Eine Kunde tritt an das Kassenband. Er kauft lediglich eine Dose Bohnensuppe und ein Päckchen Mehl für zusammen 4,98 US-Dollar. Ich ziehe die Produkte über den Scanner und der Herr lässt verkünden: „Ich glaube, ich bezahle heute mit Karte.“ Statt sein Versprechen wahrzumachen, hält er mir Bargeld hin: zehn Dollar. Ich gebe ihm kurzerhand das Wechselgeld in Cent-Stücken zurück. 502 Pennies, um genau zu sein. Er verlässt den Supermarkt, wahrscheinlich mit schweren Hosentaschen und einer Lektion übers Lügen.Anzeige
Der nächste Kunde tritt an die Kasse heran und lässt eine Packung Chips darauf stehen. Warenwert: 1,99 Dollar. Er zahlt bar mit einem 100-Dollar-Schein. Mein genervter Blick wandert zu seinem ausdruckslosen Gesicht. Offenbar hat er die Transaktion und vor allem die zugehörige Lektion nicht ganz mitbekommen. Ich beginne langsam damit, Cents herauszukramen und bereite mich auf eine Sehnenscheidenentzündung vor.
Dieses Bild dient nicht nur zur Veranschaulichung. Es soll meiner Hausärztin auch zeigen, wie ich die Sehnenscheidenentzündung bekommen habe. (Screenshot: Grocery Store Simulator/t3n)
Willkommen im letzten Supermarkt der Erde
Nein, das habe ich natürlich nicht an einem echten Kassenband eines Supermarktes mit echten Kund:innen gemacht. Das alles fand im Grocery Store Simulator statt, der auf Steam als einer von zahlreichen Simulatoren verfügbar ist. Nach einiger Zeit mit dem Simulator hätte ich aber ein uneingeschränktes Verständnis dafür, wenn reale Verkäufer:innen solche Aktionen mit Kund:innen veranstalten, die frech werden oder herummeckern.Anzeige









