PfadnavigationHomeSportFußballWMSpionageverdacht„Plötzlich am Himmel“ – Militär schaltet Drohne während Trainingseinheit ausStand: 01:40 UhrLesedauer: 2 MinutenStar Heung-min Son beim Training der südkoreanischen NationalmannschaftQuelle: Matias Delacroix/AP/dpaBeim Training der südkoreanischen Mannschaft wird eine Drohne gesichtet. Das Militär bringt das Flugobjekt mit Spezialausrüstung zum Absturz. Ein Beamter berichtet von mehreren Zwischenfällen in den letzten Tagen.Ein möglicher Spionagefall im Training von WM-Teilnehmer Südkorea ist gerade noch so verhindert worden. „Das Timing war hier sehr wichtig“, sagte Trainer Myung-bo Hong vor dem Spiel gegen Co-Gastgeber Mexiko. „Während unseres Trainings war plötzlich eine Drohne am Himmel. Glücklicherweise wurde sie kurz vor unserem Taktik-Block entdeckt. Das war der wichtigste Teil des Trainings. Es wird also keinen Einfluss haben.“Das Training im mexikanischen Zapopan war nicht öffentlich. Ein mexikanischer Militärangehöriger, der im Basiscamp der Mannschaft stationiert ist und für die Störung von Drohnen zuständig ist, habe das Flugobjekt zum Absturz gebracht. Es habe sich um eine „nicht registrierte Drohne“ gehandelt, sagte ein mexikanischer Bundesbeamter der Nachrichtenagentur AP. Die Drohne sei mit Spezialausrüstung außer Betrieb gesetzt worden. Der Beamte machte keine Angaben dazu, wann sich der Vorfall ereignete oder ob Festnahmen vorgenommen wurden. Medienberichten zufolge konnten die mutmaßlichen Täter die Drohne wieder einsammeln und fliehen. Der Fußballverband Südkoreas habe die Fifa über den Vorfall informiert.In Mexiko greift der Sicherheitsplan „Kukulkán“In den vergangenen Tagen seien mehrere Drohnen vom Himmel geholt worden seien, sagte der Beamte weiter. Diese hätten versucht, in Sicherheitszonen rund um die drei WM-Stadien in Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey sowie in Teamquartiere und Fan-Festivals einzudringen.Bereits im März hatten die mexikanischen Behörden einen Sicherheitsplan für die Weltmeisterschaft unter dem Namen „Plan Kukulkán“ vorgestellt. Daran sind rund 100.000 Militärangehörige und Polizisten beteiligt. Der Plan umfasst Frühwarnsysteme, Sicherheitsmaßnahmen an Stadien, Flughäfen, Straßen und Hotels sowie Schutzkonzepte für Mannschaften, Offizielle und Fans.Lesen Sie auchSüdkorea war mit einem 2:1 gegen Tschechien in die WM gestartet und trifft nun im Spitzenspiel der Gruppe A am Freitag (3 Uhr/MagentaTV und im WELT-Liveticker) in Guadalajara auf Mexiko. Der Co-Gastgeber der WM hatte zuvor sein Auftaktspiel mit 2:0 gegen Südafrika gewonnen.dpa/AP/luwi