PfadnavigationHomePanorama„Es tut mir wirklich sehr leid!“Katharina Wagner entschuldigt sich bei Michel Friedman – und sichert Gedenkveranstaltung zuStand: 21:34 UhrLesedauer: 2 MinutenEs sei ihr wichtig, „der schrecklichen Dinge zu gedenken, mit denen die Festspielgeschichte fatal verknüpft ist“, schrieb WagnerQuelle: picture alliance/dpa/Armin WeigelWegen „Sicherheitsbedenken“ war ein Gedenkkonzert für ermordete jüdische Musiker im Zuge der Bayreuther Festspiele mit Michel Friedman abgesagt worden. Nun entschuldigt sich die Festspielleiterin bei dem Publizisten in Briefform. Die Veranstaltung soll wie geplant stattfinden.Die unter dem Namen „Verstummte Stimmen“ geplante Gedenkveranstaltung für ermordete jüdische Musiker soll nun doch zum Auftakt der Bayreuther Festspiele stattfinden. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.Eine Woche nachdem die Geschäftsführung dem im September eingeladenen Publizisten Michel Friedman mitgeteilt hatte, dass die Veranstaltung am 26. Juli wegen „Sicherheitsbedenken“ nicht stattfinden kann, hat sich Festspielleiterin Katharina Wagner in einem persönlichen Gespräch bei Friedman entschuldigt und zugesichert, dass das Konzert wie ursprünglich geplant stattfinden soll. Es sei ihr wichtig, „der schrecklichen Dinge zu gedenken, mit denen die Festspielgeschichte fatal verknüpft ist“, schrieb sie Friedman zudem in einem Brief, der der Süddeutschen exklusiv vorliegt.Lesen Sie auchFriedman hatte die Absage scharf kritisiert. „Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen abzusagen, ist in einer Demokratie der Tod durch Selbstmord“, sagte er. Auf Drohungen von Extremisten gäbe es eine ganz einfache Antwort: „Dann sichert diese Veranstaltung. Und spart euch alle Sonntagsreden!“Wagners Worte stufte der Publizist nun im Gespräch mit der SZ als „ernsthaft und glaubwürdig“ ein. Er findet: „Wenn sich jemand bewegt, sollte man sich mitbewegen“.Lesen Sie auchDer Komponist des „Ring der Nibelungen“ hatte 1850 die antisemitische Schrift „Das Judenthum in der Musik“ veröffentlicht, später entwickelten sich enge Bande zwischen Wagners Nachfahren und Vertretern des Naziregimes, die gerne nach Bayreuth zu den Festspielen kamen. Lesen Sie auchDie Bayreuther Festspiele feiern in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass sollte Friedman zum Auftakt der Festspiele in einer Rede den Antisemitismus des Komponisten Richard Wagner, die Nähe seiner Nachkommen zum Naziregime und die spätere schleppende Aufarbeitung thematisieren. Und wird es nun auch tun. „Eine reine Jubelfeier wäre für mich unerträglich!“, schrieb Wagner in ihrem Brief an Friedman.doli
„Es tut mir wirklich sehr leid!“: Katharina Wagner entschuldigt sich bei Michel Friedman – und sichert Gedenkveranstaltung zu - WELT
Wegen „Sicherheitsbedenken“ war ein Gedenkkonzert für ermordete jüdische Musiker im Zuge der Bayreuther Festspiele mit Michel Friedman abgesagt worden. Nun entschuldigt sich die Festspielleiterin bei dem Publizisten in Briefform. Die Veranstaltung soll wie geplant stattfinden.











