerfelder und der Wettkampf ist gut organisiert“, sagt Mihambo gegenüber der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung zur Qualität des Meetings. „Egal, aus welcher Richtung der Wind kommt, beim Anhalt-Meeting werden uns die bestmöglichen Bedingungen geboten – von den Veranstaltern und den Fans im Stadion“, lobt auch Gina Lückenkemper.
Anhalt-Meeting: Warum die Weltbesten immer wieder nach Dessau kommen
Die Leichtathletik-Elite trifft sich im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion. Wie ein kleiner Verein mit viel Herzblut schafft, woran größere Events scheitern.









