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DIE ZEIT: Warum ist es Ihnen jetzt, nach so langer Zeit, ein Bedürfnis, über etwas zu sprechen, das buchstäblich und im übertragenen Sinne wehtut: über die Gewalt, die Sie in Ihrer Familie erfahren haben?
Sibel Kekilli: Weil ich erstens es selbst verarbeiten und verstehen musste. Und zweitens achte ich sehr darauf, dass ich in der Öffentlichkeit keine dreckige Wäsche wasche. Ich engagiere mich gegen Gewalt an Frauen, aber mir ist es immer wichtig gewesen, dass es nicht um mich geht, sondern um die anderen Frauen.
ZEIT: Aber es macht doch einen großen Unterschied, ob man aus eigener Erfahrung spricht oder nicht!







