PfadnavigationHomePolitikAuslandÜberraschungsbesuch in ChicagoMerkel wird mit Standing Ovations bei Eröffnung von Obama-Museum gefeiert – Trump nicht dabeiStand: 08:39 UhrLesedauer: 2 MinutenAngela MerkelQuelle: Getty Images/Taylor HillBei der Eröffnung des Obama‑Centers in Chicago sind zahlreiche frühere US‑Präsidenten und internationale Gäste zusammengekommen. Trump wurde einem Medienbericht zufolge nicht eingeladen. Altkanzlerin Merkel bekam stehenden Beifall.Zur Eröffnung des Obama-Centers in Chicago haben sich zahlreiche US-Stars, Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) und sämtliche Ex-US-Präsidenten die Ehre gegeben – Amtsinhaber Donald Trump blieb der Zeremonie am Donnerstag aber fern. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg war dieser nicht eingeladen. An der Einweihung des Obama Presidential Center, das sich dem Leben und politischen Wirken von Ex-Präsident Barack Obama widmet, nahmen US-Showgrößen wie die Musiker Stevie Wonder und Bruce Springsteen, Regisseur Steven Spielberg und Hollywoodstar Tom Hanks teil.Aus Europa waren Merkel und der frühere italienische Regierungsschef Matteo Renzi angereist. Der überraschende Besuch der Altkanzlerin wurde von den geladenen Gästen mit stehendem Beifall honoriert. Merkel, die seit ihrer Zusammenarbeit während ihrer Regierungszeit ein gutes Verhältnis zu dem früheren Präsidenten pflegt, hatte Ende 2024 gemeinsam mit Obama ihre Memoiren in Washington vorgestellt.Die Eröffnungsfeier in Chicago war eine der seltenen Gelegenheiten, zu denen sich die noch lebenden früheren US-Präsidenten an einem Ort versammeln. Neben Obamas Parteifreunden Bill Clinton und Joe Biden folgte auch der republikanische Ex-Präsident George W. Bush der Einladung. Trumps Fehlen wurde in den USA als sinnbildlich für die tiefen politischen Gräben in dem Land gewertet. Lesen Sie auchDer US-Präsident übt regelmäßig Kritik an Obama und greift den ersten schwarzen Präsidenten der USA auch mit persönlichen Beleidigungen an.Lesen Sie auch„Ich bin so enttäuscht, dass wir an diesem Punkt angelangt sind“, sagte der demokratische Senator Dick Durbin über das politische Klima in Washington. Er sei froh, dass Bush die Zeremonie in Chicago durch seine Teilnahme „zu einer parteiübergreifenden Ehrung für Barack Obama und Michelle macht“.Das Obama-Center liegt in der Nähe der Universität von Chicago, an der Obama einst Jura unterrichtete. Nach seiner Zeit als Senator zog er 2009 ins Weiße Haus ein. Seine Präsidentschaft endete 2017 nach zwei Amtszeiten.Trump vergleicht Obama-Center mit MülleimerDas Obama Presidential Center umfasst eine öffentliche Bibliothek, einen Basketball-Platz sowie ein Museum. Anders als in den 15 anderen Präsidentenbibliotheken in den USA werden die Archive im Obama-Center digitalisiert.Die futuristische Architektur des grauen Turms hat neben positiven Reaktionen auch deutliche Kritik hervorgerufen. Trump verglich das Gebäude mit einem Mülleimer. Andere bezeichneten den Bau als „Obamalisk“ oder fühlten sich an ein Raumschiff aus „Star Wars“ erinnert.AFP/nw