Der Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, hat sich mit einem überzeugenden Wahlsieg ein Unterhausmandat gesichert und seinen Anspruch untermauert, Keir Starmer als britischen Premierminister abzulösen. Burnham sagte, an seine eigene Labour-Party gewandt: „Dies ist eine letzte Chance für einen Wandel; es wird keine zweite Chance geben.“Burnham gewann den Wahlkreis Makerfield, der zur Region Greater Manchester gehört, mit 55 Prozent der abgegebenen Stimmen. Der Kandidat der rechtspopulistischen Reform UK, Robert Kenyon, erreichte 35 Prozent; die Kandidatin der gleichfalls äußerst rechts stehenden Partei Restore Britain kam auf sieben Prozent. Die Kandidaten der Konservativen, der Grünen und der Liberaldemokraten kamen zusammen auf etwa drei Prozent.Starmer gratulierte Burnham am Freitagmorgen in einer knappen Nachricht auf dem Mitteilungskanal X. Er schrieb: „Glückwünsche an Andy Burnham, Labours neuen Abgeordneten für Makerfield. Die Wähler hätten „sich für Labours Wahlkampf von Hoffnung und Optimismus entschieden“, statt „Spaltung und Hass“ zu wählen.Der Premierminister hatte in den vergangenen Wochen mehrfach beteuert, er werde seinen Platz in der Downing Street 10 nicht freiwillig für einen Nachfolger räumen, sondern vielmehr jede Kampfkandidatur annehmen, die gegen ihn gerichtet werde.81 Unterschriften, um Starmer herauszufordernBurnhams Anhänger versichern, dass er in der Labour-Unterhausfraktion, die mehr als 400 Abgeordnete zählt, die notwendige Unterstützung hat, um Starmer herauszufordern. Die Anmeldung einer Kandidatur gegen den amtierenden Partei- und Regierungschef erfordert nach der Parteisatzung die Unterschriften eines Fünftels der Parlamentsfraktion, im aktuellen Fall wären dies 81 Fraktionsmitglieder.Die Hoffnungen in Burnhams Lager ruhen zunächst darauf, dass dessen klarer Sieg in Makerfield dazu führt, dass viele bislang loyale Kabinettsmitglieder Starmer dazu bewegen könnten, einem geordneten Wechsel an der Spitze zuzustimmen und einen offenen Machtkampf in der Partei zu vermeiden. Den Mechanismus einer Kampfkandidatur könnte Burnham erst am Montag in Gang setzen, nachdem er als neues Mitglied des Unterhauses vereidigt ist.Burnhams Sieg bei der Unterhaus-Nachwahl hat auch die Konsequenz, dass er sein bisheriges Amt als Bürgermeister der Region Manchester aufgeben muss. Für diese Position muss nun gleichfalls eine Nachwahl ausgerufen werden, für die als Termin der 30. Juli in Aussicht genommen ist. Auch für diesen Wahlgang gelten die Rechtspopulisten von Reform UK als Hauptgegner der Labour-Partei.Burnham nach seinem Sieg bei der Nachwahl in Makerfield vor Unterstützern am frühen FreitagmorgenReutersIn der Umgebung Keir Starmers wurde dies in den vergangenen Tagen als Argument dafür benutzt, Burnham von einer offenen Auseinandersetzung um die Labour-Führung abzuhalten. Stattdessen sei nun Geschlossenheit notwendig. Starmer bot Burnham schon vor einigen Tagen „eine wichtige Rolle“ in seinem Kabinett an; dieser wies das Ansinnen jedoch zurück.Ein Wahlsieg gegen den TrendDer Demoskop John Curtice argumentierte im Gespräch mit dem Sender BBC, Burnhams Sieg in Makerfield sei deswegen überzeugend, weil es ihm gelungen sei, den Stimmenanteil für Labour gegenüber der allgemeinen Unterhauswahl vor zwei Jahren um fast zehn Prozentpunkte zu vergrößern. Damit trotze er dem Trend, dass Regierungsparteien in Nachwahlen gemeinhin eher Stimmen einbüßen.Burnhams Ergebnis setzt auch einen Kontrast zu den Kommunalwahlen Anfang Mai, bei denen sämtliche Gemeinderatssitze in den Kommunen, die den Wahlkreis Makerfield bilden, von Reform UK gewonnen wurden. Die Labour-Partei büßte damals alle Sitze ein, die sie zuvor gehalten hatte.Die stärkste Oppositionspartei im Unterhaus, die Konservativen, erreichten in Makerfield nur zwei Prozent der abgegebenen Stimmen. Sie konnten zum Trost allerdings auf das Ergebnis einer Nachwahl im schottischen Wahlkreis Aberdeen Süd verweisen, wo ihr Kandidat Douglas Lumsden siegte und der Partei der Schottischen Nationalisten, die das Mandat bislang hielten, eine Niederlage beibrachte.
Starmers Herausforderer Burnham siegt in Nachwahl
Der Herausforderer des britischen Premierministers ist mit einem hohen Wahlergebnis ins Parlament gewählt worden – und rüttelt an der Tür der Downing Street 10.
Questo articolo riguarda le elezioni politiche britanniche (Andy Burnham nella leadership Labour), non rientra nella copertura di **Warptech Tech News** (tech, AI, business, startup). Confermi che è l'articolo giusto? Se sì, posso riassumerlo comunque, ma non avrà valore editoriale per la testata.











