Schauspieler Christian Ulmen geht gerichtlich gegen die Kündigung von Verträgen für eine neue Serie durch eine Filmproduktionsfirma vor. Die Sache wird am Montag vor dem Arbeitsgericht Berlin verhandelt, wie das Gericht nun mitteilte.Laut Gericht geht es um die Streamingserie »The Au Pair«, für die Ulmen das Drehbuch verfasst hat. Er habe darüber hinaus mit der Produktionsfirma einen Regie-, einen Autoren- und einen Editorenvertrag sowie eine Exklusivvereinbarung abgeschlossen, hieß es von der Gerichtspressestelle. Diese Verträge habe die Produktionsfirma jeweils mit Schreiben vom 15. April 2026 fristlos gekündigt. Zur Begründung habe sie sich unter anderem auf das Bekanntwerden strafrechtlich relevanter Vorwürfe gegen Ulmen und »auf inhaltliche Parallelen dieser Vorwürfe zu der Handlung der Serie« gestützt.

Irritierende ParallelenIm April war bekannt geworden, dass Joyn die Serie vorerst nicht senden wolle. Nach Angaben der »Zeit« lagen der Redaktion sechs von acht Episodendrehbüchern von »The Au Pair« in Fassungen kurz vor Drehbeginn vor.

Daraus zitierte die Redaktion aus urheberrechtlichen Gründen nicht wörtlich. In ihrer Darstellung beschreibt die Zeitung dennoch inhaltliche Motive und Szenen, die Parallelen zu den Vorwürfen gegen Ulmen nahelegten. Darunter Themen wie falsche Identitäten im Internet, pornografische Inhalte und ein Geständnis einer Figur, intime Bilder einer Partnerin in Sex-Chatforen veröffentlicht zu haben.