Nach einem Insektenstich folgt oft der Juckreiz und damit der Griff zur Creme oder direkt zum Fingernagel. Stichheiler sollen genau hier helfen und die Beschwerden lindern. Wir zeigen, welchen Geräten das im Test am besten gelingt.Ein kurzer Stich, dann beginnt das Kribbeln und kurz darauf wird aus dem harmlosen Punkt auf der Haut ein störender Juckreiz – gerade an warmen Tagen muss mit Insektenstichen gerechnet werden. Viele greifen dann nicht mehr zu Salben oder Hausmitteln, sondern zu kleinen Hitzestiften. Diese Geräte erwärmen die betroffene Hautstelle für wenige Sekunden auf bis zu 50 Grad. Die Wärme soll die Eiweiße beeinflussen, die für den Juckreiz mitverantwortlich sind. Dieses Verfahren ist als lokale Hyperthermie bekannt. Doch wie gut klappt das im Alltag und wie angenehm fühlt sich die Anwendung tatsächlich an?Um das herauszufinden, haben wir die sogenannten Stichheiler nicht nur theoretisch bewertet, sondern im Selbstversuch getestet. Dafür waren wir im Versuchslabor von Biogents in Regensburg. Dort werden Gelbfiebermücken der Art Aedes aegypti gezüchtet, die unter kontrollierten Bedingungen reproduzierbare Stiche ermöglichen. Die Tests fanden bei 27,5 Grad Raumtemperatur und 70 Prozent Luftfeuchtigkeit statt. Direkt nach dem Stich kamen die Geräte zum Einsatz, damit Wirkung und Hautgefühl möglichst gut vergleichbar blieben. Das Ergebnis zeigt, dass manche Stichheiler den Juckreiz deutlich lindern. Andere fallen dagegen vor allem dadurch auf, dass sie unangenehm heiß werden.Testsieger: Der Heat it ist kompakt, smart und wirksamDer Heat it ist das kleinste Gerät im gesamten Testfeld. Mit nur vier Gramm Gewicht und einer Größe, die an einen USB-Stick erinnert, passt er problemlos an den Schlüsselbund. Dafür besitzt er eine integrierte Öse. Zur Anwendung wird der Stichheiler direkt ins Smartphone gesteckt. Die Steuerung erfolgt vollständig über die passende App.Im Test reichten 48,6 Grad aus, um den Juckreiz bei beiden Testpersonen sofort zu lindern. Besonders praktisch ist, dass sich sowohl Temperatur als auch Behandlungsdauer anpassen lassen. Für Kinder und empfindliche Haut stehen zusätzliche Optionen mit niedrigerer Hitze zur Verfügung. Der Start der Anwendung wird durch eine Vibration angezeigt, während die App die verbleibende Zeit herunterzählt. Anders als beim Bite Away Pro können bevorzugte Programme jedoch nicht als Favoriten gespeichert werden.Der wichtigste Nachteil liegt auf der Hand: Ohne Smartphone funktioniert der Heat it nicht. Ist der Akku leer oder wurde die App nicht installiert, kann das Gerät nicht genutzt werden. Wer sein Smartphone ohnehin immer dabeihat, bekommt dafür einen äußerst kompakten und wirksamen Stichheiler, der ohne unnötige Extras auskommt.Erhältlich ist das Modell in mehreren Anschlussvarianten. Es gibt Versionen mit USB-C, Lightning und Micro-USB. Damit lässt sich der Heat it mit den meisten Smartphones verwenden.Alternative ohne App: Bite Away Two als bester klassischer Stichheiler Der Bite Away Two kommt ohne Smartphone, App oder weitere digitale Funktionen aus. Im Test liefert er dennoch eine starke Leistung und überzeugt besonders durch seine schnelle Wirkung. Direkt nach der Anwendung verschwand der Juckreiz bei beiden Testpersonen vollständig. Damit erreichte das Gerät im Selbstversuch eine 100-prozentige Linderung.Die Bedienung ist bewusst schlicht gehalten. Es gibt zwei Tasten, von denen eine für eine dreisekündige und die andere für eine fünfsekündige Wärmebehandlung zuständig ist. Dazu kommen ein akustisches Signal und eine kleine Leuchte. Mehr braucht es nicht, denn das Gerät arbeitet zuverlässig und ist jederzeit einsatzbereit. Die gemessene Temperatur lag bei 46 Grad und damit etwas unter der Herstellerangabe von 51 Grad. Für eine spürbare Wirkung reichte die Hitze im Test aber problemlos