Die für diesen Freitag geplanten Gespräche zwischen den USA und Iran wurden dem Schweizer Außenministerium zufolge abgesagt. Das Treffen auf dem Bürgenstock in der Nähe von Luzern finde nicht statt, teilte das Ministerium am Freitagmorgen mit. Gründe dafür wurden nicht genannt. In einem Luxusressort sollten Unterhändler beider Seiten über einen dauerhaften Waffenstillstand verhandeln. Die Schweiz sei »weiterhin bereit, diese Gespräche zu moderieren, die entsprechenden Vorbereitungsarbeiten werden fortgesetzt«, sagte das Außenministerium in Bern am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Einzelheiten zu einem neuen Termin für Gespräche wurden zunächst nicht genannt.US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Masoud Pezeshkian haben bereits ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das die im April verkündete Waffenruhe verlängert und unter anderem eine Öffnung der Straße von Hormus vorsieht. Für die anschließenden Verhandlungen wurde eine Frist von 60 Tagen gesetzt. US-Vizepräsident JD Vance hatte seine Teilnahme bereits abgesagt.Im mühsam ausgehandelten Rahmenabkommen ist festgelegt, dass Iran in Absprache mit dem Anrainerstaat Oman nach 60 Tagen kostenfreien Schiffsverkehrs die Regeln für weitere Durchfahrten neu definieren kann. Dieser Aspekt könnte für Streit sorgen. Völkerrechtler halten Gebühren ohnehin für problematisch, die US-Regierung hatte sie wiederholt als inakzeptabel bezeichnet. Lesen Sie hier das Abkommen zwischen den USA und Iran im Wortlaut.
Iran vs. USA: Geplante Verhandlungen auf dem Bürgenstock fallen aus
Die für Freitag geplanten Verhandlungen zwischen den USA und Iran sind kurzfristig abgesagt worden. Trotz einer verlängerten Waffenruhe und der Aufhebung der US-Seeblockade bleiben zentrale Streitpunkte ungelöst.










