PfadnavigationHomePolitikAuslandTreffen in Brüssel„Einige müssen mehr tun“, warnt Hegseth die Nato – prompt sagt Pistorius weitere Millionen-Hilfen zuStand: 09:37 UhrLesedauer: 2 MinutenBeim Nato-Treffen in Brüssel forderte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth unter dem Schlagwort „Nato 3.0“ mehr Verantwortung und militärische Stärke von den europäischen Bündnispartnern.Die Kürzung von US-Beiträgen für die Nato gilt ab sofort, sagt Generalsekretär Mark Rutte vor einem Treffen in Brüssel. US-Kriegsminister Hegseth erhöht den Druck auf Verbündete, Verteidigungsminister Pistorius verkündet neue Hilfen für die Ukraine.Die Kürzung der US-Militärkontingente für die Krisenreaktionskräfte der Nato ist nach Angaben von Nato-Generalsekretär Mark Rutte sofort wirksam. Andere Verbündete sprängen ein, um die durch die US-Entscheidung entstandenen Lücken zu schließen, sagte Rutte am Donnerstag vor einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel.Zuvor war die Frage aufgekommen, ob die Reduzierung der US-Militärzusagen mit sofortiger Wirkung in Kraft trete. „Es ist sofort“, erklärte Rutte nun. Er betonte jedoch, dass es sich bei den US-Beiträgen um ein Planungsinstrument handele. Im Ernstfall würden alle Partner zusammenstehen. Alle Verbündeten, auch die USA, würden dann alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Verteidigung sicherzustellen, sagte der Nato-Generalsekretär. Lesen Sie auchUS-Kriegsminister Pete Hegseth forderte indes alle Nato-Verbündeten auf, die verabredeten Ziele für die Verteidigungsausgaben zu erreichen. Viele Länder setzten die beim Nato-Gipfel in Den Haag beschlossenen Verpflichtungen um, sagte Hegseth. „Einige müssen noch mehr tun und wir werden darüber offen sprechen“, fügte er hinzu.Die Nato-Mitgliedstaaten hatten bei ihrem Gipfel in Den Haag im Juni 2025 beschlossen, bis 2035 ihre Verteidigungsausgaben auf mindestens 3,5 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu erhöhen sowie zusätzlich 1,5 Prozent des BIP für verteidigungsrelevante Ausgaben vorzuhalten. Er halte es für „wichtig, dass Freunde ehrlich miteinander sind“, sagte Hegseth. Der US-Verteidigungsminister hob die Bedeutung weiterer Investitionen in die „verteidigungsindustrielle Basis“ hervor, um „amerikanische Interessen“ zu schützen, „aber zugleich auch die Stärke der Nato und unserer Verbündeten“.Lesen Sie auch„Wir müssen wirklich zurückkehren zu einem harten militärischen Bündnis mit militärischen Fähigkeiten, die in der Lage sind, hier auf dem Kontinent abzuschrecken und die Führung zu übernehmen für die konventionelle Verteidigung in Europa.“ Deutschland gibt weitere 400 Millionen US-DollarBundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte bei der Ankunft in Brüssel: „Die Ukrainer sind in der Verteidigung ihres Landes und zum Teil auch bei der Rückeroberung von Territorium sehr, sehr erfolgreich.“ Putin komme an der Front kaum voran und verzeichne enorme Verluste. „Das Momentum liegt zurzeit auf der Seite der Ukrainer. In unserer Unterstützung für die Ukraine dürfen wir nicht eine Sekunde nachlassen.“ Deutschland werde sich an der Finanzierung weiterer US-amerikanischer Waffensysteme und Munition für die Ukraine beteiligen. Für die „dringend benötigte Munition für die Luftverteidigungssysteme werden wir uns mit 200 Millionen US-Dollar beteiligen.“ Für die Beschaffung weiterer Lenkflugkörper für die Patriot-System werde sich Deutschland mit weiteren 200 Millionen US-Dollar beteiligen.Die Verteidigungsminister bereiten in Brüssel den Nato-Gipfel Anfang Juli in Ankara vor. Themen sind unter anderem die Senkung der US-Beiträge zum Nato-Streitkräftemodell sowie die weitere Unterstützung der Ukraine. rct
Ukraine-Krieg: „Einige müssen mehr tun“, warnt Hegseth die Nato – Deutschland schickt weitere 400 Millionen Dollar - WELT
Die Kürzung von US-Beiträgen für die Nato gilt ab sofort, sagt Generalsekretär Mark Rutte vor einem Treffen in Brüssel. US-Kriegsminister Hegseth erhöht den Druck auf Verbündete, Verteidigungsminister Pistorius verkündet neue Hilfen für die Ukraine.