aus.Auch im Alltag wirkt der Bite Away Two unkompliziert. Er liegt leicht in der Hand, arbeitet mit Batterien und ist sofort nutzbar. Das Gehäuse ist zwar schlicht und das Material wirkt eher einfach, doch wer keinen App-Komfort und kein Zubehör benötigt, erhält ein klassisches Gerät mit starker Wirkung.Preistipp: Der Beurer BR 60 bietet solide Wärme zum fairen KursDer Beurer BR 60 setzt auf eine einfache Ausstattung, was seine größte Stärke ist. Im Test zeigte sich, dass eine Taste, zwei Behandlungszeiten und ein Signal ausreichen, um den Juckreiz zuverlässig zu lindern. Bei beiden Testpersonen trat eine spürbare Besserung ein. Nach fünf Minuten war vom Stich kaum noch etwas zu merken.Technisch machte der BR 60 einen guten Eindruck. Die gemessene Temperatur lag konstant bei 45,8 Grad. Das ist ein sicherer Bereich, der wirksam ist, ohne zu heiß zu werden. Besonders positiv fiel auf, dass die Hitze auch bei mehreren Anwendungen hintereinander stabil blieb. Auffällige Schwankungen gab es nicht.Das Gehäuse ist einfach, aber funktional. Die Bedienung gelingt ohne lange Einarbeitung, das Gerät ist leicht und liegt angenehm in der Hand. Gerade unterwegs, im Garten, beim Camping oder auf Reisen ist der BR 60 eine praktische Lösung, wenn schnelle Hilfe gefragt ist. Auf Display, App oder weiteres Zubehör müssen Sie verzichten. Dafür bietet er genau das, was ein Stichheiler leisten soll: wirksame Wärme zu einem sehr fairen Preis.So testen wir die Stichheiler im Selbstversuch und unter der WärmebildkameraStichheiler sollen genau dann helfen, wenn der Juckreiz am stärksten ist. Das ist meist direkt nach dem Stich. Damit unsere Bewertung nicht nur auf Herstellerangaben beruht, haben wir die Geräte unter kontrollierten und zugleich praxisnahen Bedingungen geprüft. Dabei kamen echte Mücken ebenso zum Einsatz wie moderne Messtechnik.Uns interessierte vor allem, wie schnell die Geräte auf Temperatur kommen, wie stabil sie diese halten und ob die Hitze bei frischen Stichen wirklich hilft. Dafür haben wir drei verschiedene Testansätze kombiniert.Alltagstest im TiergartenFür einen möglichst realitätsnahen Eindruck haben wir verschiedene Alltagssituationen nachgestellt. Der erste Selbstversuch führte uns ins Grüne, genauer gesagt in den Tiergarten. Dort mieteten wir ein Boot, breiteten eine Picknickdecke aus, setzten uns ans Wasser und warteten darauf, dass die Mücken bei einsetzender Dämmerung aktiv werden. Ganz so einfach war es allerdings nicht: Wenn man unbedingt gestochen werden möchte, lassen die Insekten oft auf sich warten. Einige Stiche konnten wir dennoch dokumentieren. Der genaue Zeitpunkt war dabei aber nicht immer zuverlässig genug bestimmbar.Selbstversuch im MückenlaborUm die Wirkung der Stichheiler genauer zu prüfen, fuhren wir anschließend ins Testlabor von Biogents in Regensburg. Das Unternehmen ist auf Mückenfallen und Auftragsforschung spezialisiert und verfügt über kontrollierte Bedingungen für solche Versuche. Dort ließen wir uns gezielt stechen. Verwendet wurden Gelbfiebermücken der Art Aedes aegypti, die als besonders zuverlässige Stecher gelten. Zum Einsatz kamen ausschließlich weibliche Tiere, da nur sie stechen. Sie benötigen die Eiweiße aus dem Blut für die Produktion ihrer Eier. Die Mücken wurden zuvor gezielt aus der Zucht ausgewählt. Dafür nutzte der Forscher ein feines Saugrohr mit leichtem Unterdruck, mit dem einzelne Tiere schonend aus dem Schwarm entnommen wurden. Anschließend kam jeweils eine weibliche Mücke in ein kleines, transparentes Kunststoffgefäß. Dieses Gefäß wurde mit einem Klettverschluss direkt am Unterarm befestigt. Der Hautkontakt dauerte meist nur wenige Sekunden, bis die Mücke zustach. Kurz darauf setzte der typische Juckreiz ein. Genau dieser Moment war für die Bewertung der Stichheiler entscheidend.Technikcheck im