Die Alphabet-Tochter Waymo ruft in den USA fast 3900 selbstfahrende Autos wegen eines Softwarefehlers ​zurück. Die Fahrzeuge könnten fälschlicherweise in gesperrte Autobahnbaustellen einfahren, teilte das Unternehmen am Donnerstag ‌mit. Es ist der zweite Rückruf des Robotaxi-Entwicklers innerhalb von gut einem Monat, den die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA anordnet. Im Mai hatte Waymo rund 3800 Robotaxis zurückgerufen, weil die Fahrzeuge bei extremem Wetter mit ​höherer Geschwindigkeit in überschwemmte Straßen einfahren konnten.Immer wieder kommt es bei ⁠Robotaxis ⁠zu gefährlichen Situationen, weil die Software die Umgebung nicht korrekt erfasst. Seit Anfang April registrierte die US-Behörde mehr als ein Dutzend Vorfälle ‌in den Bundesstaaten Kalifornien und Arizona. Dabei ​erkannten die ‌autonomen Fahrzeuge Schilder für gesperrte Auffahrten nicht und fuhren in aktive Baustellenbereiche ein. Waymo erklärte, dass das Unternehmen die Autobahnfahrten vorübergehend eingeschränkt habe, um die Software anzupassen.In den vergangenen ‌zwei Jahren musste Waymo mehrfach Fahrzeuge zurückrufen, unter anderem wegen Problemen bei der Erkennung von Abschleppwagen, pfostenartigen Hindernissen ‌oder haltenden Schulbussen. Die NHTSA ​ermittelt außerdem wegen ‌eines Vorfalls im Januar im kalifornischen Santa Monica, ‌bei ​dem ein selbstfahrendes Auto ein Kind in der Nähe einer Grundschule erfasste und leicht ​verletzte. Ein Wagen ⁠ignorierte einen haltenden Schulbus mit ​Warnblinkern und ​hielt nicht an.