Am Dienstagabend stand beim TSV 1860 München eine Gesellschafterversammlung auf dem Programm, und von dieser erhofften sich die leidgeprüften Anhänger Antworten. Wie soll es weitergehen mit den Löwen, die keine Drittligalizenz erhalten haben, nachdem Investor Hasan Ismaik Darlehensverträge gekündigt hatte? Und was passiert, nachdem der Stammverein den Kooperationsvertrag mit Ismaik aufgekündigt hat? Kommt es zur Insolvenz der Spielbetriebsgesellschaft (KGaA), die kein Spielrecht mehr hat? Die Situation wirkt in der Öffentlichkeit komplett verfahren, das Dickicht gegenseitiger Vorwürfe wird immer verwachsener. Doch die Fans warteten umsonst – am Dienstagabend gab es kein Ergebnis. Für beide Seiten, den Stammverein und den Investor, waren nur die Anwälte erschienen. Gut möglich, dass sie an jenem „Ausstiegsmodell“ arbeiteten, von dem zuerst die Bild-Zeitung berichtet hatte.