LaborNeben der Wirkung auf der Haut zählt auch die technische Qualität. Schließlich sollen Stichheiler im Alltag zuverlässig und sicher funktionieren. Deshalb wurden alle Geräte zusätzlich im Labor geprüft.Mit einer Wärmebildkamera haben wir gemessen, wie schnell die Stichheiler aufheizen, welche maximale Temperatur sie erreichen und ob sie ihre Hitze über mehrere Durchgänge konstant halten. Für jede Temperaturstufe wurden drei Messreihen durchgeführt. Dadurch ließen sich Abweichungen, Schwankungen und mögliche Überhitzungstendenzen genau erfassen. Dabei zeigte sich, dass nicht alle Geräte die Herstellerangaben einhalten. Einige blieben darunter, andere überschritten die angegebenen Werte deutlich.Zusätzlich wurden alle Stichheiler gewogen und vermessen. Erfasst wurden das Gewicht, die Maße des Gehäuses sowie Breite und Höhe der Heizfläche. Diese Werte helfen nicht nur beim direkten Vergleich, sondern auch bei der Einschätzung von Ergonomie und Alltagstauglichkeit. Denn ein Stichheiler kann noch so wirksam sein. Wenn er schlecht in der Hand liegt oder zu unhandlich ist, macht die Nutzung weniger Freude.Die Testergebnisse im ÜberblickDie ausführlichen Ergebnisse unseres Stichheiler-Tests können Sie hier nochmal nachlesen: Thermische Leistung unter der WärmebildkameraWie heiß wird ein Stichheiler tatsächlich und wie gleichmäßig bleibt die Temperatur während der Anwendung? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir die Testgeräte unter der Wärmebildkamera analysiert. Gemessen wurde der exakte Temperaturwert in der Mitte der Heizfläche. Zusätzlich verglichen wir die Messwerte mit den Angaben der Hersteller.Das Ergebnis fiel unterschiedlich aus. Nicht jedes Modell erreichte die versprochene Temperatur. Einige Geräte blieben klar unter der Zielmarke, andere wurden deutlich heißer als angegeben.Besonders kritisch fiel der Ortho Hoch 2 auf. Im Test erreichte er eine maximale Temperatur von 69,6 Grad und lag damit weit über dem angegebenen Wert von 51 Grad. Damit bestand aus unserer Sicht ein klares Risiko für Verbrennungen. Die Abweichung betrug 36,5 Prozent und war damit die höchste im Test. Auch bei der Temperaturkonstanz schnitt das Gerät schlecht ab. Über alle Heizstufen hinweg lag die durchschnittliche Abweichung bei 8,4 Prozent. Eine sichere Anwendung können wir deshalb nicht empfehlen.Am präzisesten arbeitete der Heat it. Seine Temperatur wich im Durchschnitt nur 2,8 Prozent vom Sollwert ab. Auch die Schwankung über alle Stufen war mit 0,8 Prozent sehr gering. Das waren die besten Werte im Test. Sanitas arbeitete mit 0,3 Prozent Schwankung sehr konstant, wich aber um 4,6 Prozent von der Herstellerangabe ab. Beim Beurer BR 60 lag die Abweichung bei 8,4 Prozent, die Temperatur blieb während der Anwendungen jedoch stabil. Deutlich ungenauer waren der Bite Away Pro und der Bite Away Two. Sie wichen um 9,8 beziehungsweise 11,4 Prozent ab. Beim Bite Away Two kamen zudem Schwankungen von 4,3 Prozent hinzu. Präzise arbeitet er damit nicht, auch wenn die Linderung im Selbstversuch überzeugte.Bedienkomfort mit App oder TasteNeben der technischen Leistung spielt die Bedienung eine wichtige Rolle. Ein Stichheiler sollte schnell einsatzbereit sein und sich ohne Nachdenken anwenden lassen. Im Test zeigten sich dabei klare Unterschiede.Klassische Modelle wie Beurer und Sanitas setzen auf einfache Tasten. Heat it und Bite Away Pro werden dagegen über eine App gesteuert. Dort lassen sich Programm, Temperatur und Behandlungsdauer auswählen.Wichtig sind im Alltag klare Rückmeldungen. Nutzerinnen und Nutzer müssen erkennen können, wann das Gerät startet und wann die Behandlung beendet ist. Das gelang allen Geräten, allerdings auf unterschiedliche Weise. Heat it und Ortho arbeiten mit Vibration und Licht. Sanitas und Beurer blinken kurz auf. Bite Away Two kombiniert