Wer derzeit einen Antrag auf den deutschen Pass stellt, muss laut Verwaltung mit einer Wartezeit von etwa drei Jahren rechnen. Aktuell bearbeitet die Behörde Anträge, die im September 2023 eingegangen sind.

Die Zahlen gehen aus einer Hausmitteilung des Beigeordneten für Wirtschaft, Digitales, Personal und Sicherheit, Jan Pratzka (CDU), an die Fraktionen des Stadtrates hervor.

Die Staatsangehörigkeitsbehörde verzeichnet seit dem Jahr 2023 insgesamt 122 anhängige bzw. eingegangene Untätigkeitsklagen. Für die daraus drohenden Prozess- und Kostenrisiken hat die Stadt mitten in einer schwerwiegenden Haushaltskrise Rückstellungen in Höhe von knapp 270.000 Euro gebildet.

Eingebürgert wurden im Jahr 2024 nach Angaben der Stadtverwaltung 629 Ausländer, 2025 waren es 667. Zum Vergleich: 2019 erhielten 502, 2017 nur 401 Antragstellende den deutschen Pass. Die mit Abstand größte Gruppe der Antragsteller stellen Syrer, gefolgt von Russen und Ukrainern.

Folgen der Gesetzesreform