Im Fall der mutmaßlich von einem Sexualstraftäter in Frankreich getöteten Elfjährigen Lyhanna hat eine Obduktion neue Erkenntnisse geliefert. Die Schülerin sei vergewaltigt worden, während die Todesursache jedoch unklar bleibe, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus mit den Ermittlungen vertrauten Kreisen. Der Fall hat in Frankreich Kreise bis in die Justiz gezogen und für weitreichende Empörung gesorgt.Die Leiche der elf Jahre alten Lyhanna war sechs Tage nach ihrem Verschwinden in einem Getreidesilo gefunden worden. Der mutmaßliche Täter Jérôme B., in dessen Auto das Mädchen zuletzt gesehen wurde, war in der Vergangenheit mehrfach wegen Vergewaltigung Minderjähriger angezeigt worden. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft und verweigert die Aussage. Gegen den 41-Jährigen liegen inzwischen vier Vergewaltigungsanzeigen vor. Frankreich will Kinderschutzgesetz nachbessern Die Tatsache, dass Jérôme B. im Sommer 2025 wegen Vergewaltigung eines Mädchens angezeigt und seitdem nie verhört worden war, hat in Frankreich große Entrüstung ausgelöst. Präsident Emmanuel Macron und mehrere Minister räumten gravierende Missstände im Justizsystem ein. Dennoch ist Justizminister Gérald Darmanin bislang weiter im Amt.Die französische Regierung will wegen des Falls Lyhanna ein ohnehin geplantes Kinderschutzgesetz ergänzen. Vorgesehen sind etwa härtere Strafen für Serientäter und die Vorschrift, bei Missbrauchsverdacht innerhalb von drei Monaten Ermittlungen aufzunehmen. (AFP)
Getötete Elfjährige in Frankreich: Obduktion bestätigt offenbar Vergewaltigung von Lyhanna
Der Fall beherrscht seit Tagen die Schlagzeilen in Frankreich. Nun steht fest, dass das Mädchen Opfer eines Sexualverbrechens wurde. Woran die Schülerin starb, ist weiterhin nicht bekannt.