Ton und Leuchte. Bite Away Pro liefert die Hinweise über das Smartphone. Positiv ist, dass kein Gerät ohne Signal arbeitet.Besonders nutzerfreundlich ist die App des Bite Away Pro. Sie bietet als einzige einen Favoritenspeicher. Dadurch lassen sich persönliche Programme abspeichern, was bei wiederkehrenden Anwendungen oder empfindlichen Hautstellen praktisch ist. Die App ist übersichtlich gestaltet und einfach zu bedienen. Beim Heat it müssen die Einstellungen dagegen bei jeder Anwendung erneut ausgewählt werden.Für Apple-Nutzerinnen und Apple-Nutzer gibt es beim Bite Away Pro jedoch eine Einschränkung. Die App ist aktuell nur für Android verfügbar. Eine Version für iOS ist laut Hersteller geplant, ein konkreter Termin steht aber noch nicht fest. Heat it ist in dieser Hinsicht flexibler, da es je nach Anschluss als USB-C-, Lightning- oder Micro-USB-Version erhältlich ist. Wichtig ist nur, die passende Variante für das eigene Smartphone zu wählen.Wirkung im SelbsttestWie stark lindern Stichheiler wirklich? Für den Selbstversuch wurden Mücken gezielt auf den Unterarm gesetzt. Der Juckreiz trat bei fast allen Testpersonen sofort ein. Eine Person reagierte erst nach 24 Stunden. Laut Insektenforscher Dr. Sperling ist das nicht ungewöhnlich. Etwa zehn bis 15 Prozent der Menschen reagieren auf neue Mückenarten zunächst gar nicht, weil das Immunsystem erst verzögert auf das Speichelprotein anspricht. In diesem Fall war kein aussagekräftiges Testurteil möglich.Nach dem Stich wurden alle Einstichstellen fotografiert, markiert und eindeutig den jeweiligen Geräten zugeordnet. So ließ sich nachvollziehen, welcher Stichheiler wie schnell und wie stark wirkte. Die Unterschiede waren deutlich. Während Bite Away Two und Heat it direkt nach der Anwendung für vollständige Linderung sorgten, zeigten Modelle wie Beurer oder Ortho Hoch 2 erst etwas später Wirkung. Dennoch trat auch dort eine Besserung ein.Im Selbstversuch schnitt der Bite Away Two besonders stark ab. Er sorgte in beiden Fällen direkt nach dem Stich für vollständige Linderung. Auch der Heat it überzeugte mit zuverlässiger Wirkung. Positiv ist jedoch, dass nach rund zehn Minuten kein Stich mehr juckte. Das galt unabhängig vom verwendeten Gerät.Ergonomie und VerarbeitungBeim Gewicht unterscheiden sich die Stichheiler deutlich. Der Heat it ist mit vier Gramm das leichteste Gerät im Test. Danach folgt der Bite Away Pro mit acht Gramm. Beide Modelle lassen sich dank integrierter Öse am Schlüsselbund befestigen. Die übrigen Geräte sind deutlich schwerer. Bite Away Two wiegt 56 Gramm, Sanitas 48 Gramm, Beurer 45 Gramm und Ortho Hoch 2 42 Gramm.Auffällig war vor allem das Modell von Ortho. Aufgrund seiner Bauform wirkt es kopflastig. Sanitas und Bite Away lagen dagegen ausgewogen in der Hand und ließen sich gut auf der Haut platzieren.Die Verarbeitung war insgesamt solide. Heat it, Bite Away Pro, Sanitas und Beurer zeigten saubere Übergänge und ordentlich verarbeitete Materialien. Beim Bite Away Two und beim Ortho Hoch 2 fielen kleinere Mängel auf, etwa spürbare Kanten oder unregelmäßige Spaltmaße.Beim Zubehör stach der Ortho Hoch 2 hervor. Er war das einzige Gerät im Test, das zusätzlich ein Ultraschall-Abwehrmodul und eine Transporttasche enthielt. Die anderen Modelle konzentrieren sich auf die Grundausstattung. Batteriebetriebene Stichheiler wurden meist mit passenden Batterien geliefert. Weitere Extras waren selten.Für Familien ist außerdem wichtig, ob es klare Hinweise zur Anwendung bei Kindern oder Schwangeren gibt. Hier zeigten sich große Unterschiede. Einige Hersteller nennen konkrete Altersfreigaben, andere bleiben ungenau. Auch Hinweise zu Vorerkrankungen waren nicht bei allen Geräten vorhanden.Was tun bei Mückenstichen? Sofort handeln statt abwartenDr. Sperling betont, dass die Anwendung möglichst schnell nach dem Stich erfolgen sollte. Die Wärmebehandlung wirkt am zuverlässigsten, wenn sie direkt eingesetzt wird. Dann können die juckreizverursachenden Eiweiße beeinflusst werden, bevor die Immunreaktion stärker einsetzt. Eine spätere Anwendung, etwa nach einer Stunde, ist zwar nicht schädlich, wird laut Sperling aber häufig kaum noch wahrgenommen.Wichtig ist außerdem, denselben Stich nicht unmittelbar mehrfach zu behandeln. Zwischen zwei Anwendungen sollten mindestens zwei Minuten liegen, um Hautreizungen zu vermeiden. Einige Geräte, darunter Heat it und Bite Away Pro, weisen per App darauf hin.Warum Mücken bestimmte Menschen bevorzugen, wird oft mit der Blutgruppe erklärt. Besonders häufig wird behauptet, Menschen mit Blutgruppe 0 seien stärker gefährdet. Laut Laborleiter Dr. Sperling ist dieser Effekt zwar messbar, aber nicht entscheidend. Viel wichtiger ist der individuelle Körpergeruch. Er wird durch genetische Faktoren und Mikroorganismen auf der Haut beeinflusst. Manche Menschen wirken auf Stechmücken dadurch schlicht attraktiver. Besonders aggressive Arten wie die Asiatische Tigermücke sind inzwischen auch in deutschen Städten verbreitet. Da sie auch tagsüber aktiv ist, kann sie Menschen im Alltag häufiger erwischen.Wissenschaftliche Hinweise zur Wirkung von WärmeDass Hitzestifte gegen Juckreiz helfen können, ist nicht nur ein subjektiver Eindruck. Es gibt auch wissenschaftliche Untersuchungen zur lokalen Hyperthermie. Mehrere klinische Studien zeigen, dass gezielte Wärmebehandlung bei Mückenstichen wirksam sein kann.Eine große Untersuchung der Charité Berlin und der Kamedi GmbH, dem Hersteller von Heat it, wertete mehr als 12.000 dokumentierte Anwendungen aus. Dabei zeigte sich eine Reduktion des Juckreizes um 81 Prozent innerhalb von zehn Minuten.Auch eine ältere kontrollierte Studie von Müller und weiteren Forschenden aus dem Jahr 2011 untersuchte den klassischen Bite Away. Viele Nutzer berichteten bereits nach einer Anwendung von einer deutlichen Linderung. Besonders deutlich zeigte sich der Effekt bei frischen Stichen.Ergänzend dazu erschien 2024 eine placebokontrollierte Doppelblindstudie von Wilhelm und weiteren Forschenden im Journal ITCH. Darin wurde die Wirkung von Bite Away mit einer simulierten Placebo-Anwendung verglichen. Das Ergebnis zeigte eine signifikante Wirkung gegenüber der Placebo-Behandlung. Die Linderung war bereits eine Minute nach der Anwendung statistisch messbar.Unser Fazit: Mit Stichheilern kommen Sie gut vorbereitet durch den SommerEin Mückenstich passiert schnell. Wer dann ein zuverlässiges Gerät zur Hand hat, kann den Juckreiz oft deutlich verkürzen. Unser Test zeigt, dass Stichheiler tatsächlich helfen können, wenn sie sicher arbeiten, schnell reagieren und die Wärme gleichmäßig abgeben. Dabei ist weniger entscheidend, ob die Bedienung per App oder Knopfdruck erfolgt. Wichtiger ist, dass die Hitze kontrolliert ankommt und möglichst direkt nach dem Stich eingesetzt wird.Der Bite Away Two überzeugt mit starker Sofortwirkung und besonders einfacher Bedienung. Heat it punktet mit seinem smarten Konzept, sehr kompakter Bauweise und stabiler Temperatur. Wer weniger ausgeben möchte, findet im Beurer BR 60 eine solide Alternative ohne Extras, aber mit verlässlicher Wirkung. Vom Ortho Hoch 2 raten wir dagegen ab, da das Gerät im Test teils deutlich zu hohe Temperaturen erreichte.Warum Sie dem WELT-Kaufberater vertrauen können: Der WELT-Kaufberater steht für aufwendige Tests und unabhängige Produktempfehlungen, die wirklich helfen. Dafür sorgt das Kompetenzcenter Tech & Mobility (gehört wie WELT zu Axel Springer) mit einer erfahrenen Fachredaktion und eigenem Testlabor. Seit Jahrzehnten stehen diese Experten mit ihren Tests unter anderem bei COMPUTER BILD und AUTO BILD für höchste Qualitätsstandards.Lesen Sie auch